Die aktuelle Folge von "Bauer sucht Frau" gestaltet sich besonders lehrreich: Wir bekommen nicht nur Anregungen für besonders romantische Dates, sondern erfahren nebenbei, dass es einen Zusammenhang zwischen der Liebe und der Beseitigung von Mist gibt.

Es muss ja nicht immer Abendessen oder Kino sein: "Bauer sucht Frau" präsentiert einmal mehr eine originelle Idee für ein romantisches Miteinander. Wie wäre es, die Herzensdame zu einer Huskyzucht zu führen, wo sie dann den Dreck wegschaufeln darf?

Lorenz hält das jedenfalls für einen brauchbaren Plan und führt seine drei Hübschen zum Betrieb eines Freundes, der ein ganzes Rudel Huskys hütet. Während die Damen mit Schaufel bewaffnet den Rasen vom Hundekot befreien, hält Lorenz eine innige Unterredung mit seinem Kumpel Alex.

Der berät ihn ausführlich, was die Auswahl der Frauen angeht. "Geht gar nicht", meint Alex und schüttelt sein Haupt, als das Gespräch auf Katharinas Alter kommt: Die ist süße 19. Lorenz' Widerspruch, er sei ja selber auch erst 20, ändert am Kopfschütteln nichts.

Der treue Freund favorisiert Claudia: "Klein und sportlich", fasst er deren Eigenschaften fachkundig zusammen. "Genau dein Beuteschema." Lorenz scheint die Konferenz eher unangenehm zu sein.

Die Mädels sind derweil vom Ausmisten ganz angetan: Die Huskys sind ja so süß, und Lorenz ist wohl mindestens genauso süß, da macht einem ein bisschen Dreck doch nichts aus. Bei so viel Romantik kann man sich nur schütteln.

Viele Kühe machen Mühe

Noch mehr Dreck gibt es bei Georg und seiner einzigen Hofdame Nadine: Sie darf mit ihm zusammen den Kuhstall reinigen. Wenn man mit Gummistiefeln ausgerüstet braune Soße über den Boden fegt, können sich doch nur innige Gefühle anbahnen.

Nadine macht die Tätigkeit nichts aus: Ist halt so. Wie schön, dass im Hintergrund derweil eine Kuh malerisch – hm, wie drücken wir das jetzt aus? – für noch mehr Arbeit sorgt. Und ebenso schön, dass wir Zeugen sein dürfen.

Küssen oder reden?

Siehe da, auch bei Georg und Nadine entfaltet die Entsorgungsarbeit ihre romantische Wirkung: Nach vollbrachtem Werk setzen sich die beiden entspannt ins Heu und reden über ihre Beziehungsvorstellungen. Über ein gutes Buch hat in dieser Sendung ja ohnehin noch nie jemand geredet.

Nadine will von Georg wissen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem er eine Frau küsst – ob das spontan passiert oder ob es quasi unter bestimmten Gegebenheiten geschieht. Georg hangelt sich durch eine bemühte Antwort: Ja, also, eigentlich, ähm, schon.

Lieber Georg: Wenn eine Frau mit einem über das Küssen reden will, darf die Antwort gerne nonverbal erfolgen.

So ruiniert Georg den romantischen Moment, zumal er quasi zu verstehen gibt, dass ein Kuss nicht immer gleich unter Planung einer langjährigen Beziehung mit Ehe, Kindern, Alter und Tod erfolgt. "Minuspunkt", meint Nadine: Sie küsst nur, wenn gefühlsmäßig alles passt.

Schade, die Gelegenheit ist verpasst. Da müssen die beiden wohl doch noch mehr Mist schaufeln, bis die Liebe endlich aufblühen kann.

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