Erst das Wörterbuch, jetzt ein ganzer Sprachkurs: In Kalifornien kann man nun direkt vom Erfinder der Dothraki-Sprache aus "Game of Thrones" lernen.

Wie erfolgreich eine Fernsehserie oder ein Kinofilm in die Geschichte eingehen wird, sieht man oft erst in den Jahren danach. Wenn die Fans soweit sind, dass sie die Sprache aus den Fantasiewelten lernen wollen, dann ist der Hype am Höhepunkt angelangt.

Klingonisch, Elbisch, Dothraki ...

Kaum verwunderlich also, dass es schon das "Klingon Dictionary" über die "Star Trek"-Sprache Klingonisch oder Crashkurse für Elbisch, der Sprache aus "Der Herr der Ringe" gibt. Im Sommer dürfen sich dann die kalifornischen Fans von "Game of Thrones" auf Sprachreise begeben. Dann findet an der Universität Berkeley ein sechswöchiger Kurs statt, der sich mit der Linguistik der Serie beschäftigt.

Der Erfinder lehrt höchstpersönlich

Dozent ist dabei kein Geringerer als der Erfinder der Dothraki-Sprache höchstpersönlich: David J. Peterson.

George R. R. Martin, der Autor von "Das Lied von Eis und Feuer", hatte für seine Bücher nur ein paar Phrasen in Dothraki erfunden, für die Serie durfte der Linguist Peterson seiner Fantasie freien Lauf lassen. Was er auch tat. So heißt das Wort für "gut und freundlich" zum Beispiel "erin" – was auch der Name seiner Frau ist.

Als Riese aus "Game of Thrones" wurde Neil Fingleton weltberühmt.

Das "Standardwerk"

Im Buch "Living Language Dothraki" können Hardcore-Fans mehr über den Prozess, die Hintergründe und die Kultur der Dothraki erfahren und die rund 3.700 Wörter der Sprache und ihre Grammatik lernen.

Beim Sprachkurs mit dem schönen Namen "Die Linguistik von 'Game of Thrones' und die Kunst, eine Sprache zu erfinden" kann man sich nach dem Studium der Dothraki dann selbst an die Erfindung einer eigenen Geheimsprache wagen. (mia)


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