Alles wird anders bei "Germany's next Topmodel" - zumindest hat Heidi Klum das vor Beginn der Staffel versprochen. Die 14. Staffel ist am Donnerstag, 7. Februar, gestartet. Hier erfahren Sie, was neu ist, was vielleicht doch gleich bleibt und wie viele Möchtegern-Mannequins in der Auftaktfolge dabei sind.

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"Diese GNTM-Staffel wird eine ganz besondere für mich", sagt Modelmama Heidi Klum zu ProSieben. Auch wenn sie das in der Vergangenheit über fast jede Staffel gesagt hat, verspricht das Model-Casting im Jahr 2019 tatsächlich ein paar Änderungen, die es so noch nie gab.

Die größte ist mit Sicherheit, dass Heidi Klum diesmal keine feste Jury an ihrer Seite haben wird. Das erscheint fast als logische Konsequenz, denn in den vergangenen Jahren hat sie mehr und mehr deutlich gemacht, wessen Show "Germany's next Topmodel" ist - nämlich ihre.

Und so wird die 14. Ausgabe von GNTM zur Klum-Show. Erstmals sind Thomas Hayo und Michael Michalsky nicht mehr wöchentlicher Bestandteil des Castings. Beide wollen jedoch als Gast-Juroren vorbeischauen.

Auch die Gewinnerin der allerersten GNTM-Staffel, Lena Gercke, ist schon für diesen Job gebucht. Zu Beginn der ersten Folge holt Klum sie am Set der Musikshow "The Voice of Germany" ab, bei der das Model Co-Moderatorin ist.

Auf der Autofahrt zum Set witzeln die beiden über Lena Gerckes kleine Ohren und erinnern sich an ihren damaligen Sieg.

Es kann nur eine geben: „Germany's next Topmodel“, der Gefrierbrand im Kopf aller Eltern, die sich eine solide Ausbildung für ihre Kinder wünschen oder überhaupt eine Ausbildung, ist wieder da. Und so lief die Auftaktfolge im Überblick.

"Germany's next Topmodel": Justine ist Heidi Klum nicht unterhaltsam genug

GNTM 2019: Lena Gercke bringt Models den Catwalk bei

Lena Gercke wird den angehenden Mannequins zeigen, wie sich ein Model auf dem Catwalk bewegt.

"Es muss mega aufregend für die Mädchen sein", sagt die 30-Jährige, die 2006 zur Siegerin gekürt worden ist. "Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag bei 'Germany’s next Topmodel'. Ich war auch so wahnsinnig aufgeregt."

Statt Jasmin könnte bald eine andere auf dem Thron der Unbeliebtheit sitzen.

Auch neu ist, dass es kein großes Casting am Anfang der Staffel gibt. Heidi Klum hat ihre Top 50 bereits ausgesucht und sie nach Berlin eingeladen. Dort dürfen sie in Outfits von Michael Michalsky in einer alten U-Bahn-Station durch den Untergrund laufen.

Der "Bild" hat sie verraten: "Wir drehen jetzt seit kurz vor Weihnachten und haben gerade unsere Top Ten gekürt." Bis die im TV zu sehen sein werden, wird allerdings noch ein bisschen Zeit vergehen.

Wie auch schon in früheren Staffeln reist die Modelmama mit ihren Zöglingen um die Welt und trifft dort auf weitere Supermodels, Starfotografen und Designer: Gisele Bündchen, Winnie Harlow, Toni Garrn und Stefanie Giesinger sind nur ein paar der Namen.

Einer der interessantesten Auftritte dürfte sicherlich der von Moderator Thomas Gottschalk werden. Auch er wird als Gast-Juror neben Klum Platz nehmen.

Der Entertainer war es einst, der Heidi Klum 1992 als noch unbekanntes Model in seiner Late-Night-Show entdeckt hat.

Klum zu "Bild": "Wir haben drei Tage lang mit Thomas Gottschalk gedreht, was wirklich sehr besonders war. Er ist der absolut beste Entertainer und so authentisch. Und gerade auf Authentizität kommt es heutzutage an. Er saß lange mit den Mädels zusammen und konnte ihnen viel beibringen."

Diversity - Heidi Klum hat wieder Transgender-Kandidatin

Star-Fotograf Rankin ist einer von Heidi Klums Lieblingsfotografen und war in jeder Staffel zu sehen. Er ist diesmal wieder mit dabei, ebenso wie auch Kult-Desinger Wolfgang Joop. Die Folgen mit ihm sind meist legendär und amüsant.

Die Modelmama setzt erneut auf "Diversity", zu Deutsch: Vielfalt. So hat sie eine Transgender-Kandidatin und ein Curvy Model, das nicht Size Zero trägt, ausgewählt.

"Diversity spielt heute eine größere Rolle denn je", sagt Heidi Klum. Auch eine religiöse Inderin sowie die eine oder andere Zicke sollen für die nötigen Background-Geschichten sorgen.

Die Modelshow muss seit Jahren Kritik am vermittelten Rollenbild und Schönheitsideal von Frauen einstecken. Im vergangenen Jahr erlebte der Protest, auch durch die #MeToo-Debatte, eine neue Qualität.

Schülerinnen aus Hamburg sammelten mit einem Protest-Song massenhaft Klicks im Netz. Darin heißt es übersetzt: "Ich bin nicht Heidis Mädchen. Ich bin mehr als mein Aussehen."

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Stefanie Giesinger & Co.: Das machen die GNTM-Models heute

Nach 13 Staffeln: Nicht alle GNTM-Gewinnerinnen sind noch als Model unterwegs.

Auf die Quoten hatte das kaum Auswirkungen. Das Finale der 13. Staffel, das die dunkelhäutige Stuttgarterin Toni Dreher-Adenuga gewann, schauten 2,64 Millionen Zuschauer - mehr als im Jahr davor.

In diesem Jahr soll die Klum'sche Dauerpräsenz die Quoten positiv beeinflussen. Die Moderatorin aus Bergisch Gladbach ist nach ihrer Verlobung mit Tokio-Hotel-Gitarrist Tom Kaulitz ohnehin in aller Munde.

Da passt es gut, dass die Band mit "Melancholic Paradise" den neuen GNTM-Titelsong beisteuert. Hoffentlich wird der Titel des Songs nicht zum Motto für Heidis "Meeedchen"...

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Überraschung beim großem Umstyling - das gab es bei GNTM noch nie.

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Verwendete Quellen:

  • Pressemitteilung Pro Sieben
  • Bild: So gaga wird die neue GNTM-Staffel
  • dpa