Experte Sven Deutschmanek, Horst Lichter, Verkäufer Dagmar und Frank
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Sowohl Horst Lichter als auch "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek sind von der Waage mit beachtlichem Gewicht angetan. Dem Wunschpreis des Verkäufers muss der Experte jedoch vehement widersprechen ...
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Frank aus Bonn, der von seiner Frau Dagmar begleitet wird, erzählt: "Diese Waage ist aus dem Lebensmittelladen von meiner Urururgroßtante aus Bad Godesberg." Seit Schließung des Ladens verstaubt sie im Keller.
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"Die haben nicht nur diese Aufschnittmaschinen gemacht, sondern auch normale Waagen produziert", kennt sich Sven Deutschmanek mit dem Hersteller Berkel bestens aus.
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Er erklärt, dass einige Teile aus England stammen: "Es gab auch eine Dependance in London."
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Der untere Teil kommt jedoch aus Holland. "Damit wurden lose Waren gewogen, sprich: Kaffee, vielleicht sogar Gewürze", erklärt Deutschmanek den Verwendungszweck.
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Das fortgeschrittene Alterungs-Krakelee führt an der Neigungswaage zu Kratzern und Abplatzungen. "Man müsste sie komplett neu lackieren", schlägt der Experte vor.
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Insgesamt findet er: "Das ist eine sehr interessante Waage, weil sie sehr alt ist." Horst Lichter will wissen: "Wie alt ist die?" Deutschmanek antwortet: "20er-, 30er-Jahre, denke ich mal."
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Dann fragt Lichter Frank und Dagmar: "Was möchten die zwei Herrschaften denn haben für dieses wunderbare patinierte Objekt?" Frank äußert vorsichtig seinen Wunsch: "Zweieinhalbtausend?"
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"Das halte ich für extremst übertrieben", kann Sven Deutschmanek den Wunsch nicht bestätigen. "Eine Waage in diesem Zustand ist gut bezahlt zwischen 150 und 250 Euro. Dann ist absolut Feierabend." Das schwere Ding soll weg, deshalb meint Frank: "Da lassen wir uns gerne drauf ein."
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In Julian Schmitz-Avila (l.) ist schnell ein Interessent gefunden: "Da wird mich meine Freundin für erhängen, aber die werde ich kaufen." Anaisio Guedes (r.) zeigt sich ebenfalls kaufwillig: "Ich bin vom Sternzeichen her Waage."
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Schmitz-Avila bietet mit 210 Euro jedoch die höhere Summe: "Bei Küchengeräten oder der Firma Berkel muss ich aber auch zuschlagen."
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Was außerdem verkauft wird: Der Collie aus Royal Copenhagen Porzellan aus der Zeit zwischen 1974 und 1978 wird auf 150 bis 200 Euro geschätzt.
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Das Interesse im Händlerraum ist groß, deshalb bekommt Elke Velten den Zuschlag erst bei 380 Euro.
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Die Stabbrosche aus Gold aus der Zeit zwischen 1890 und 1910 hat einen Schätzwert von 200 bis 220 Euro.
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Da das Schmuckstück durch eine Zinnlötung leicht beschädigt ist, bleibt Liza Kielon mit 160 Euro die Höchstbietende.
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Die zwei WMF-Kandelaber aus der Zeit um 1910 haben einen Wert von 300 bis 500 Euro.
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"Ich wohne in einem Haus aus dem Jugendstil, ich finde ein Pärchen immer super, Kerzenhalter gehen immer", begründet Julian Schmitz-Avila den Kauf für 300 Euro.
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Die Schweizer Taschenuhr aus Gold aus der Zeit um 1900 wird von der Expertin auf 5.000 bis 5.500 Euro geschätzt.
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So viel will jedoch niemand für die Uhr ausgeben, und so bekommt sie Julian Schmitz-Avila schon für 3.700 Euro.
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Die beiden "Javata Kaffee"-Werbeschilder aus Glas aus den 1950er- oder 60er-Jahren haben einen Gesamtwert von 200 bis 300 Euro.
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Als Österreicher möchte Wolfgang Pauritsch die Kaffeehaustradition zelebrieren und kauft die Schilder für 400 Euro.