Nur noch kurz die Welt retten: Tom Hanks schlüpft im Kinofilm "Inferno" zum dritten Mal in die Rolle des Symbologen Robert Langdon. Ein Leichtes für den Hollywood-Star, könnte man meinen. Doch beim Dreh musste der 60-Jährige oft rennen wie von der Tarantel gestochen – und es auch mit "Todesfallen" aufnehmen.

Unser Redakteur hing mit dem Autor am Set von "Inferno" herum.

"Inferno" ist die dritte Verfilmung eines Buches aus der Robert-Langdon-Reihe, geschrieben von Bestsellerautor Dan Brown. Am 13. Oktober läuft der Film in den deutschen Kinos an.

Im Film muss der Symbologe Langdon, gespielt von Tom Hanks (60), einen Wahnsinnigen aufhalten, der die Welt mit einem Krankheitserreger infizieren will. Außerdem ist ihm ständig irgendjemand auf den Fersen. Das bedeutet: jede Menge Rennerei.

Tom Hanks und die "Todesfallen" von Florenz

"Während des Drehs sind wir wirklich sehr viel gelaufen", sagte Hanks bei einer Pressekonferenz in Florenz, als der Film noch gedreht wurde. "Ich mit meinen flachen Schuhen hatte Glück, als ich über die vielen Stufen in Florenz laufen musste. Das sind kleine Todesfallen."

Seine Filmpartnerin Felicity Jones (32), die die Rolle der Dr. Sienna Brooks spielt, habe deutlich mehr zu kämpfen gehabt. Sie lief mit High Heels über das Steinpflaster von Florenz. "Was wirklich hart war", fügt sie hinzu.

Die Schauspieler fanden es "großartig", bei den Dreharbeiten so viel Bewegung zu haben, so Jones. Beide seien begeisterte Läufer. Erst vor Kurzem joggte Hanks durch den Central Park in New York und crashte das Hochzeitsfoto eines frisch verheirateten Paares. Der Schnappschuss verbreitete sich schnell über die sozialen Medien.

Tom Hanks muss Rolle des Robert Langdon uminterpretieren

Beim Joggen im Central Park gesellte er sich zum Brautpaar aufs Bild.

Dass Hanks nach "The Da Vinci Code - Sakrileg" (2006) und "Illuminati" (2009) bereits zum dritten Mal die Figur des Robert Langdon verkörpert, sei für ihn "ein Luxus": "Wir mussten im Film nicht über die Vergangenheit sprechen. Man muss nicht mehr erklären, warum Langdon so viel über Symbologie weiß." Der Film habe dadurch ohne Umschweife erzählerisch beginnen können.

Dennoch habe sich Langdons Rolle in "Inferno" verändert. Der Wissenschaftler erwacht im Film mit Amnesie in einem italienischen Krankenhaus: "Es geht nicht nur darum, ein großes Rätsel zu lösen. Er muss zuerst die Frage beantworten: Warum bin ich überhaupt hier?"

Es sei deswegen für Hanks "viel haariger" gewesen, Langdon zu spielen, als in den ersten beiden Teilen: "Dieses Mal hat Langdon keine Antworten. Er weiß nicht einmal, was die Fragen sind."