Ihre Abschlussfeiern wurden wegen Corona abgesagt, doch japanische Grundschüler fanden einen ebenso kreativen wie ungewöhnlichen Weg, die Zeremonie doch noch abzuhalten - in der virtuellen Minecraft-Welt. Das Beispiel könnte Schule machen ...

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Ein anderes Beispiel für den kreativen Umgang mit Minecraft: "The Uncensored Library" ist ein "Minecraft"-Bau, der kritische Artikel und Schriften zugänglich macht, die in manchen Ländern der Zensur zum Opfer fielen.

Auch hierzulande werden die letzten offenen Schulen noch in dieser Woche zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen. In Japan ist das bereits seit Ende Februar und bis Ende der Frühlingsferien der Fall. Dort bringt diese Maßnahme allerdings eine zusätzliche Problematik mit sich: Das Schuljahr endet in Japan bereits im März. Durch die Quarantäne fallen also Abschlusszeremonien aus, die eine bleibende Erinnerung im Leben jedes Schulabgängers darstellen sollen.

Japanische Grundschüler fanden eine ungewöhnliche und kreative Lösung, diese feierlichen Momente doch noch für die Ewigkeit festzuhalten: Die Kinder bauten in Minecraft, dem meist gespielten Game der Welt, mit viel Liebe zum Detail ihre Schulhalle nach, die auch in der Realität als Veranstaltungsort angedacht gewesen wäre. In der digitalen Version ihrer Schule ließen die Kids dann ihre Minecraft-Charaktere stellvertretend ihre ehrenvolle Zeremonie feiern.

Das Beispiel mit Minecraft könnte Schule machen

Ein Video des Twitter-Users "backyennew" lieferte einen Einblick in die ungewöhnliche Abschlussfeier. Die Zuschauer waren voll des Lobes für den kreativen Problemlösungsansatz. Die Idee sei ein gutes Beispiel dafür, dass Videospiele auch in der Wirklichkeit einen gesellschaftlichen Nutzen hätten, war eine Feedback-Meinung. Ein anderer User meinte, diese ungewöhnliche Abschlussfeier sei derart einzigartig, dass sie den Schülern vielleicht intensiver in Erinnerung bleiben könnte als es eine übliche Zeremonie vermocht hätte.

Ob dieses Beispiel im wahrsten Sinne des Wortes auch bei uns Schule machen wird? Fest steht, dass in Zeiten der Corona-Krise viele Gamer noch mehr Zeit in virtuellen Welten verbringen. Und ebenso sicher werden dabei auch kreative Projekte entstehen, die für Aufsehen sorgen werden. Not macht bekanntlich erfinderisch...  © 1&1 Mail & Media/teleschau