Am Donnerstag fand in der Wiener Staatsoper der 62. Opernball statt - und natürlich war auch Baumeister Richard Lugner wieder dabei und hatte die TV-Kameras im Schlepptau. Neben seinem Stargast Melanie Griffith, über den er leider nicht viel weiß, war aber noch eine weitere wichtige Person an seiner Seite.

"Ich hatte einmal eine, die wollte ich unbedingt haben", erklärt Baumeister Richard Lugner bei der Pressekonferenz zur Bekanntgabe seines diesjährigen Stargasts. "Das war die … ahhh …", überlegt er dann. Schall und Rauch.

Überhaupt hat er es gerade nicht so mit den Namen. Immerhin erinnert er sich, wen er dieses Jahr eingeladen hat: Melanie Griffith. Was die so macht und warum die bekannt ist, will ihm dagegen nicht so recht einfallen.

Eine Information hat er zumindest für die neugierige Presse: Griffith ist 60 Jahre alt. Wohl aus Höflichkeit tun einige Journalisten so, als würden sie Notizen machen.

Stargast Simona Weiß

Der eigentliche Stargast des Opernballs 2018 ist für den 85-jährigen Lugner ohnehin offenbar jemand ganz anderes: eine große blonde Dame namens Simona Weiß aus Augsburg.

Sie wirkt zu elegant für Mörtel und ist ihm mit ihren 33 Lenzen womöglich auch zu erwachsen. Er hat noch keinen Tiernamen für sie, aber will sie als "girlfriend" vorstellen. Sie dagegen überlegt, was "Bekanntschaft" auf Englisch heißt.

Lugner lernte sie schon vor über zehn Jahren kennen, als er gerade von seiner vierten Frau "Mausi" geschieden war. Zum Glück war auch damals das Fernsehen dabei, weshalb wir nostalgische Bilder von einem Yachtausflug sehen, bei dem zwei blonde Bikinischönheiten über das Deck tanzen. Eine davon war die junge Simona.

Das fortschreitende Alter des Baumeisters stört Simona jedenfalls kein bisschen. "Er sieht noch genauso gut aus, er sieht noch genauso jung aus", schwärmt sie und bezeichnet Mörtel als "Partytiger". Der Lebenserwartung nach wäre er ja wohl eher eine Party-Riesenschildkröte.

In Sachen Stargast kann Simona dem Gastgeber jedenfalls hilfreich unter die Arme greifen und verfehlt dabei nur ganz knapp die mögliche Höchstpunktzahl.

"'eMail für dich', da hat sie doch mitgespielt?", überlegt sie. "Mit dem Mel Gibson?" Nicht ganz: Es waren Tom Hanks und Meg Ryan, und letztere war schon 2010 Stargast von Lugner - oder war das Dieter Bohlen?

Stargast Melanie Griffith

Griffith, die 1988 mit "Die Waffen der Frauen" ihren Durchbruch hatte, zweimal mit Don Johnson sowie einmal mit Antonio Banderas verheiratet war und derzeit mit "The Disaster Artist" wieder im Kino zu sehen ist, ist für Lugner jedenfalls eine gute Wahl. Sie wird von ihm mit den drei "Ps" gelobt: Pflegeleicht, pünktlich, perfekt.

Viel Konversation kommt, wie schon in allen Jahren zuvor, mit dem amerikanischen Gast aber nicht zustande, weil sich Lugner nur durch die nötigsten Sätze radebrechen kann. "Dis is de Ohstriehn himm", erklärt er ihr, als die Nationalhymne beginnt.

Sie nimmt es nicht krumm und redet exakt das, was man von Stars auf gesellschaftlichen Events erwartet: Amazing! Lovely! Beautiful! Einmal läuft sie aus der Loge und wird von Photographen belagert, und dann flüstert sie Lugner zu, wohin sie eigentlich will. "Sie muss aufs Klo", erklärt er den Medienvertretern ganz charmant.

Gesellschaftliche Nettigkeiten

Nicht einmal das Auftauchen von Ex-Frau Cathy Lugner kann die "Lovely"-Stimmung ruinieren. Als Reporterin für Oe24 hält sie Melanie das Mikro unter die Nase und erklärt ihr, dass alle ganz begeistert von der Schauspielkunst von Melanies Tochter Dakota Johnson sind.

Melanie liebt ihren Nachwuchs sicher, hätte sich aber womöglich auch über ein Kompliment zur eigenen Karriere gefreut.

Nach vollbrachtem Abend steigt Melanie auch schon wieder in die Limousine ein. Lugner meint, dass sie bald mal telefonieren sollten: "Sometime we talk phone". "Okay", lächelt sie und macht sich aus dem Staub.

Es bleibt Lugner noch ein Tanz mit Simona, die er kurz zuvor noch mit einem netten Chirurgen namens Dr. Worseg bekanntgemacht hat - "der aus deinem Busen ein Wunderwerk machen würde". Er bleibt eben im Herzen ein alter Romantiker.