Laut einer aktuellen Umfrage verlieren die Regierungsparteien enorm an Vertrauen. SPÖ und ÖVP würden gemeinsam nur bei 44 Prozent liegen - das bekommen auch ihre Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl zu spüren.

Die rot-schwarze Koalition erreicht laut einer aktuellen Umfrage neue Tiefstwerte. ÖVP und SPÖ kommen auf jeweils nur 22 Prozent. Die Freiheitliche Partei verbucht dagegen 32 Prozent für sich. Die Grünen liegen bei 15 Prozent, die NEOS bei 7 Prozent.

Auch im Hinblick auf die Bundespräsidentenwahl schneiden die Kandidaten der Regierungsparteien schlecht ab. Der als unabhängiger Kandidat antretende Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen liegt der Umfrage zufolge mit 27 Prozent auf Platz eins.

Dahinter reiht sich Norbert Hofer (FPÖ) mit 24 Prozent ein, gefolgt von Irmgard Griss mit 19 Prozent. SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer kommt auf 14 Prozent, Andreas Khol von der ÖVP auf 12 Prozent.

Weit abgeschlagen ist Richard Lugner: Er liegt auf dem letzten Platz. Lugner führt dafür mit 59 Prozent und großem Abstand bei der Frage, wer auf keinen Fall Präsident werden darf.

"Richard Lugner hat keine Chance, in die Stichwahl zu kommen", urteilt Meinungsforscher Peter Hajek, der die Umfrage durchgeführt hat. "Alle anderen Anwärter haben bei steigender Mobilisierung zumindest noch theoretisch die Möglichkeit."

Hofer liegt knapp hinter Van der Bellen

Hayek warnt dennoch vor voreiligen Schlüssen im Rennen zwischen dem unabhängig-grünen und dem blauen Kandidaten.

"Van der Bellen liegt zwar auf Platz 1, Hofer ist ihm mit 24 Prozent allerdings auf den Fersen." Die Frage sei unter anderem, "ob sich die FPÖ-Wählerinnen und Wähler ausreichend zu Hofer bekennen".

70 Prozent der Befragten gaben an, am 24 April sicher wählen zu gehen. Der Anteil der Unentschiedenen ist zurück gegangen – 20 Prozent sind sich nicht sicher, für wen sie ihre Stimme abgeben werden.

Meinungsforscher Hajek befragte vergangene Woche 700 wahlberechtigte Österreicherinnen und Österreicher. Beauftragt wurde die Umfrage von ATV. (rs)