Am Samstag nehmen 1. und 2. Bundesliga ihren Betrieb wieder auf. Ob die Saison aber angesichts der anhaltenden Coronakrise tatsächlich zu Ende gebracht werden kann, steht weiterhin in den Sternen. Die DFL will den Vereinen nun den Plan für einen möglichen Saisonabbruch vorlegen.

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Kurz bevor am Samstag die Bundesliga mit Geisterspielen weitergeht, hat die Deutsche Fußball Liga einem Medienbericht zufolge ein Notfallszenario für den Fall eines Saisonabbruchs entworfen.

Sollte die Spielzeit aus rechtlichen Gründen nicht zu Ende gebracht werden können, solle die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden, berichtet die "Bild"-Zeitung (Artikel hinter Bezahlschranke). Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

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Vereine sollen abstimmen

Über diese Modalitäten wolle die DFL die 36 Klubs bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag abstimmen lassen, hieß es weiter. Den Vereinen sollen demnach nach Bundesliga und 2. Bundesliga getrennt zwei Papiere mit der Hoffnung auf Zustimmung vorgelegt werden.

Aktueller Bundesliga-Tabellenführer vor dem angestrebten Wiederbeginn an diesem Samstag ist der FC Bayern München, die direkten Abstiegsplätze belegen derzeit Werder Bremen und der SC Paderborn. Offen ist, was passiert, wenn Klubs eine unterschiedliche Anzahl an Spielen absolviert haben.

Denkbar wäre, dass sich die DFL dann an der Handball-Bundesliga orientiert. Diese hatte bei ihrem Abbruch im April eine Tabelle auf Basis der Quotientenregel erstellt. Dabei werden die Punkte, die ein Team bis zum Abbruch gesammelt hat, durch die Anzahl der absolvierten Spiele dividiert, mit 100 multipliziert und auf eine Stelle nach dem Komma gerundet. Haben zwei Teams nach dieser Rechnung denselben Quotienten, ist die Tordifferenz entscheidend.

DFL will provozierten Saisonabbruch verhindern

Dadurch, dass auch im Fall eines Abbruchs zwei Absteiger feststehen, will die DFL mutmaßlich verhindern, dass abgeschlagene Vereine einen Saisonabbruch provozieren in der Hoffnung, um den Abstieg herumzukommen.

Des Weiteren will die DFL, dass die Saison bis zum 30. Juni, notfalls aber auch im Juli abgeschlossen werden könne. Auch dieser Plan wird den Klubs zur Zustimmung vorgelegt. Zahlreiche Spielerverträge enden zum 30. Juni. Die DFL war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. (ska/dpa)

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