Richard Lugner möchte Bundespräsident von Österreich werden. Unsere Fragen zu seiner Kandidatur beantwortete der Baulöwe schriftlich - und kurz und bündig. Schon jetzt ist klar: Er will sich als Selfmade-Man profilieren, der Österreichs Wirtschaft ankurbelt.

Herr Lugner, wieso möchten Sie Bundespräsident werden?

Richard Lugner: Weil ich glaube, dass Österreich einen von den Parteien unabhängigen Kandidaten braucht.

Präsidentschafts-Kandidat steht unter Verdacht der Bestechung.

Sie haben ja in der Vergangenheit schon einen Versuch gewagt, was wird dieses Mal anders sein?

Das Feld der Kandidaten ist dicht, aber ich bin der einzig wirklich Unabhängige mit wirtschaftlicher Erfahrung.

Möchten Sie Ronald Reagan und Arnold Schwarzenegger nacheifern?

Beides sind Vorbilder.

Was haben Sie, was die anderen nicht haben?

Die anderen Kandidaten haben ihr Leben lang vom Steuerzahler hoch dotierte Posten bekleidet wie Professor, Oberster Richter, Nationalratspräsident und Spitzenpolitiker – alles vom Steuerzahler bezahlt. Ih aber habe in meinem Leben 60 Millionen Euro Steuern eingezahlt.

Welche Projekte würden Sie angehen wollen, sollten Sie die Wahl gewinnen?

Mit der Regierung ein ernstes Wort reden, dass Parteipolitik hintangestellt werden muss und gemeinsam Politik für Österreich gemacht wird und ansonsten eine Abberufung der Regierung oder Auflösung des Nationalrates in Erwägung zu ziehen wäre.

Flüchtlingskrise: Falsches Verhalten im Herbst habe zu Chaos geführt.

Wie soll Ihrer Meinung nach mit dem Flüchtlingszustrom weiter verfahren werden?

Die Flüchtlingssituation ist total verfahren. Der Bundespräsident, der unser Land nach außen vertritt, hätte im September 2015 aktiv werden sollen und mit allen Schengen-Ländern wegen Schutz der Schengen-Außengrenzen verhandeln sollen. Alle Schengen-Länder haben ein Heer zum Schutz ihres Landes, das sollte man zum Schutz der Schengen-Außengrenzen einsetzen.

Wie sollen Österreich und Europa in Zukunft aussehen?

Mehr wirtschaftlich orientiert als bisher.

Wie möchten Sie Ihr Land repräsentieren?

Durch Staatsbesuche mit Wirtschaftsdelegationen im Ausland.

Welche Aktionen sind geplant, um bis zur Wahl im April Wähler zu gewinnen?

Fürs erste geht es um das Sammeln von 6.000 Unterstützungserklärungen. Danach um einen effektiven Wahlkampf.

Was macht Ihren Wähler aus?

Mein Wähler soll an einem unabhängigen Kandidaten interessiert sein.

Bei "Pro und Contra" diskutieren alternative Hofburg-Kandidaten.

Welche Chancen rechnen Sie sich für die Wahl aus?

Das kann man derzeit nicht beurteilen.

Wenn Sie die Wahl gewinnen, was wird dann aus dem Wiener Opernball?

Der Bundespräsident wird zum Wiener Opernball möglichst glamouröse Leute einladen.

Wie schätzen Sie Cathys Qualitäten als First Lady ein?

Sie ist die attraktivste First Lady aller Kandidaten.

Wird es ein weiteres Reality-TV-Format mit Ihnen beiden geben?
Das wird man sehen, wie das aussehen könnte.