• Im dänischen Königshaus steht eine große Veränderung an.
  • Prinz Joachim, seine Frau sowie seine Kinder verlieren ihre Titel.
  • Nach der Bekanntgabe steht die Familie "unter Schock".

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Das dänische Königshaus sorgt momentan für Aufsehen. Königin Margrethe II. hat ihrem jüngsten Sohn Prinz Joachim, seiner Frau und deren Kindern die Titel entzogen. Demnach dürfen diese sich ab dem nächsten Jahr nicht mehr Prinz oder Prinzessin nennen. Die beiden sollen künftig Graf und Gräfin von Monpezat genannt werden.

Auch die Kinder der beiden müssen sich an neue Anreden gewöhnen. Prinz Nikolai, Prinz Felix, Prinz Henrik und Prinzessin Athena dürfen ab Anfang nächsten Jahres nicht mehr Prinz oder Prinzessin angesprochen werden, sondern nur noch mit "Exzellenz".

"Wir sind traurig und stehen unter Schock"

Dieser Schritt scheint mit den Betroffenen aber nicht abgesprochen gewesen zu sein. So zeigte sich Gräfin Alexandra von Frederiksborg, Mutter der Noch-Prinzen Nikolai und Felix sowie geschiedene Ehefrau von Prinz Joachim, im Gespräch mit der dänischen Zeitung "B.T." überrumpelt. "Wir sind traurig und stehen unter Schock", zitiert sie die Zeitung. Die Aussage soll auch mit den Betroffenen abgestimmt sein.

Weiter zitiert die Zeitung: "Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen. Sie können nicht verstehen, warum man ihnen ihre Identität wegnimmt." Die Pressereferentin Helle von Wildenrath Løvgreen betont zudem, dass die Gräfin zu sehr von der Ankündigung der königlichen Familie betroffen sei, um zu diesem Zeitpunkt mehr zu sagen.

Wusste Prinz Joachim davon?

Laut einer Sprecherin des Königshauses soll Prinz Joachim allerdings seit dem 5. Mai davon wissen, dass sich die Titel seiner Kinder ändern würden. "Die Entscheidung entwickelte sich nach und nach, aber Fürst Joachim wurde immer einbezogen und informiert", erklärt sie demnach. "Aber ich verstehe natürlich, dass das schwierig ist."

Die "B.T." berichtet allerdings auch, dass das Königshaus seit 2018 daran arbeitet, den Einfluss von Prinz Joachim systematisch abzubauen. So wurde angeblich der Hofstaat aufgelöst und sowohl sein Sekretär als auch die Hofdame von seiner heutigen Ehefrau, Prinzessin Marie, entlassen.

Die Royal-Experten haben unterschiedliche Meinungen

In der offiziellen Stellungnahme des Königshauses klingt alles ganz anderes: "Ihre Majestät die Königin will mit ihrer Entscheidung den Rahmen dafür schaffen, dass die vier Enkelkinder ihr Leben in weitaus größerem Umfang selbst gestalten können, ohne durch die besonderen Erwägungen und Verpflichtungen eingeschränkt zu werden, die eine formelle Zugehörigkeit zum Königshaus als Institution mit sich bringt." Weiter heißt es, dass die Änderung "im Einklang mit ähnlichen Anpassungen anderer Königshäuser" stehe.

Laut dem Royal-Experten bei "Berlingske", Jakob Steen Olsen, sei die Entscheidung "im Sinne des Wunsches nach einem schlankeren Königshaus in der Zukunft zu interpretieren". Die Änderungen seien im Wunsch von Königin Margrethe zu verstehen, "das Königshaus zu reformieren und zukunftssicher zu machen".

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Der Experte Lars Hovbakke Sørensen bezeichnete den Schritt als "drastisch". Es sei aber auch "eine große und wichtige Entscheidung, wenn es darum geht, die zukünftige Popularität der königlichen Familie zu sichern", erklärt er "Ekstra Bladet". "Das ist ein allgemeiner europäischer Trend, weil die Königshäuser so groß geworden sind."  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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