Weil sich das Coronavirus in Italien rasant ausbreitet, beraten am Dienstag Italien, seine Nachbarländer und Deutschland über mögliche Maßnahmen. Unterdessen wurde auf der kanarischen Insel Teneriffa ein Tourist positiv auf das Virus getestet, ebenso Menschen in Österreich, der Schweiz und in Kroatien. Alle Entwicklungen im News-Blog vom Dienstag zum Nachlesen.

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  • 21:05 Uhr: Corona-Virus erreicht Baden-Württemberg
  • 14:50 Uhr: Die Lage hat sich in mehreren europäischen Ländern zugespitzt: In Österreich, der Schweiz und in Kroatien sind am Dienstag die ersten Corona-Fälle bestätigt worden.
  • 9:57 Uhr: Italiens Regierungschef Giuseppe Conte gibt einer Klinik die Mitschuld für die Ausbreitung des Coronavirus in seinem Land.
  • 8:20 Uhr: Inter Mailand spielt in Europa League vor leeren Rängen
  • Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen des Coronavirus in unserem News-Blog vom Mittwoch.

Erste Infektion in Baden-Württemberg bestätigt

21:05 Uhr: In Baden-Württemberg ist erstmals ein Patient nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstagabend mit.

Inzwischen elf Tote in Italien

20:35 Uhr: Frankreich hat zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Bei einem Betroffenen handele es sich um einen Franzosen, der sich zuvor in der italienischen Lombardei aufgehalten habe, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Dienstag. Bei der zweiten Person handele es sich um eine junge Chinesin, die Anfang Februar aus China zurückgekehrt war.

19:00 Uhr: Die Zahl der Toten und Infizierten mit dem neuen Coronavirus stieg am Dienstag in Italien weiter: Mittlerweile seien 322 Menschen angesteckt, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Abend. Die Zahl der Toten stieg demnach von sieben auf elf. Italien verzeichnet, seitdem am Freitag erste Fälle bekannt geworden waren, den größten Sars-CoV-2-Ausbruch in Europa.

18:30 Uhr: Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa ist am Dienstag ein zweiter Coronavirus-Fall bekannt geworden. Die Ehefrau des mit Sars-CoV-2 infizierten italienischen Touristen sei ebenfalls positiv getestet worden, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden.

Das Hotel, in dem das Ehepaar fast eine Woche lang Urlaub gemacht hatte, steht seit dem Morgen unter Quarantäne.

Luxushotel in Österreich abgeriegelt

Polizeibeamte vor dem Hotel in Innsbruck, in dem die infizierte Italienerin arbeitete.

17:37 Uhr: Das neuartige Coronavirus hat Österreich erreicht. Eine 24-jährige Frau und ihr gleichaltriger Freund seien positiv auf das Virus getestet worden, berichtete ein Sprecher der Klinik in Innsbruck (siehe auch 12:13 Uhr). Beide stammten aus dem Raum Bergamo in Italien.

Da die Frau als Rezeptionistin in einem Innsbrucker Luxushotel arbeitet, wurden Sicherheitsmaßnahmen getroffen: Das Hotel sei umgehend abgeriegelt worden, genauso ihr Wohnort, wie die österreichische Tageszeitung "Der Standard" berichtet.

Die beiden 24-Jährigen befänden sich aber in einem guten Zustand und seien schon wieder fieberfrei, erklärte der Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin in Insbruck, Günter Weiss. Die Behörden versuchen derzeit, alle Kontaktpersonen zu identifizieren, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

17:17 Uhr: Wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus ist die anstehende Eisenwarenmesse in Köln verschoben worden. Statt Anfang März soll die Messe erst im Februar 2021 stattfinden, wie die Kölner Messe am Dienstag mitteilte. Zuvor hatten bereits namhafte Aussteller wie das Befestigungstechnik-Unternehmen Fischer und der Werkzeughersteller Gedore ihr Kommen abgesagt. Nach Messe-Angaben waren ursprünglich etwa 3000 Aussteller in Köln erwartet worden, darunter rund 1200 Aussteller aus China.

Auch in Frankfurt entschied man wegen des sich ausbreitenden neuen Coronavirus, eine Veranstaltung zu verschieben: Die zunächst vom 8. bis zum 13. März geplante Messe für Licht und Gebäudetechnik Light + Building finde nun zwischen Mitte und Ende September 2020 statt.

15:59 Uhr: In der Schweiz gibt es den ersten bestätigten Fall von Coronavirus. Das berichten mehrere Schweizer Medien, die sich auf das Schweizer Bundesamt für Gesundheit berufen. Demnach sei eine Person positiv auf das Virus getestet worden. Der Fall trat im an der Grenze zu Italien gelegenen Kanton Tessin auf, wie die Kantonsverwaltung auf ihrer Website mitteilte.

15:16 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien hat die Deutsche Post die Zustellung von Paketen in den besonders betroffenen Regionen ausgesetzt. Sowohl die Abholung als auch die Zustellung der Sendungen auch über italienische Partner finde in den Gemeinden der besonders betroffenen Regionen derzeit nicht statt, teilte eine Post-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Anfrage mit.

Beim Briefversand arbeitet die Post mit Partnerfirmen vor Ort zusammen, für Pakete ist DHL weltweit - und somit auch in Italien - als Zusteller aktiv.

In Venetien und der Lombardei sind mehrere Kommunen abgeriegelt worden, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Sobald diese Notstandsmaßnahmen der Behörden aufgehoben würden, werde man auch den Betrieb wieder aufnehmen, hieß es von der Post

Lage in mehreren EU-Ländern zugespitzt

Soldaten mit Atemschutzmaske kontrollieren einen Autofahrer an einer Straßensperre vor der roten Zone von Turano Lodigiano, Italien.

14:50 Uhr: Die Lage hat sich in mehreren EU-Ländern zugespitzt. Italien ist aktuell mit Abstand das Land mit den meisten erfassten Fällen in Europa. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus ist nach einer neuen ECDC-Einschätzung für Europäer derzeit "niedrig bis moderat". Als "moderat bis hoch" schätzt das Zentrum das Risiko ein, dass sich Fälle wie derzeit in Italien auch anderswo häufen.

Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa ist nach einem bestätigten Sars-CoV-2-Fall ein großes Hotel praktisch unter Quarantäne gestellt worden (siehe 11:54 Uhr und 1:13 Uhr). Rund 1000 Touristen seien in dem Ort Adeje im Südwesten der Kanareninsel von der Maßnahme betroffen, berichtete das spanische Fernsehen am Dienstag.

Das Hotel werde von der Polizei bewacht, bis alle Menschen darin getestet worden seien, so die Zeitung "El Mundo". Auch Österreich und Kroatien meldeten die ersten nachgewiesenen Coronavirus-Fälle.

Man habe alle Empfehlungen der Behörden umgesetzt, um die Sicherheit und das Wohlergehen von Kunden und Mitarbeitern zu gewährleisten, teilte das betroffene Hotel "H10 Costa Adeje Palace" mit. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Antena 3 wurden die Hotelgäste aufgefordert, bis auf weiteres in ihren Zimmern zu bleiben. Ärzte sollen die Gäste vor Ort untersuchen. "Es sind alle nervös, und die Situation ist kompliziert", zitierte der Sender eine Mitarbeiterin des Hotels. Ob sich auch Deutsche in dem Hotel aufhalten, war zunächst unklar.

In Österreich sind die ersten zwei Menschen positiv auf den Erreger getestet worden (siehe 12:13 Uhr). Das erklärte Tirols Landeschef Günther Platter am Dienstag gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

In Kroatien wurde eine Ansteckung bei einem Mann nachgewiesen, der zuvor einige Tage in Italien gewesen war. Er halte sich mit leichten Symptomen in einem Krankenhaus in Zagreb auf, teilte Ministerpräsident Andrej Plenkovic am Dienstag mit.

13:55 Uhr: Der stellvertretende iranische Gesundheitsminister und der direkte Coronavirus-Beauftragte im Land ist selbst an dem Virus erkrankt. "Ich bin seit gestern Abend auch ein Coronaer", sagte Iradsch Harirschi in einer Videobotschaft im Staatsfernsehen am Dienstag.

Der Vizeminister, der in den letzten Tagen ständig versuchte, die Corona-Krise im Land schönzureden, sei nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA nun selbst positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Nach den offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag ist die Zahl der gemeldeten Todesopfer im Iran von 12 auf 15 gestiegen. Außerdem seien in der Zwischenzeit 95 Menschen - 34 mehr als am Vortag - aus verschiedenen Teilen des Landes positiv getestet worden.

Erste Corona-Fälle in Österreich

12:13 Uhr: Im österreichischen Bundesland Tirol gibt es die ersten beiden positiv getesteten Coronavirus-Fälle, es sind zugleich die ersten beiden bestätigten Fälle des Landes. Das berichtet die Tageszeitung "Der Standard". Demnach seien zwei Patienten isoliert und unter Quarantäne gestellt worden. Beide hätten sich höchstwahrscheinlich in der Lombardei in Italien angesteckt.

11:54 Uhr: Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls dürfen auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa hunderte Gäste vorerst ihr Hotel nicht verlassen (siehe 1:13 Uhr). Das Hotel sei unter "sanitäre Kontrolle", nicht aber unter Quarantäne gestellt worden, sagte eine Sprecherin der örtlichen Gesundheitsbehörde am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Verdachtsfall handelt es sich demnach um einen italienischen Urlauber, der in dem Hotel gewohnt hatte.

Virologe: Spahn unterschätzt Gefahr

Das Coronavirus ist noch nicht einzudämmen.

11:32 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schätzt aus Sicht des Virologen Alexander Kekulé den Ernst der Lage bei der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht richtig ein.

Das Bundesgesundheitsministerium stelle das Virus weiterhin als harmloser als die Grippe dar, sagte Kekulé am Dienstag im Deutschlandfunk. Allerdings liege die Sterblichkeit bei der Grippe bei etwa 0,1 Prozent, beim neuartigen Coronavirus hingegen zwischen 0,5 und 1,5 Prozent.

"Das heißt, das Virus ist für denjenigen, der die Infektion bekommt, zehn Mal gefährlicher", warnte der Virologe. Zudem sei es sehr viel schwieriger, die Risikogruppe einzuschätzen: Anders als bei der Grippe sei das neuartige Coronavirus bislang nicht nur für ältere oder sehr junge Menschen tödlich gewesen, sondern auch für Menschen im mittleren Alter.

Kekulé hatte zuvor schon Einreisekontrollen und "flächendeckende Screenings" zum Schutz vor der Epidemie empfohlen. Nun müssten die Behörden die "Zigarette austreten, bevor sie einen Waldbrand verursacht", mahnte der Mediziner. Das sei zum Beispiel möglich, wenn in Deutschland künftig jeder Fall einer schweren Atemwegserkrankung sofort auf das Coronavirus getestet werde.

11:00 Uhr: Das EU-Parlament hat Mitarbeiter, die unlängst eine Region mit vielen Coronavirus-Infektionen besucht haben, zur Heimarbeit aufgefordert. Auch wenn keinerlei Verdacht auf eine Ansteckung bestehe, sollten die Mitarbeiter mindestens 14 Tage nach Rückkehr nicht ins Parlament kommen, heißt es in einer E-Mail der Parlamentsverwaltung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Neben China, Singapur und Südkorea werden die norditalienischen Regionen Lombardei, Piemont, Emilia-Romagna und Venetien aufgeführt.

10:26 Uhr: Die erste japanische Fußball-Liga J-League hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Spiele bis einschließlich 15. März abgesagt. Wann die Begegnungen nachgeholt werden, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Zuvor hatte sich die Liga entschlossen, die für Mittwoch geplanten sieben Spiele des japanischen Pokalwettbewerbs zu verschieben.

Die Liga reagierte damit auf Einschätzung von Experten, die die kommenden ein bis zwei Wochen für entscheidend halten, "um die weitere Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern", teilte die Liga mit.

In knapp fünf Monaten sollen in Tokio die Olympischen Sommerspiele beginnen. "Wir reden über die jetzige Situation. Die Olympischen Spiele finden im Juli statt, also sprechen wir nicht über die zukünftige Situation", sagte Gesundheitsminister Katsunobu Kato auf einer Pressekonferenz.

Italiens Premier sieht bei Klinik Mitschuld für Ausbreitung

Menschen in Mailand tragen Mundschutz. Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berät die italienische Regierung mit den Nachbarländern die Lage.

9:57 Uhr: Die Ausbreitung des gefährlichen neuartigen Coronavirus in Norditalien ist nach Angaben von Regierungschef Giuseppe Conte auch auf den fehlerhaften Umgang eines Krankenhauses mit dem Erreger zurückzuführen. Eine Klinik habe die Vorschriften nicht eingehalten, dort habe es "ungerechtfertigte Alleingänge" gegeben, sagte Conte am Montagabend im italienischen Fernsehen. Nähere Angaben zu dem Krankenhaus machte er nicht.

Italien ist binnen kurzer Zeit zum größten Herd des neuartigen Coronavirus in Europa geworden. Dort wurde bislang bei knapp 230 Menschen eine Infektion mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 nachgewiesen, sieben Infizierte starben bereits. Die meisten Infektionen wurden in der nördlichen Region Lombardei verzeichnet.

9:09 Uhr: Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora hat der ersten Fußballliga Begegnungen ohne Zuschauer-Beteiligungen in den vom neuartigen Coronavirus betroffenen Regionen zugesagt. Die Regierung habe den Ausschluss des Publikums gebilligt, teilte Spadafora nach einer Sitzung des Ministerrats laut Nachrichtenagentur Ansa am Montagabend mit. Welche Liga-Partien von der Maßnahme am kommenden Wochenende betroffen sind, sagte der Minister zunächst nicht.

Zahlreiche Passagiere der "Diamond Princess" hatten sich infiziert, es gibt mehrere Tote zu beklagen.

Inter Mailand spielt in Europa League vor leeren Rängen

8:20 Uhr: Wegen des Coronavirus wird Inter Mailand sein Heimspiel in der Europa League gegen Ludogorets Rasgrad vor leeren Rängen austragen. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der UEFA getroffen worden, teilte der Klub am Dienstag auf seiner Website mit. Die Begegnung mit den Bulgaren am Donnerstag (21.00 Uhr) finde demnach im San-Siro-Stadion hinter verschlossenen Türen statt. Das Hinspiel hatte Inter Mailand 2:0 gewonnen.

Mailand liegt in der vom Coronavirus besonders betroffenen Region Lombardei. Italien ist mit Abstand das Land mit den meisten erfassten Corona-Fällen in Europa.

Spielabsagen in Japan - Fußball-Fans dürfen nicht singen

7:17 Uhr: Die japanische Fußball-Liga hat aus Sorge vor dem Coronavirus mehrere Spiele abgesagt. Wie die J-League am Dienstag bekanntgab, wurden sieben an diesem Mittwoch geplante Spiele beim YBC Levain Cup verschoben. Möglicherweise werden auch weitere für Freitag und Sonntag geplante Begegnungen abgesagt, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter berichtete.

Einzelne Klubs haben unabhängig vom Kurs der Regierung ihre eigenen Maßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. So werden Zuschauer gebeten, Masken zu tragen. Zudem werden Desinfektionsmittel in den Stadien bereitgestellt. Der frühere Klub von Lukas Podolski, Vissel Kobe, ging laut Kyodo sogar so weit, dass Zuschauer angehalten sind, im Stadium nicht zu singen.

Mannschafts-WM im Tischtennis verschoben

6:49 Uhr: Wegen des Coronavirus hat der Tischtennis-Weltverband ITTF die für Ende März geplante Mannschafts-WM in Südkorea verschoben. Eigentlich sollte das Turnier vom 22. bis 29. März in der Hafenstadt Busan stattfinden. Jetzt will die ITTF in den kommenden Wochen "die Situation beobachten" und danach entscheiden, ob die Weltmeisterschaften eventuell an einem eigens reservierten Ausweichtermin in der Zeit vom 21. bis 28. Juni stattfinden können. "Die Gesundheit und die Sicherheit von Spielern, Offiziellen und Fans haben oberste Priorität", heißt es in einer Mitteilung der ITTF vom Dienstag.

Coronavirus: Weiterer Passagier der "Diamond Princess" verstorben

Nachdem sich in Regionen Italiens das Coronavirus rasant ausbreitet, schützen sich zahlreiche Menschen (wie hier in Mailand) mit Atemschutzmasken.

5:34 Uhr: Ein weiterer Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichteten japanische Medien am Dienstag. Die betroffene Person in ihren 80ern war in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie starb. Es ist der vierte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes. Insgesamt hatten sich mehr als 690 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, darunter auch ein deutsches Ehepaar.

Südkorea meldet weiteren starken Anstieg von Virus-Kranken

4:13 Uhr: Die Zahl infizierten Menschen ist in Südkorea erneut stark gestiegen. Über die Nacht zum Dienstag seien 60 neue Fälle hinzugekommen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit. Damit sind in dem Land bisher 893 Infizierungen nachgewiesen worden. Auch wurde ein weiterer Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet, die Zahl kletterte damit auf acht.

Wegen Coronavirus: Dreh von "Mission: Impossible" in Italien verschoben

3:50 Uhr: Eigentlich sollte in Venedig drei Wochen lang für "Mission: Impossible 7" mit Tom Cruise (57) in der Hauptrolle gedreht werden. Doch dieser Dreh ist von Paramount Pictures nun kurzfristig abgesagt beziehungsweise aufgeschoben worden. Das berichtet der "Hollywood Reporter" in Bezug auf eine Mitteilung der Studios.

Nach dem Ausbruch und der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Italien ist das öffentliche Leben in vielen Gegenden Norditaliens praktisch zum Erliegen gekommen. Auch der Karneval von Venedig, der bis Dienstag gehen sollte, ist abgesagt.

USA und Südkorea erwägen Reduzierung gemeinsamer Manöver

2:39 Uhr: Wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea erwägen das asiatische Land und die USA eine Reduzierung gemeinsamer Manöver. Pentagonchef Mark Esper sagte am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister Jeong Kyeong Doo in Washington, der Kommandeur der US-Truppen in Korea, General Abe Abrams, und Südkoreas Armeechef Park Han-Ki würden derzeit darüber beraten. "Ich bin sicher, dass wir weiterhin voll und ganz bereit sein werden, allen Bedrohungen zu begegnen, denen wir uns gemeinsam gegenüber sehen werden."

Jeong sagte, in den südkoreanischen Streitkräften seien bislang 13 Soldaten mit dem neuen Coronavirus diagnostiziert worden. Der Minister sprach von einer "ernsten Lage".

Zahl der Opfer und Infektionen in China steigt

2:31 Uhr: Die Zahl der Opfer und Infizierten durch ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, kamen weitere 71 Menschen durch die Covid-19 genannte Krankheit ums Leben. Die Gesamtzahl der Opfer in China stieg damit auf 2663. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte um 508 auf 77.658.

Coronavirus-Fall auf beliebter spanischer Ferieninsel

1:13 Uhr: In Spanien ist ein neuer Coronavirus-Fall diagnostiziert worden. Wie das Fernsehen in der Nacht auf Dienstag in Bezug auf Gesundheitsbehörden berichtet, sei auf Teneriffa ein Tourist aus Italien positiv getestet worden. Dabei soll es sich nach Informationen des Senders RTVE um einen 69 Jahre alten Mann aus der Lombardei handeln. Die Lombardei ist das momentan am stärksten von dem Virus betroffene Gebiet in Norditalien.

Schon zuvor war ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera positiv getestet worden. Der Mann ist inzwischen bereits entlassen.

Auf dem Festland wurde nach RTVE-Angaben in Valladolid ein junger Mann untersucht, der vor kurzem "mit Symptomen einer Atemwegsinfektion" aus Mailand zurückgekommen sei. Ein Untersuchungsergebnis stehe noch aus.

Virus breitet sich in Italien rasch aus – Erster Fall in Südtirol

1:12 Uhr: Das neue Coronavirus breitet sich im Eiltempo in Italien aus. Sieben Tote hat das Land bereits zu beklagen, trotz Sperrzonen stieg die Zahl der Infizierten auf mehr als 220, wie Zivilschutzchef Angelo Borrelli mitteilte.

Auch in Südtirol gibt es nun einen ersten Fall. Wie das Land Südtirol am Montagabend auf Twitter schrieb, sei ein junger Mann, der sich unlängst in der Lombardei aufgehalten habe, in einem Test zunächst negativ, dann aber doch positiv auf das Virus getestet worden. Eine Bestätigung durch die Gesundheitsbehörde steht noch aus. "Er war mit einer Person in Kontakt, die positiv getestet worden ist", hieß es auf einer Pressekonferenz, wie tageszeitung.it berichtet. Der 31 Jahre alte Patient habe weder Fieber, noch "alarmierenden Symptome".

Um die Lage zu sondieren und über mögliche Gegenmaßnahmen zu beraten, trifft sich die italienische Regierung am Dienstag mit den Nachbarländern und Deutschland. Jens Spahn wird neben Kollegen aus Slowenien, Frankreich, der Schweiz und Österreich nach Rom reisen. Spahn sagte am Montag auf die Frage, ob auch in Deutschland ganze Städte abgeriegelt werden könnten, theoretisch sei Vieles möglich.

Coronavirus: Die Symptome und wie Sie sich schützen

Die Lungenerkrankung aus China hat längst Europa erreicht. Hier erfahren Sie, durch welche Symptome sich das Coronavirus beim Menschen äußert wie Sie sich vor einer Ansteckung schützen können.

Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus ist nach einer neuen EU-Einschätzung für Europäer derzeit "niedrig bis moderat". Alle bisher berichteten Fälle in der Europäischen Union hätten klare epidemiologische Verbindungen, hieß es in einer Erklärung des ECDC. Man habe Maßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung zu begrenzen.

Trotz steigender Fallzahlen in mehreren Ländern übte sich die WHO in Optimismus. Nach ihrer Einschätzung handele es sich bislang nicht um eine Pandemie, sondern Epidemien in einzelnen Ländern.

Hier können Sie die Entwicklungen zum Coronavirus im Blog von Sonntag und Montag nachlesen.

(mbo/mf/dpa/afp)

Teaserbild: © Zsolt Czegledi/MTI/AP/dpa