Das Äußere ist wichtig in einer Beziehung, ganz klar – und manchmal kann es für die Annäherung durchaus hilfreich sein, wenn man gar nicht erst nach dem Inneren fragt. So geht es jedenfalls Anja und Martina: Bei der einen sorgt das Nachhaken für sofortige Abkühlung, während die andere dabei ins Bewerbungsgespräch eines Planungsfanatikers rutscht.

"Wenn eine kommt mit tollen Kurven, schaut man eigentlich gar nicht mehr aufs Innere", hat Bauer Manuel letzte Woche einleuchtende Einblicke in die männliche Perspektive gegeben.

Den Anlass dazu bot seine Kandidatin Anja, die zum Grasmähen knappst bekleidet antrat und so Manuels Aufmerksamkeit für sich beanspruchte.

Chemie stimmt nicht: Anja verlässt Manuel

Mit dem diesmaligen Tagesprogramm sorgt der junge Bauer dafür, dass er sich auch weiterhin wenig Gedanken um beziehungshemmenden Kram wie Persönlichkeit, Werte oder Charaktereigenschaften machen muss: Erst wird im aufblasbaren Pool geschwommen, dann tritt er mit den Damen zum Volleyballspiel an.

Das Überangebot an tollen Kurven scheint bei Manuel dann aber doch tiefschürfendere Interessen zu wecken. "Zuerst das Optische", erklärt er der etwas schüchternen Anja seine Kennenlernstrategie, "dann grabe ich nach beim Charakter".

Er ist bei ihr auch schon zu einem Resultat gekommen, das er in hochromantische Worte verpackt: "Jo, i man, deiner is a recht guad."

Außerdem zeigt sich Manuel als genauer Beobachter: "Du redst gern", stellt er scharfsinnig fest. "Red ich dir zu viel?", hakt Anja nach. "Na, es ist …", setzt er an und sucht nach dem passendsten Wort. "Gewöhnungsbedürftig", lautet dann sein abschließendes Urteil.

Nur wenig später packt Anja ihre Koffer und reist ab, weil ihr das Gespräch bestätigt hat, dass zwischen ihr und Manuel keine Chemie herrscht. Er hält sie nicht zurück.

Vielleicht findet Anja ja in einer anderen Reality-Show einen Mann, der sowohl ihre Kurven als auch ihre Worte wertschätzt.

Baupläne für Haus und Leben

Statt Kurven beschäftigen Bauern Philip diesmal eher Ecken: Er ist der erste, der "Stadtmadl" Martina seinen Hof zeigen darf – und so führt er sie sogleich auf die Wiese hinterm Hof, wo er sein neues Haus zu bauen gedenkt. Und weil das ja jeder behaupten könnte, hat er auch gleich die Baupläne mitgebracht, die er ihr prompt unter die Nase hält.

Der gute Mann hat eben schon alles genau durchgeplant. Der Platz, wo sie gerade sitzen, wird der Platz für das Schlafzimmer, die Kinderzimmer sind auch schon fix im Plan verzeichnet. Zwei Kinder sollen es werden, angeschafft werden sollen sie spätestens mit 30. In dem Alter will er nämlich "alles fertig haben".

"Mh-mh", sagt Martina, als hätte sie gerade festgestellt, dass der Supermarkt am Bahnhof doch am Sonntag geschlossen hat. Dabei müsste sie eigentlich nur ein herzhaftes "auf geht's" jubeln – so einfach haben es andere Kandidatinnen dieser Sendung nicht.

Zur Planung gehört ja aber nicht nur das Haus, sondern auch die Frau selbst. Deswegen hat Philip, vorausschauend wie er ist, auch gleich noch eine Liste mit Stichworten angefertigt, nach denen er Martina befragen möchte. Immerhin hat er ihr Vorstellungsvideo gleich mehrfach gesehen, und da sind ihm eben ein paar Punkte aufgefallen.

"Du hast gesagt, du willst aufs Land, auf den Bauenhof, du willst dich an die Wirtschaft anpassen. Wie willst du das machen?", forscht er mit dem romantischen Charme eines Abteilungsleiters. Ach ja: Und wie war das mit den One-Night-Stands und den schlechten Erfahrungen mit Beziehungen?

Immerhin ist er mit ihren Antworten hochzufrieden: Bei allen "Kriterien" liefert sie "positive" Antworten, meint er. "Die Annahme habe ich sehr stark, dass sie sich definitiv dafür entscheidet, mit mir wahrscheinlich näher in Kontakt zu treten", gibt er später seine Einschätzung ab. Sollen wir schon mal Reis über die Schulter werfen?