Ein ganz Großer hat uns verlassen: Österreichs Ex-Vizekanzler Alois Mock (ÖVP) ist mit 82 Jahren verstorben. Weggefährten und Politiker reagierten tief betroffen.

Nach dem Tod des ehemaligen Außenministers und Vizekanzlers Alois Mock reagierten Politiker in Österreich betroffen.

Alexander Van der Bellen: "Großer Europäer"

„Österreich verliert mit Alois Mock einen Staatsmann, der vor allem als langjähriger Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten den Weg Österreichs in die EU mit großer Leidenschaft und Hingabe vorangetrieben und durchgesetzt hat. Er war damit ein Vater des EU-Beitrittes unseres Landes und ein großer Europäer. Mein Mitgefühl gehört seiner Witwe Edith Mock, die ihn Jahrzehnte hindurch begleitet und ihm auch in den Jahren seiner schweren Krankheit zur Seite stand“, so Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Sebastian Kurz: "Vorbild für uns alle"

"Wir verlieren mit ihm einen zutiefst verantwortungsbewussten Menschen, eine überzeugende Persönlichkeit, einen großen Österreicher und einen glühenden Europäer", so Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

"Das Ableben unseres Ehrenparteiobmannes der Volkspartei und ehemaligen Vizekanzlers sowie Außenministers ist ein großer Verlust für uns alle. Alois Mock hinterlässt eine große Lücke in seiner politischen Familie, in Österreich und Europa. (...) Die Erinnerung an sein Wirken und der Respekt vor seinen Überzeugungen sind auch Vorbild und Auftrag für uns, Europa gestärkt aus der gegenwärtigen Krise herauszuführen. Unser tiefes Mitgefühl gehört in diesen schweren Stunden seiner Familie, im Besonderen seiner Frau Edith. Wir sind dankbar, dass wir ihn bei uns haben durften und werden ihn stets in bester Erinnerung behalten," so Kurz.

Johanna Mikl-Leitner: "Hingabe bleibt unvergesslich"

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) meinte zum Tod ihres näheren Landsmanns und Parteifreunds, Mock habe die Geschichte der Republik wesentlich geprägt und mitgeschrieben. Sein unermüdlicher Einsatz, seine politische Hingabe und seine Liebe zu Österreich und Europa würden unvergesslich bleiben.

Reinhold Lopatka: "Wahrer Staatsmann"

„Alois Mock hat die Volkspartei und auch Österreich durch Zielstrebigkeit und Weitsicht geprägt wie kaum ein anderer. Mit ihm verlieren wir einen überzeugten Österreicher, großen Politiker, wahren Staatsmann und eine der großen Persönlichkeiten unserer ÖVP“, zeigt sich Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka tief betroffen.

„Alois Mock war, ist und bleibt ein Vorbild für uns alle. Es waren die durch ihn gelebte Seriosität, Menschlichkeit, Disziplin, Anständigkeit, Beständigkeit und auch Herzensbildung, die über Partei- und Landesgrenzen hinaus bewundert und geschätzt wurden“, so der ÖVP-Klubobmann weiter.

Heinz-Christian Strache: "Stets den Dialog gesucht"

„Mit Alois Mock verliert Österreich einen Politiker, der unser Land entscheidend mitgeprägt hat“, erklärte FPÖ-Chef HC Strache zum Ableben des ehemaligen Außenministers. Alois Mock sei stets zu seinen Überzeugungen und Idealen gestanden und habe über Handschlagqualität verfügt. Mock sei ein Politiker der alten Schule gewesen, der stets den Dialog gesucht habe und einen respektvollen Umgang mit den politischen Mitbewerbern gepflegt habe. "Mein Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde allen seinen Verwandten und Freunden", so Strache.

ÖAAB: "Wird Österreich immer begleiten"

Mock habe stets nach festen Überzeugungen und Werten gelebt, mit staatsmännischer Weitsicht gehandelt und mit Hartnäckigkeit seine Ziele verfolgt, betonte ÖAAB-Obmann August Wöginger in seiner Würdigung.

Sein Lebenswerk werde Österreich und besonders den ÖAAB immer begleiten, schrieb er im Gedenken an den ÖAAB-Ehrenringträger Mock.