Frank Buschmanns Spielshow "The Wall" geht in die zweite Runde: In vier neuen Folgen können Kandidaten mit Quizfragen und etwas Glück Geld gewinnen. In einer aufregenden Runde kassieren zwei sympathische Damen viel Geld, während ein junges Paar mit Pech und zu vielen falschen Antworten kämpft.

Eine Kritik
von Christian Genzel, Freier Autor

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Es ist beinahe ein perfektes Spiel, das Katharina und Christina hinlegen. Die beiden junggebliebenen Freundinnen müssen sich zwei Fragen lang aufwärmen - und kassieren dann in einem fast perfekten Lauf knapp eine halbe Million Euro.

Christina erklärt zu Beginn, dass sie gerne einmal auf die Fashion Week nach Berlin fahren würde - und Frank Buschmann verspricht ihr, ihr selbst im Falle des Totalverlusts die Reise zu bezahlen. "Es sieht aber momentan so aus, als müsstest du selber zahlen", feixt er einmal während des Spiels.

Wie in der letztjährigen Staffel nützt bei "The Wall" alles Quiz-Wissen nichts, wenn das Glück nicht mithilft. In verschiedenen Runden purzeln die Bälle die Spielwand herab und landen bei Geldbeträgen zwischen 1 und 200.000 Euro - aber manche geben Gewinn, während andere Geld vom Konto abziehen.

Gut geraten, gut gewonnen

Katharina und Christina haben alle Sympathiepunkte auf ihrer Seite. Christina hakt sich bei jedem Balleinsatz nervös in Buschmanns Arm ein und wagt es kaum, hinzuschauen - und umarmt den Moderator jedes Mal herzlich, wenn sie wieder Glück hatte.

Katharina geht in die "Isolation", wo sie die Quizfragen beantworten muss, ohne mitzukriegen, wie viele Bälle ihre Partnerin auf die Antwort setzt - oder ob die Antworten überhaupt richtig sind. Ganz pragmatisch überlegt sie bei jeder Frage und schafft es, die meisten Antworten schlicht zu erraten.

Wie die Hauptfiguren von "Die Tribute von Panem" heißen, ist da beispielsweise gefragt. Katharina, die die Reihe nicht kennt, setzt ganz richtig auf Katniss und Peeta: "Die klingen am exotischsten". Ebenso errät sie, welche Automobil-Erfindung Prinz Heinrich von Preußen 1908 zum Patent anmeldete: den Scheibenwischer. Handbremse, Rückspiegel und Blinker hätten auch zur Auswahl gestanden.

Die roten Bälle, bei denen manche tausende von Euro verlieren, bescheren den Ladies in der zweiten Runde tatsächlich nur 101 Euro Verlust – und so schaffen es die Freundinnen auf einen Gewinn von insgesamt 490.159 Euro.

Sie liefern damit das dritterfolgreichste Spiel in der Geschichte der Show ab: In der allerersten Folge vom 1. Juli 2017 kassierte das Vater-Sohn-Gespann Magnus und Dirk Hasenfuss satte 705.232 Euro, in der fünften Sendung vom 29. Juli 2017 erhielten Michael und Timur Schroeder stramme 562.502 Euro.

Auf und Ab im zweiten Spiel

So erfolgreich sind die zweiten Kandidaten des Abends nicht: Bei Luise und Jörn, einem jungen Paar aus Berchtesgaden, schwankt das Spiel zwischen schönsten Erfolgen und fiesem Pech.

In der ersten Runde erspielen die beiden souveräne 12.135 Euro - und verlieren das ganze Geld in der zweiten Runde wieder, weil Luise alle drei Quizfragen falsch beantwortet. Gefragt wurde nach der Anrede für eine US-Präsidentin ("Madam President"), dem Einsatzort der Raumsonde Cassini (Saturn) und dem europäischen Ort mit dem reichsten Monarchen (Liechtenstein, nicht die ebenfalls zur Auswahl stehenden Luxemburg oder San Marino).

Zu Beginn der dritten Runde kassiert das Pärchen mit vier grünen Bällen dafür eben mal knapp eine halbe Million - eine Summe, die sich dann dank einer weiteren falschen Quizantwort und viel Verlust mit den roten Bällen wieder rapide verkleinert. Am Ende gehen die beiden immerhin mit 120.108 Euro heim - für ein, zwei schöne Abende sollte das ja auch reichen.

Drei weitere Folgen der munteren Show mit dem gut aufgelegten Buschmann stehen noch an, die nächste läuft am Freitag, den 10. August, um 20.15 Uhr auf RTL.