ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka hat sich offen für Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer ausgesprochen. Parteichef Reinhold Mitterlehner wirft Lopatka "Illoyalität" vor und hat ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Klubchef angekündigt.

Innerhalb der ÖVP gehen derzeit die Wogen hoch. Grund dafür ist Reinhold Lopatkas Bekenntnis zu Norbert Hofer. Der ÖVP-Klubobmann hatte sich kürzlich für den Bundespräsidentschaftskandidaten der Freiheitlichen Partei ausgesprochen. "Er ist für mich der bessere Kandidat", sagte Lopatka der "Krone".

Hofer und Van der Bellen legen ein letztes Mal ihre Positionen dar.

"Klarer Fall von Illoyalität"

Lopatkas Empfehlung sei "ein klarer Fall von Illoyalität", sagte Parteichef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten". Der ÖVP-Chef kündigte zudem "ein Vier-Augen-Gespräch mit offenem Ausgang" an. Lopatka hatte sich in der Vergangenheit mehrfach gegen seine Partei gestellt und offen Kanzler Christian Kern und die Linie der Regierung kritisiert.

Die offizielle Linie der Partei - nach dem Ausscheiden des ÖVP-Kandidaten Kohl - für den Wahlkampf lautet, dass keine Empfehlungen abgegeben werden. Mitterlehner selbst hatte zuletzt Sympathie für Alexander Van der Bellen bekundet. (rs)