In ihrem neuen Film "To The Bone" spielt Lily Collins (27) ein magersüchtiges Mädchen. Jetzt stellt sich heraus, dass sie mit ihrer Rolle viel gemeinsam hat.

Sie gehört definitiv nicht zu den kurvigen Frauen in Hollywood. Im letzten Jahr hatte man sogar richtig Sorge um Schauspielerin Lily Collins, denn die Tochter des legendären Musikers Phil Collins (65) wirkte ganz schön abgemagert. Kein Wunder das Fans und Medien wild spekultierten, die 27-Jährige würde an Magersucht leiden und sich zu Tode hungern.

Die perfekte Rolle

Heute ist klar: Lily ist gesund und hat lediglich für ihre Rolle im Film "To the Bones" so drastisch an Gewicht verloren. In der Drama-Komödie spielt sie ein Mädchen mit Essstörung. Eine Rolle, die ihr gar nicht so unbekannt vorkommt, denn: Lily litt als Teenager selbst an einer Essstörung, wie sie jetzt im Interview mit "Variety" verriet!

Persönliches Geständnis

"Das war definitiv eine dramatische Rolle für mich, denn ich selbst litt als Teenager an einer Essstörung. Es ist das erste Mal, dass ich darüber spreche. Just in diesem Moment. Es ist wirklich wichtig. Es ist etwas, was viele Mädchen durchmachen, aber nichts, wofür man sich schämen müsste. In dem Film geht es genau darum. Es geht darum, seine Vergangenheit zu akzeptieren und zu realisieren, dass sie dich nicht definiert. Es geht um Erfahrungen, sich mit Leuten zu umgeben, die dich unterstützen und dir da durch helfen", erklärt sie offen.

Für ihre Rolle der "Ellen", die übrigens von Hollywood-Schnuckel Keanu Reeves (52) als Arzt betreut wird, traf sich Lily mit Ärzten und jungen Patientinnen, um sich ihre Geschichte anzuhören und emotional in ihren Charakter reinzufühlen. Da "To the Bone" ein autobiografischer Film von Drehbuchautorin Marti Noxon (52) ist, blieben jedoch auch intensive Gespräche mit ihr nicht aus. "Wir haben viel geteilt", gesteht Lily, die ihrer Geschichte sogar ein Kaptiel in ihrem Buch "Unfiltered – No Shame, No Regrets, Just Me" gewidmet hat.

Pures Schicksal

Welch' ein Zufall, dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt das Drehbuch bei Lily einflatterte. "Es war wie, als wenn das Universum mir dieses Projekt geschickt hätte, um mich meiner Angst zu stellen", erklärt Lily. "Als ich dann Marti traf war mir sofort klar, dass wir zusammen an diesem Projekt arbeiten und ihre Geschichte erzählen müssen, denn ich glaube, dass es immer noch ein Tabu-Thema unter jungen Männern und Frauen ist, darüber zu sprechen." Da hat das Schicksal wohl alles richtig gemacht.  © top.de