So zuversichtlich waren die Österreicher schon lange nicht mehr. Wie kommt das? Laut den IMAS-Marktforschern ist dafür vor allem der Blick auf drei Themen verantwortlich.

Optimismus! Mit diesem schönen Wort lässt sich die derzeitige Stimmung der Österreicher wohl am besten beschreiben.

Beim Marktforschungsinstiut IMAS nennt man das Ergebnis der alljährlichen Umfrage sogar "überdurchschnittlich", wenn es um Optimismus im Langzeittrend seit 1972 geht.

Laut der Neujahrsumfrage des Instituts war die Bevölkerung seit 2013 nicht mehr so zuversichtlich wie jetzt.

Ergebnisse der Umfrage im Detail

  • Die Zuversicht der Österreicher hat binnen eines Jahres um neun Prozentpunkte zugelegt.
  • Seit 2015 hat sich der Anteil an Personen mit einem besorgten Blick in die Zukunft halbiert.
  • Die Optimisten überwiegen heuer gegenüber den Pessimisten im Verhältnis von 47 zu 39 Prozent (Rest auf 100 Prozent: "kein Urteil").

So beschreiben Österreicher ihre Stimmung

  • 23 Prozent (minus zwei Prozentpunkte seit 2016): skeptisch
  • 16 Prozent (minus elf Prozentpunkte seit 2016): ausdrücklich besorgt.
  • Knapp jeder Zweite bezeichnet die Stimmung als zuversichtlich.

Wer mit Skepsis auf 2018 blickt, hat diese Motive:

  • Politische Stimmung negativ - 30 Prozent
  • Einkommenssituation - 21 Prozent
  • Ungewissheit und Zukunftsangst - 15 Prozent
  • Persönliche Situation - 13 Prozent
  • Steigende Kriminalität und Gewalt - 12 Prozent

Wer zuversichtlich aufs neue Jahr blickt, tut das aus diesen Gründen:

  • Positive persönliche Stimmung und Situation - 46 Prozent
  • "Bin ein Optimist" - 28 Prozent
  • Arbeitsplatzsituation - 15 Prozent
  • Politische Stimmung positiv - neun Prozent
  • Wirtschaftslage - acht Prozent

Vor allem junge Befragte sehr optimistisch

"Insgesamt ist der aktuelle Befund in der Zeitreihe der letzten 46 Jahre überdurchschnittlich positiv", heißt es in der Analyse der IMAS-Meinungsforscher.

"Besonders optimistisch sind vor allem jüngere Personen, Menschen mit höherer Bildung und Angehörige der höheren sozialen Schichten", heißt es in ihrem Bericht. Eher besorgt seien "Personen ab 60 Jahren, einfache Arbeiter und Frauen".

Blick auf drei Themen grundlegend verändert

Ein interessantes Detail: In den vergangenen Jahren war die Zunahme der Ängste stark von Terror, Flüchtlingskrise und Arbeitsplatzsituation geprägt war.

Diese Faktoren sind laut den Meinungsforschern heuer "viel schwächer ausgeprägt", womit sich insgesamt der Rückgang der Sorge begründet.

Befragt wurden bei der Neujahrsumfrage 1.050 Österreicherinnen und Österreich ab 16 Jahren im Zeitraum von 9. November bis 1. Dezember 2017 .

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