Bei einem Sony-Event durften ausgewählte japanische YouTuber die PlayStation5 knapp einen Monat vor Release testen. Ihre Erfahrungsberichte sind seit Sonntag live. Zwar gibt es spannende Erkenntnisse, doch einige Fragen bleiben offen.

PS5-Hands-Ons sind rund einen Monat vor Verkaufsstart heiß begehrt. Deshalb erwecken gerade Videos und Streams japanischer YouTuber weltweites Aufsehen. Die Influencer und Redakteure zählen zu den ersten Auserwählten, die im Rahmen eines Sony-Events ihre Hände auf die Next-Gen-Konsole legen durften.

Die Tester schnupperten in einige der ersten Spiele für die nächste Konsolengeneration hinein und veröffentlichten ihre Videos: "Astro's Playroom" wird kostenlos auf der Konsole vorinstalliert sein, um die Möglichkeiten des DualSense-Controllers zu demonstrieren. Als Roboter in einer Comic-Welt gilt es, Rätsel zu lösen, bei denen die adaptiven Trigger und das Touchpad eingesetzt werden müssen.

Auch Reaktionen auf und Szenen aus dem Loot-Fantasy-Slasher "Godfall" werden gezeigt - sowie Einblicke auf die für Next-Gen aufgepimpte "Devil May Cry 5: Special Edition".

Infos über die harten Fakten der neuen Konsolenwelt gibt es ebenfalls in diesen Videos, wenn auch nur wenige. Zum einen demonstrieren sie die flinken Ladenzeiten der verbauten SSD-Festplatte. So zeigt ein Video, dass vom Startbildschirm bis zum "Astro's Playroom"-Spielgeschehen nur vier Sekunden Wartezeit vergehen. Auch der Wiedereinstieg nach dem digitalen Tod des Spielecharakters soll lediglich wenige Sekunden dauern.

Auf Seiten wie dengekionline.com verraten die Tester zudem, dass die Konsole während des Daddelns "kaum zu hören" war. Ob der Lüfter auch im kleinen Wohnzimmer und bei anderen Titeln so dezent bleibt, wird sich zeigen. Auch "Fiebermessen" gehörte beim Dengeki-Tester dazu. Fazit: Nach 80 Minuten Spielzeit fühlte sich die fünfte PS-Generation lediglich "leicht warm" an.

Lob für den Controller, doch viele offene Fragen

Leise sein! Das kann die PlayStation 5 recht gut, so die ersten Eindrücke japanischer Tester.

Auch die Ergonomie, die spürbar verbesserten Vibrationseffekte, das Leichtgewicht, der bessere Akku und das haptische Feedback des Controllers wurden gelobt. Je nach Situation im Spiel habe sich der Widerstand der Trigger-Tasten anders angefühlt, um die Immersion zu unterstützen. Eingebaut in den DualSense ist ein Mikrofon, welches Sprachchats unterstützt.

Ebenfalls deutlich wird die Größe der PlayStation5. Die wurde zuvor bereits als recht imposant angenommen, der Videobeweis bekräftigt die These. Ein kleines Detail offenbarte sich Zuschauern, die genau hinsehen - unter anderem den Redakteuren der japanischen Webseite 4gamer.net: Der schwarze Mittelteil, der von den weißen Konsolenschalen flankiert wird, glänzt schick. Hübsch anzusehen zwar, doch wohl auch anfällig für Fingerabdrücke und sichtbaren Staub.

Viele wichtige Fragen, die den Käufern unter den Nägeln brennen, bleiben auch nach diesen Eindrücken offen. Spannend wäre unter anderem: Wie ist das PS5-Dashboard gestaltet? Wie gut funktioniert die Abwärtskompatibilität? Wie viel SSD-Speicher ist real nutzbar? Laut einem kürzlich aufgetauchten angeblichen Leak auf reddit sollen lediglich 664 GB frei zur Verfügung stehen. Sony spricht offiziell von 825 GB, lässt jedoch offen, ob bei dieser Angabe der Speicherbedarf der systemrelevanten Dateien noch abgezogen werden muss (was für die Glaubwürdigkeit des Leaks spräche) oder ob diese bereits abgerechnet wurden. Da Spiele wie "Call of Duty: Warzone" mitunter über 250 Gigabyte belegen, würden PS5-Käufer schnell in Nöte kommen. (tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau