Durch Missbrauchsvorwürfe geriet US-Schauspieler Kevin Spacey in ein Karrieretief. Seitdem war er kaum in der Öffentlichkeit zu sehen. In Rom hat der einstige "House of Cards"-Darsteller nun aber für Aufsehen gesorgt: Im Palazzo Massimo alle Terme trug er ganz unerwartet ein Gedicht vor.

Mehr Promi-News finden Sie hier

Der Palazzo Massimo ist Teil des römischen Nationalmuseums, hier gibt es unzählige teilweise antike Kunstwerke zu sehen. Unter anderem auch den "Faustkämpfer vom Quirinal", eine Bronzestatue, die zwischen dem vierten und ersten Jahrhundert vor Christus entstanden sein soll. Genau hier sorgte Kevin Spacey am Wochenende für Aufsehen.

Dramatisches Gedicht vor antiker Kulisse

Die kurze Lesung des Gedichtes "Boxer" des 38 Jahre alten italienischen Autors Gabriele Tinti wurde nicht groß angekündigt, nur ein Facebookpost des Museums informierte darüber - jedoch ohne Nennung von Spaceys Namen. Tinti war auch anwesend, als Kevin Spacey im braunen Anzug vor der Statue erschien und rund 150 überraschten Museumsbesuchern das Gedicht vortrug.

Es war der erste öffentliche Auftritt des Hollywoodstars und zweifachen Oscar-Preisträgers, seit im Juni das Verfahren wegen sexueller Nötigung im Bundesstaat Massachusetts gegen ihn eingestellt wurde.

Seit den Vorwürfen machte Spacey sich rar, sein letzter großer Auftritt war die Veröffentlichung eines YouTube-Videos namens "Let me be Frank" zu Weihnachten, in dem er in einer Mischung aus seiner Rolle aus "House of Cards" und seiner realen Personen in die Kamera sprach. Tintis Gedicht über einen blutenden, strauchelnden Boxer, der für das Entertainment der Menschen leidet, ist ähnlich doppeldeutig. Es wird wohl nicht der letzte bedeutungsschwere Auftritt Kevin Spaceys gewesen sein.  © 1&1 Mail & Media / CF