Der Trainer und der Sportdirektor, die ihn zu Borussia Mönchengladbach geholt haben, sind weg. Marvin Friedrich beschwert sich ungewohnt offen über die für ihn unerträgliche Situation am Niederrhein. Der Verein reagiert wenig begeistert. Friedrich droht eine interne Strafe.

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Abwehrspieler Marvin Friedrich hat sich über seine Situation bei Borussia Mönchengladbach beklagt.

Der 27-Jährige war vor gut einem Jahr vom damaligen Sportchef Max Eberl und dem damaligen Trainer Adi Hütter vom 1. FC Union Berlin verpflichtet worden. Unter dem aktuellen Trainer Daniel Farke spielt Friedrich indes keine Rolle. "Ich bin absolut unzufrieden mit der Situation und spüre null Komma null Vertrauen", sagte Friedrich der "Sport Bild".

Gladbachs Marvin Friedrich stürmt am 22. Oktober 2022 im Heimspiel gegen Frankfurt nach vorne
Gladbachs Innenverteidiger Marvin Friedrich stürmt am 22. Oktober 2022 im Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit dem Ball nach vorne. Zu diesem Zeitpunkt der Saison ist Friedrich Stammspieler und kommt zum sechsten Mal in der Spielzeit 2022/23 über 90 Minuten zum Einsatz. © picture alliance / DeFodi Images / Stefan Brauer

Zuletzt war bekannt geworden, dass Friedrich bereits im Winter wechseln wollte, Borussia dies aber abgelehnt habe. Dennoch kam der frühere Unioner in diesem Jahr nur auf wenige Minuten Spielzeit. In der Innenverteidigung sind derzeit Ko Itakura und Nico Elvedi gesetzt. Friedrichs Vertrag am Niederrhein läuft noch bis 30. Juni 2026.

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Marvin Friedrich drängt auf einen Vereinswechsel

"Ich bin vor einigen Wochen zum Trainer und Manager gegangen und habe ihnen meine Unzufriedenheit beschrieben. Beide haben Verständnis gezeigt, doch für mich hat sich nichts geändert", klagte Friedrich, der nun offenbar im Sommer wieder auf einen Wechsel drängt: "Für mich muss sich was ändern. So kann es nicht weitergehen."

Die deutlichen Aussagen könnten für Friedrich noch ein Nachspiel haben. "Wir arbeiten das intern auf", teilte ein Klubsprecher auf Nachfrage mit, bestätigte Berichte über eine mögliche Geldstrafe oder Abmahnung aber nicht. (dpa/hau)

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