Ein neues Jahr, eine neue Staffel "Bauer sucht Frau": Arabella Kiesbauer stellt wieder Landwirte vor, für die sich kühne Kandidatinnen bewerben können. Vor allem Bauer Urban punktet schon im Vorfeld mit romantischen Gerätschaften, während anderswo eine junge Wienerin verzweifelt einen Mann sucht, der nicht in der Stadt lebt.


Wer sich manchmal in den ländlichen Gegenden Österreichs bewegt, dürfte es schon bemerkt haben: Es gibt quer durch die schöne Republik Landwirte, die bislang noch nie bei "Bauer sucht Frau" zu sehen waren. Zum Glück opfert sich ATV auch weiterhin auf, diese Lücke zu schließen, und startet heuer in die mittlerweile vierzehnte Staffel der Kuppelshow.

Los geht es wie gehabt mit einer zweiteiligen Vorstellrunde, für die extra die laufende Staffel von "Wirt sucht Frau" unterbrochen wird.

Zwei "Stadtmadl" unter Kandidaten

Kaum läuft so eine Show mal vierzehn Jahre lang, schon stehen auch Veränderungen ins Haus – aber keine Bange, sie sind homöopathischer Natur: Dieses Mal sind zwei "Stadtmadl" unter den Kandidaten, die einen Bauern kennen lernen wollen. "Frau sucht Bauer" eben.

Eine davon präsentiert sich in der ersten Vorstellfolge: die 21-jährige Vanessa, die sich in Wien vergeblich nach brauchbaren Männern umsieht und lieber einen muskulösen Mann vom Land hätte. Schon alleine die mangelnde Körpergröße missfällt ihr an den Stadtburschen.

Von ihrem schick hergerichteten Äußeren sollen sich potentiell Interessierte übrigens nicht abschrecken lassen: Vanessa möchte gern richtig anpacken und endlich auch mal eine Kuh melken. Welche Art von Bauernhof darf es denn sein? Egal, meint Vanessa, Hauptsache mit Tieren. Hinten im Eck weint sicherlich schon ein Winzer und kauft sich schnell ein Huhn.


Kein Strom, aber Niveau

Ansonsten bleibt bei den Kandidaten alles beim Alten: Es gibt junge Bauern und mitteljunge, große und mittelschlanke, herzliche und eigenbrötlerische. Da wäre zum Beispiel der 31-jährige Thomas, der als "niveauvoller Selbstversorger" bezeichnet wird – was genau heißt das im Hinblick auf die Selbstversorger der bisherigen Staffeln?

Vielleicht geht es ja um seine Einrichtung: Draußen der üppige Pool, innen der geschmeidige Billardtisch. Andersherum wäre es ja auch unpraktisch.

Trotz der luxuriösen Ausstattung verbringt er aber am liebsten Zeit in seiner abgeschiedenen Waldhütte, die ohne Strom, Heizung oder Wasser auskommen muss. Wer das idyllisch findet, hat wohl noch nicht gesehen, dass Thomas da mit der Kettensäge herumhantiert.

Bei diversen anderen Kandidaten will sich die Vorstellrunde diesmal ganz schamlos ins Herz der Bewerberinnen schlängeln: Immer wieder werden Kinderfotos der Bauern gezeigt. Hoffen wir mal, dass sich die Damen nicht umgekehrt auch mit einem lebensumspannenden Diaabend vorstellen.

Besame mucho!

Das Highlight wartet aber bei Bauer Urban: Wir dürfen dabei zusehen, wie er seine Kuh besamt (natürlich, räusper, über Gerätschaften). Er hat nämlich unlängst einen eigenen Kurs gemacht und will den Bullen ab sofort keinen Spaß mehr gönnen.

Mit langem Handschuh wird also die Öffnung ausgedehnt, bevor die Spritzpistole eingeführt wird. Arabella steht begeistert daneben. Vielleicht denkt sie schon über ein neues 18-teiliges Reality-Format nach.

Wer sich von diesen romantischen Bildern noch nicht ausreichend motiviert fühlt, sich für einen der Bauern zu bewerben, darf sich auf nächste Woche freuen. Da erklärt der neue Kandidat Alex, warum er gerne ein Krokodil wäre: "Die ganze Kraft im Schwanz". Ist der etwa auch Selbstversorger?