Bernadette Schild und Janine Flock zeigen sich unbeeindruckt vom Inhalt des Drohbriefs, der unter dubiosen Umständen an die Öffentlichkeit gelangt ist. ÖOC-General Peter Mennel spricht sich indes für einen besonnenen Umgang mit der Causa aus.

Bernadette Schild und Janine Flock sollten in Sotschi entführt werden - wischen aber jegliche Bedenken bezüglich ihres Aufenthalts in Sotschi vom Tisch. Im Gespräch mit der "Kronen-Zeitung" betonte die Skeletonpilotin Flock: "Ich mache mir keine Sorgen. Ich glaube nicht, dass ich Angst haben muss." Ähnlich äußerte sich auch ihre Kollegin Bernadette Schild: "Angst? Nein, habe ich nicht."

Der Generalsekretär des Österreichischen Olympische Komitees (ÖOC), Peter Mennel, vertritt dieselbe Meinung. Er lässt über die offizielle Website des ÖOC mitteilen, das Thema sei für ihn vorläufig erledigt. Die Causa werde nun vom Innenministerium behandelt. Aus seiner Sicht habe die Suche nach dem Informanten Vorrang. Für Karl Stoss, den Präsidenten des österreichischen Komitees, besteht ebenfalls kein Grund zur Besorgnis. In einem ORF-Interview unterstrich er vielmehr die hohen Sicherheitsstandards im Olympiadorf.

Benni Raich ist besorgt

Wo sich Sportlerinnen und Verband einig sind, sieht Skiläufer Benni Raich zumindest Anlass zur Vorsicht. Der Freund von Marlies Schild hätte seine Absagen für Eröffnungsfeier und Kombination zwar nicht von einer Drohung abhängig gemacht, hofft jedoch im Gespräch mit der "Krone", "dass man die Sache nicht so ernst nehmen muss, wie sie klingt".

Am Montag war in einem unverschlossenen Kuvert ein Drohbrief im Wiener ÖOC-Büro eingegangen. Bernadette Schild und Janine Flock sollten während der Olympischen Spiele in Russland entführt werden. Nachdem die Nachricht am Dienstag an die Öffentlichkeit gelangte, bekräftigte das ÖOC, dass Abreise und Aufenthalt der Sportlerinnen unbeeinflusst bleiben würden. Flock st mittlerweile in Sotschi angekommen, Schild wird kommende Woche folgen.