Heftiger Gewitter und sintflutartige Regenfälle haben Österreich weiter im Griff. Auch in der Nacht auf Montag kämpften Gemeinden vor allem in Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark gegen die Wassermassen.

Überflutete Keller und unpassierbare Straßen – Österreichs Feuerwehren und Einsatzkräfte befinden sich seit Tagen im Dauereinsatz. Im besonders betroffenen Bezirk Gänserndorf waren laut dem ORF fast 450 Einsatzkräfte im Einsatz, um Keller auszupumpen und Straßen freizuräumen. Zudem wurden in Niederösterreich innerhalb von 24 Stunden rund 5.000 Blitze gezählt.

"In Prottes ist durch die ganze Ortschaft ein Bach geflossen, der eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Da ist eine Wohnsiedlung überschwemmt worden, der Keller war zum Teil bis zur Decke überflutet, zahlreiche Fahrzeuge sind beschädigt worden", sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker zum ORF Niederösterreich. Im Bezirk Lilienfeld wurde eine Brücke von den Wassermassen weggerissen. Auch in anderen niederösterreichischen Gemeinden zeigte sich ein ähnlich dramatisches Bild.

Ähnliche Situation in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark

In Salzburg rückten laut der Austria Presse Agentur (APA) insgesamt 745 Feuerwehrleute zu 139 Einsätzen aus. Bis zu 94 Liter Regen pro Quadratmeter wurden demnach in einigen Salzburger Regionen verzeichnet. In der Steiermark machten Muren Straßen teilweise unbefahrbar; ein Fahrstreifen der A9 Pyhrnautobahn musste laut der "Krone" wegen Überflutung gesperrt werden.

Dramatisch war die Wettersituation in der Nacht auf Montag auch in Oberösterreich. Wie der ORF Oberösterreich berichtet, waren vor allem das Innviertel und das Seengebiet betroffen. Im Bezirk Braunau am Inn musste ein Campingplatz teilweise evakuiert werden.

Wetteraussichten für die kommenden Tage

In den kommenden Tagen erwartet uns erneuet wechselhaftes Wetter: Am Montag regnet es laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vor allem im Osten Österreichs. Richtung Westen und Südwesten scheint häufiger die Sonne, bevor es am Nachmittag auch dort nass wird.

Am Dienstag zeigt sich im äußersten Osten die Sonne. Besonders am Nachmittag sind laut ZAMG Regenschauer mit Schwerpunkt im Berg- und Hügelland möglich. Trotzdem soll es hingegen im Donauraum und im Osten bleiben.

Am Mittwoch setzt sich zunehmend die Sonne durch, Regen bleibt auf die Alpennordseite beschränkt.