ARD verschiebt Terror-"Tatort": Eigentlich sollte an Neujahr der Dortmunder Fall "Sturm" laufen, der mit einem Selbstmordattentat eines Islamisten endet. Mit Rücksicht auf die Opfer des Berlin-Anschlags verzichtet der Sender vorerst auf die Ausstrahlung.

Dieses Thema ist der ARD derzeit zu brisant: Die Erstausstrahlung des "Tatorts: Sturm" des Westdeutschen Rundfunks (WDR) wird vom 1. Januar 2017 um rund vier Wochen auf den 29. Januar verschoben. Das gab die ARD am Freitagnachmittag in einer Mitteilung bekannt.

Der Grund: Der Dortmunder Fall mit Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) erinnere zu sehr an den aktuellen Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. Der Krimi ende mit einem Selbstmordattentat eines Islamisten.

"Tatort": ARD zieht anderen Fall vor

"Natürlich muss ein 'Tatort' nah an gesellschaftlichen Realitäten sein", sagt Programmdirektor Volker Heeres: "Mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen 'Tatort' nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen."

Stattdessen zieht die ARD den "Tatort: Söhne und Väter" des Saarländischen Rundfunks (SR) vom 29. Januar vor.

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