Vor etwas mehr als einem Monat hat Österreich gewählt. Wie eine aktuelle Umfrage von Unique research für das "profil" zeigt, sind die Wähler im Großen und Ganzen mit ihrer Entscheidung zufrieden - abgesehen von jenen der Liste Pilz.

ÖVP-Chef Sebastian Kurz würde auch heute wieder als strahlender Sieger der Nationalratswahl hervorgehen. Laut einer Umfrage von Unique research, die das "profil" in Auftrag gab, liegt er bei der Kanzler-Frage stabil auf dem ersten Platz.

Kurz und Kern legen zu, Strache verliert leicht

Seit September hat er sogar an Zuspruch gewonnen: Meinten damals noch 32 Prozent der Befragten, sie würden Kurz direkt zum Kanzler wählen, sind es diesmal 34 Prozent.

In der fiktiven Kanzlerfrage holt Christian Kern (SPÖ) allerdings auf: Nach 25 Prozent im September käme er nun auf 31 Prozent. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dagegen rutscht leicht ab von 16 auf 15 Prozent.

In der Sonntagsfrage bleibt die ÖVP unter Sebastian Kurz mit 32 Prozent weiter vor der SPÖ (28 Prozent). Die ÖVP blieb damit gegenüber dem Vormonat gleich, die SPÖ legte einen Prozentpunkt zu, die FPÖ verlor um zwei Prozentpunkte und liegt nun bei 24 Prozent.

Grüne würden Einzug schaffen

Die Liste Pilz halbierte den Zuspruch auf zwei Prozent. Drei Wochen nach der Nationalratswahl war Peter Pilz wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung zurückgetreten.

Bitter für die Grünen: Laut der Umfrage liegen sie aktuell bei sechs Prozent - und würden somit heute den Einzug in den Nationalrat schaffen. 33 Prozent der Befragten tut es leid, dass die Grünen nicht mehr im Nationalrat sind, satte 63 Prozent äußerten aber kein Bedauern.

Insgesamt sind die Österreicher aus heutiger Sicht großteils zufrieden mit ihrer Wahl, das zumindest geben 85 Prozent an. Nur sechs Prozent meinen, sich falsch entschieden zu haben, immerhin neun Prozent aber sind sich nicht sicher und antworten "weiß nicht".

Für die Umfrage wurden 500 Österreicherinnen und Österreicher befragt. Die Schwankungsbreite liegt bei plus/minus 4,4 Prozent. (af)

Peter Pilz hat sich entschuldigt - und einen kurzen Rückzug aus der Politik angekündigt, "um das Geschehene aufzuarbeiten". Egal, wie die Causa letztlich ausgeht: Etwas ist kaputt.