Wenn der Winter überstanden ist, die Temperaturen steigen und die Sonne fast täglich lacht, dann ist in Deutschland nicht nur Sommer, sondern endlich auch wieder Festival-Saison. Egal ob Hurricane, Wacken, Fusion, Splash!, Rock im Park oder Rock am Ring: Deutschland hat für Jung und Alt einiges an musikalischer Unterhaltung im Freien zu bieten. Aber auch für Kinder?

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Gibt es Festivals für den Nachwuchs oder sind Freiluft-Konzerte generell eher ungeeignet? Diese Frage dürften sich viele partyfreudige und musikliebende Eltern jedes Jahr aufs Neue stellen. Hier kommen einige Pros und Kontras als Entscheidungshilfe.

Pro Festival mit Kindern

Ein Festival bedeutet nicht nur gutes Wetter und gute Musik, auf Festivals entsteht auch immer ein ganz besonderer Spirit, der Lebensfreude und positive Energien weckt. Natürlich tut ein guter Drink und ein leckerer Snack sein Übriges. Mit Freunden oder der Familie zu musikalischen Klängen im Rhythmus zu tanzen, wirkt für viele befreiend und manch einen sogar verjüngend. Warum also nicht schon früh damit anfangen? Wenn bereits Kinder die Familie bereichert haben, befinden sich Eltern oft im Zwiespalt und müssen sorgfältig überlegen, ob sie ihren Spross zum nächsten Festival mitnehmen wollen oder gar können. Es gibt Gründe, die definitiv dafür sprechen:

  • Früh übt sich, wer ein Festival-Profi mit gutem Musikgeschmack werden will
  • Kinder gehören zur Familie dazu und sollten deshalb auch bei solchen Aktivitäten nicht ausgeschlossen werden
  • Kinder lieben Musik und tanzen gern
  • Erlebnisse wie diese verbinden und schaffen einmalige Erinnerungen fürs Leben

Kontra Festival mit Kindern

Wer einen Festival-Besuch mit Kindern in Betracht zieht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein entspanntes und vor allem ungestörtes Abtanzen dann nur schwer möglich ist, denn Kinder sollten stets im Auge behalten und natürlich auch versorgt werden. Und so schön Festivals auch sein können, auch sie haben ihre Schattenseiten. Es gibt also durchaus Gründe, die gegen eine Mitnahme von Kindern auf Festivals sprechen:

  • Zu laute Musik, die Kinderohren schaden könnte
  • Angetrunkene und möglicherwiese aggressive Festivalbesucher, die eine Gefahr für Kinder sind oder sie verängstigen könnten
  • Unhygienische Verhältnisse (dreckige Dixi-Klos, Abfall auf dem Boden, etc.)
  • Kritische und vorwurfsvolle Blicke und Äußerungen von anderen Festival-Gästen
  • teure Eintrittspreise
  • Altersgrenze

Ein Festival-Besuch mit Kindern hat also durchaus Vor- und Nachteile. Nur Eltern allein können die Entscheidung treffen, ob sie mit oder doch lieber ohne ihre Kinder zu einem Festival gehen. Klar ist: Festival ist nicht gleich Festival, denn natürlich gibt es in Deutschland neben Wacken und Co. auch noch familienfreundliche Festivals, bei denen Kinder sogar ausdrücklich erwünscht sind. Wer also einen Kompromiss schließen möchte, sollte sich folgende drei Festivals mit seinen Kindern nicht entgehen lassen:

Juicy Beats

Wann? 26. und 27. Juli 2019
Wo? Westfalenpark Dortmund
Tickets ab 33 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei

Ideal: Extra Konzerte für Kinder und zahlreiche Spielplätze und Wiesen zum Austoben, außerdem ein betreuter Spielbereich

A Summer's Tale

Wann? 1. bis 4. August 2019
Wo? Eventpark Luhmühlen
Tickets ab 49 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei

Ideal: Aktivitäten für die gesamte Familie sowie Konzerte und Aufführungen speziell für Kinder

Kidzapalooza Berlin

Wann? 7. bis 9. September 2019
Wo? Olympia Stadion Berlin
Tickets ab 84 Euro, Teens ab 79 Euro, Kids kostenlos (je nach Verfügbarkeit)

Ideal: Kunterbuntes Angebot für Kinder bis 11 Jahren mit einer Menge Musik, kreativem Vergnügen und ganz viel Platz zum Wohlfühlen. Erfahrene und kreative Pädagogen vor Ort, Babycorner mit Wickelmöglichkeit, Kinderwagenparkplatz, kindgerechtes Verpflegungsangebot, Verkauf von Lärmschutzkopfhörern. (bl)  © spot on news

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