Kürzlich wurde bekannt, dass der an Demenz erkrankte Bruce Willis nicht mehr zu Hause lebt. Seine Ehefrau Emma spricht jetzt über die Kritik, der sie ausgesetzt ist - und mit der sich auch gerechnet hat.
Emma Heming
Genau darauf geht die 47-Jährige, die seit 2009 mit Willis verheiratet ist, jetzt in einem Video auf Instagram ein. Sie wollte dem Special einige Tage Zeit geben, bevor sie auf die öffentliche Reaktion zu sprechen komme, erklärt Heming Willis. Das US-Network habe ihrer Meinung nach großartige Arbeit geleistet, um das Bewusstsein für frontotemporale Demenz (FTD) zu schärfen und die Arbeit von Menschen ins Rampenlicht zu rücken, die sich um Personen mit der Erkrankung kümmern und diese betreuen.
Emma Heming Willis und "die beiden Lager"
Weiter erzählt sie, dass sie bereits gewusst habe, dass es nach dem Teilen ihrer persönlichen Lage "diese beiden Lager" geben würde: "Menschen mit einer Meinung gegen Menschen mit tatsächlicher Erfahrung". In den Kommentaren habe sie ein "perfektes Beispiel" dafür gesehen, wie schnell Leute mit einer Meinung Menschen, die andere pflegen, verurteilen. Viele müssten sich mit solch einem Urteil und solcher Kritik herumschlagen.
Darum geht es unter anderem auch in ihrem im September erscheinenden Buch "The Unexpected Journey: Finding Strength, Hope and Yourself on the Caregiving Path". Jenes soll im November unter dem Titel "Eine ganz besondere Reise" auf Deutsch erscheinen. "Nichts verändert eine Meinung so stark wie eine eigene Erfahrung", zitiert Heming Willis eine Therapeutin, die ihr dies einst gesagt habe. Und selbst wer solche Erfahrungen schon gemacht habe, kenne nicht die konkrete Situation in der betroffenen Familie.
"Kein Mitspracherecht und schon gar kein Stimmrecht"
"Die Wahrheit ist, dass die Meinungen so laut [...] sind", erklärt das Model weiter. "Aber wenn [die Menschen] keine Erfahrung damit haben, haben sie kein Mitspracherecht und schon gar kein Stimmrecht." Allzu oft würden Personen, die andere pflegen, "schnell und unfair von denen verurteilt, die diesen Weg nicht gegangen sind und nicht an vorderster Front dabei waren", schreibt sie im dazugehörigen Kommentar.
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Anfang 2023 hatte Willis' Familie öffentlich gemacht, dass bei ihm eine frontotemporale Demenz festgestellt worden war. Rund ein Jahr zuvor wurde bekannt gegeben, dass Bruce Willis aufgrund einer Aphasie, einer Sprachstörung, seine Karriere beendet. (wue/spot)