Während Michael Schumacher Sieg um Sieg einfuhr, zog Manager Willi Weber im Hintergrund die Fäden. In einem Interview hat er nun verraten, welchen Weg der siebenfache Formel-1-Weltmeister für sich und seinen Sohn Mick nach dem Ende der aktiven Karriere vorgesehen hatte.

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Michael Schumacher hatte offenbar einen geheimen Plan für die Zeit nach seinem Karriereende als Formel-1-Fahrer. Wie Willi Weber, der ehemalige Manager des siebenfachen Weltmeisters, gegenüber "motorsport-total.com" verraten hat, wollte Schumacher Manager seines Sohnes Mick werden.

"Michael war bestrebt, den Jungen in die Formel 1 zu bringen und ihn zu managen, so wie ich früher ihn gemanagt habe. Das wäre das Endergebnis aus der ganzen Geschichte gewesen. Das hätte ihm sehr gefallen", glaubt Weber.

Michael Schumacher: Schrecklicher Skiunfall veränderte alles

Und zugetraut hätte er dem Ausnahmefahrer diese Rolle durchaus. "Michael weiß ja alles. Mit welchen Teams er sprechen muss, er weiß, wie das alles geht. Weil er die Erfahrungen alle selbst gemacht hat. Das war schon sein Bestreben."

Der schreckliche Skiunfall im Dezember 2013 beendete diese Pläne vom Vater-Sohn-Gespann in der Formel 1 allerdings vorzeitig.

Weber: Schumacher-Sohn Mick "hat schwere Last zu tragen"

Der Hype um den inzwischen 20 Jahre alte Mick Schumacher ist dennoch enorm, dabei fährt der prominente Sohn erst im Rahmenprogramm der Formel 1. Mit dem Titel als Formel-3-Europameister und dem Aufstieg in die Ferrari-Akademie beflügelte der Filius des Rekordweltmeisters die Träume vom nächsten Schumacher in der Königsklasse.

Keine einfache Situation, findet Weber: "Mick hat mit diesem Vater eine schwere Last zu tragen. Man vergleicht ihn immer mit Michael und sagt: 'Der heißt Schumacher, der muss das gleiche Ergebnis bringen wie sein Vater.' Das ist natürlich eine Riesenbelastung für den Jungen."

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Das tragische Schicksal seines ehemaligen Schützlings bewegt Willi Weber, der bis 2010 die Interessen des Kerpeners als Manager vertrat, bis heute.

"Ich habe nach dem Unfall drei Monate gelitten wie ein Hund", erklärt Weber: "Die Leute sprechen mich an, egal wo ich bin: 'Sie sind doch der Weber, wie geht's dem Schumacher?' Da fängt das Ganze immer wieder von vorne an."

Weber will Schumacher irgendwann wieder umarmen

Der sehnlichste Wunsch des 77-Jährigen ist, "dass Michael schnellstens wieder auf die Beine kommt und ich ihn umarmen kann".

Michael hat er seit dem Unfall nicht mehr gesehen, Kontakt zur Familie hat Weber keinen mehr. Die Schuld dafür gibt er der heutigen Schumacher-Managerin Sabine Kehm: "Frau Kehm hat unser Verhältnis über die Presse komplett zerstört."