Schauspielerin Katharina Marie Schubert war im "Tatort: Anne und der Tod" als tötende Altenpflegerin Anne Werner zu sehen. Unter anderem ging es in dem Krimi um sexuelles Verlangen im Alter. Doch wie realistisch ist das Szenario?

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1. Wie realistisch ist das "Tatort"-Szenario in Stuttgart?

Rund zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden laut Bundesgesundheitsministerium in unserem Land zu Hause versorgt. Dieser "Tatort" thematisiert unter anderem eine eher unbekannte Seite im Bereich der Altenpflege, das sexuelle Verlangen bei alten Menschen. Doch wie realistisch ist das? "Ich hatte vorher darüber nicht nachgedacht, aber es erscheint sofort logisch, dass bei alten Menschen noch sexuelles Verlangen vorhanden ist", erklärt Episodenhauptdarstellerin Katharina Marie Schubert.

Zur Vorbereitung auf den Krimi hatte sie sich mit Altenpflegern vom mobilen Pflegedienst getroffen und die hätten ihr das auch bestätigt. "Zumindest in der Altenpflege scheint es kein Tabuthema zu sein, sondern eher Alltag", so Schubert. Dass dennoch so wenig über dieses Thema gesprochen wird, liegt laut der mehrfach ausgezeichneten Künstlerin wohl daran, "dass unsere scheinbar so offene, aufgeklärte Gesellschaft in ihrem Kern doch prüder und auch schambehafteter ist", als man denkt.

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2. Woher kennt man Katharina Marie Schubert?

Die im niedersächsischen Gifhorn geborene Schauspielerin war Teil des Ensembles in der Speed-Dating-Komödie "Shoppen" (2006) von Ralf Westhoff. Neben Schubert waren darin unter anderem auch die damals noch eher weniger bekannten Schauspieler Julia Koschitz, Kathrin von Steinburg, Lisa Wagner, Stephan Zinner und Felix Hellmann zu sehen.

"Viele der Schauspielerinnen und Schauspieler waren damals auch meine Kollegen am Theater und das war eine wahnsinnig schöne Zeit, die in diesem Film gebannt wurde", erinnert sich Schubert zurück. Ihren bis dato größten Erfolg feierte sie aber wohl mit dem Spielfilm "Ein Geschenk der Götter" (2014). Für ihre Rolle der arbeitslosen Schauspielerin Anna, die erst widerwillig und dann erfolgreich die Leitung eines Schauspielkurses übernimmt, wurde Schubert mit dem Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Beste Darstellerin ausgezeichnet.

3. Wie geht es beim Stuttgart-"Tatort" weiter?

Der nächste Sonntagskrimi aus Stuttgart trägt den Titel "Tatort: Hüter der Schwelle". In ihrem dann 24. Fall bekommen es die Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) mit Okkultismus zu tun.

Ist der ermordete Student, der auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts gefunden wird, Opfer eines Ritualmordes geworden? Gedreht wurde der Film im Herbst 2018, ausgestrahlt werden soll er noch dieses Jahr. Unter anderem wird Schauspielerin Saskia Rosendahl in dem Film zu sehen sein. Das Kinopublikum und Oscar-Fans kennen sie aus Florian Henckel von Donnersmarcks "Werk ohne Autor" (2018). Von 2016 bis 2018 war sie aber auch schon Teil der Casts der Erfolgsserie "Weissensee". (ili)  © spot on news

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Am 22. April flackert zum letzten Mal der Bremer-"Tatort" mit dem Ermittler-Duo Inga Lürsen und Nils Stedefreund über die Fernsehbildschirme. Seit 2001 sind die beiden ein Team und haben in 34 gemeinsamen Folgen so manchen kniffligen Fall gelöst. Wir blicken zurück auf 18 Jahre Lürsen und Stedefreund.