Es war also doch nicht Martina Hill: Im Halbfinale von "The Masked Singer" lüftete der Panther seine Maske. Zum Vorschein kam ein Volksmusikstar, den zumindest die älteren Zuschauer auf den ersten Blick erkannten.

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Ruth Moschner hatte erneut den richtigen Riecher gehabt: Wie schon beim Kakadu und beim Eichhörnchen hatte die Moderatorin auch dieses Mal bei den Hinweisen offenbar ganz genau hingehört und klug kombiniert.

"Der Panther ist Stefanie Hertel", legte sie sich früh fest - also schon vor ein, zwei Folgen, als in einem Einspieler gezeigt wurde, wie die lasziv-luftig gekleidete Catwoman mit 60 Punkten ein Motorrad-Grand-Prix-Rennen gewinnt - und die Schlussfolgerung auf Stefanie Hertels Sieg beim Grand Prix der Volksmusik 1992, ebenfalls mit 60 Punkten, im Nachhinein recht nahe lag.

Ruth Moschner sollte Recht bekommen: Es musste aber erst 23.20 Uhr werden, bis sich der Panther seines schwarzen Kopfschmuckes entledigte und die langen, blonden Haare fallen ließ.

Es folgte erleichterter Jubel im Publikum - zumindest bei den älteren Zuschauern stellte sich der Wiedererkennungseffekt ein. Stefanie Hertel, ja mei! Das ist doch das fesche Madel, das so schöne Schlager und Volkslieder singt, gell!

Ist er der Grashüpfer: Gil Ofarim redet über "The Masked Singer"

Gil Ofarim (36) äußert sich zu seiner vermeintlichen The Masked Singer-Teilnahme! Seit Show-Beginn verdächtigen viele Zuschauer den Sänger, unter dem Grashüpfer-Kostüm zu stecken. Und auch Promi-Kollegen wie Cathy Hummels (31) haben ihn im Verdacht. Doch der Musiker dementiert das vehement: "Ich wäre gerne dabei, aber du musst mir erklären, wie ich es schaffe, gleichzeitig im Tonstudio zu sein", erklärt er im Interview mit Promiflash.

Gesehen hatten die Zuschauer Stefanie Hertel so allerdings noch nie: Statt im Dirndl zeigte sie sich im hautengen Catsuit. "Ein rattenscharfes Gestell", zollte Ruth Moschner ihre Moderationskollegin Respekt. Hertel selbst hatte in den Hinweisen immer wieder gesagt, es sei das erste Mal, dass sie sich so sexy präsentiere.

Noch dazu mit Songs, die fernab ihres gewohnten Genres lagen. Sie habe aber auch einmal zeigen wollen, wie wandelbar sie ist. "Es gibt immer noch Menschen da draußen, die mich nicht richtig einschätzen", sagte sie. Die Enttarnung fand noch dazu an ihrem 40. Geburtstag statt, bei gefühlten 50 Grad im Studio. Vom Publikum gab es immerhin ein Geburtstagsständchen, angeleitet von einem sehr euphorischen Matthias Opdenhövel.

Gastjuror Sasha schwer begeistert

Hertel hatte sich für das Halbfinale gleich zwei ganz dicke Brocken vorgenommen: Die Ballade "Memory" aus dem Musical "Cats" und Alicia Keys' Hit "Girl On Fire". "Der Panther singt 'Memory' besser als der ganze Musical-Cast", hieß es lobend auf Twitter. Weniger wohlmeinende User kritisierten: "Der Panther singt zu schlecht für Stefanie Hertel."

Aber Gast-Juror Sasha war vom Auftritt der 40-Jährigen hin und weg. "Das ist auf jeden Fall jemand mit einer klassischen Gesangsausbildung", sagte er anerkennend.

Noch mehr Lob sahnte erneut der Mann im Glitzeranzug ab: der Astronaut, unter dessen Helm Sänger Max Mutzke vermutet wird. "Mich hat es an der Gänsehaut aus dem Stuhl gezogen", beschrieb Sasha seinen Gefühlszustand nach dem Auftritt. Der Gastjuror hielt sich ansonsten angenehm mit wirren Prognosen zurück.

Dafür gibt es ja die altbekannte Stammcrew. Moschner etwa tippte nach dem Vortrag des Monsters ausgerechnet auf US-Schauspielerin Lindsay Lohan. Eine fließend Deutsch sprechende Lindsay Lohan, die für den Britney Spears-Song "Crazy" nach eigenen Angaben (auf Deutsch) "fleißig Englisch gepaukt hat" - klingt logisch?!

Kudu rockte das Haus

Nicht minder verrückt: Jury-Kollege Max Giesinger vermutete sowohl hinter dem Kudu als auch dem Grashüpfer den Schauspieler Tom Beck.

Hinter der Maske des Kudu könnte sich der äußerst sportliche Moderator Daniel Aminati verstecken. Denn: Der Kudu zeigte auch bei tropischen Temperaturen keinerlei Anzeichen von Erschöpfung - und das, obwohl er eine schweißtreibende Performance hinlegte. Zu einem Medley aus Eminem's "Lose Yourself" und "Jump Around" von House of Pain tobte er kreuz und quer über die Bühne.

Der Engel (Bülent Ceylan?) entschied sich für eine naheliegende Songauswahl: Er gab Rammsteins "Engel" zum Besten. Der stylishe Grashüpfer (Gil Ofarim?) verhunzte dann noch "Creep" von Radiohead.

Bald hat das Rätseln ein Ende. Am 1. August kämpfen Kudu, Monster (Evelyn Burdecki?), Grashüpfer, Engel und der Astronaut im Finale von "The Masked Singer" um den Sieg - dann werden endlich auch die restlichen Masken fallen. (tsch)

Teaserbild: © ProSieben/Willi Weber