Die Terroranschläge von Paris sind weiterhin das bestimmende Thema. Die Staatsanwaltschaft in Paris hat bekanntgegeben, dass der Drahtzieher der Anschläge Abdelhamid Abaaoud tot ist. Mehr zu den aktuellen Entwicklungen im Liveblog.

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Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, ist tot (13:37 Uhr)
  • Frankreich verlängert Ausnahmezustand (13:05 Uhr)
  • Valls warnt vor Angriffen mit Chemie-Waffen (09:57 Uhr)

17:43 Uhr: Die muslimische Gemeinde in Paris hat ihre für Freitag geplante Kundgebung gegen den Terror aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt. Die unerlässlichen Bedingungen für die Sicherheit der Veranstaltung seien nicht erfüllt, erklärt die Große Moschee laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP. Der Entscheidung seien Gespräche mit der Polizei vorausgegangen.

Die Kundgebung zur Zeit des Freitagsgebets sollte unter dem Motto stehen "Wir alle sind Paris" und sich auch gegen eine Gleichsetzung von Islam und islamistischem Terrorismus wenden. An der Kundgebung wollte auch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo teilnehmen.

17:24 Uhr: In Belgien hat es erneut eine Razzia gegeben. Bei dieser sowie einer anderen Aktion habe es neun Festnahmen gegeben. Zwei der festgenommenen Personen sollen in Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris stehen. Sieben haben offenbar Verbindungen zu Bilal Hadfi, einem der Selbstmordattentäter von Paris.

16:54 Uhr: Bei allen Spielen der Premier League am Wochenende soll die französische Nationalhymne erklingen, wie bereits beim Länderspiel Frankreich gegen England am Dienstag.


16:33 Uhr: Auf den großen Weihnachtsmärkten hat die Polizei in mehreren Bundesländern nach den Terroranschlägen in Paris verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und mehr Kontrollen angekündigt.

16:09 Uhr: Wie finanziert sich eigentlich der Islamische Staat? Die französische Zeitung "Le Figaro" schlüsselt es in einer Grafik auf. Demzufolge verdient der IS am meisten Geld mit Erpressungen, an zweiter Stelle steht der Handel mit Erdöl.

(Grafik links: Die jährlichen Einnahmen in Millionen Euro. Grafik rechts: Die Aufteilung der finanziellen Ressourcen in Prozent. )

15:50 Uhr: Frankreichs Präsident Hollande hat sich noch einmal zu Wort gemeldet. "Frankreich wird den Hass mit Brüderlichkeit beantworten, den Terror mit Recht, den Fanatismus mit Hoffnung. Ganz einfach damit, Frankreich zu sein."

15:41 Uhr: Die französische Zeitung "Le Figaro" zeigt ein neues Foto von Abaaoud: Der Terrorist beim Fischen.

15:23 Uhr: Abaaoud sei an vier der sechs geplanten Anschläge beteiligt gewesen, die seit dem Frühjahr vereitelt worden seien, erklärte Cazeneuve.

Cazeneuve betont: Jeder müsse verstehen, wie dringend es ist, dass Europa sich organisiert.

15:15 Uhr: Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sagt bei seiner Pressekonferenz, die Behörden hätten erst am 16. November erfahren, dass Abaaoud in Frankreich gewesen sei. Die Information sei von dem Geheimdienst "eines Landes außerhalb Europas" gekommen.

15:10 Uhr: Die französischen Ermittler prüfen nach dem Polizeieinsatz in Saint-Denis noch, ob der getötete Islamist Abdelhamid Abaaoud sich selbst in die Luft sprengte.

"Wir wissen im Übrigen derzeit nicht, ob Abaaoud sich in die Luft gesprengt hat oder nicht", heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft zum Tod des 28-jährigen Belgiers.

15:00 Uhr: Der Nachrichtenagentur AFP zufolge stimmten die französischen Abgeordneten dafür, dass die Regierung während des Ausnahmezustands Internetseiten und Social Media blockieren darf:

14:28 Uhr: La "femme kamikaze": Während des gestrigen Anti-Terror-Einsatzes in Saint-Denis hat sich eine Frau in die Luft gesprengt.

Französischen Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Hasna Aitboulahcen handeln, die Cousine des bei dem Einsatz ums Leben gekommenen Terrorverdächtigen Abdelhamid Abaaoud.

Der britische "The Telegraph" hat ein Bild der Frau veröffentlicht, die sich beim Zugriff in Saint-Denis in die Luft gesprengt hat:

14:12 Uhr: Nach Informationen von "Spiegel Online" war Abaaoud mehrfach in Deutschland. Die Bundespolizei habe ihn am 20. Januar 2014 am Flughafen Köln/Bonn kontrolliert. Von dort habe er nach Istanbul fliegen wollen. Als Grund seiner Reise habe er angegeben, Freunde und Verwandte zu besuchen. Abaaoud soll den Rückweg dann über andere Wege angetreten haben. Wie "Spiegel Online" weiter berichtet, hatte sich der Terrorist bereits 2007 einmal in Köln aufgehalten.

13:54 Uhr: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat einen deutschen Syrien-Einsatz zur Unterstützung Frankreichs nicht völlig ausgeschlossen, diesen aber von einer UN-Resolution abhängig gemacht. "Wir werden die Form des Beitrags dann in der Regierung und im Parlament besprechen", sagt sie nach einem Treffen mit ihrer italienischen Kollegin Roberta Pinotti in Rom.

13:37 Uhr: Der Drahtzieher der Attentate in Paris ist tot. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP, unter Berufung auf die Pariser Staatsanwaltschaft. Damit bestätigt sich ein Bericht der "Washington Post", die Abaaouds Tod bereits gestern Abend unter Berufung auf Geheimdienstquellen gemeldet hatte.

13:30 Uhr: Die Britische Sicherheitsbehörde hat einen Leitfaden veröffentlicht, wie man sich bei möglichen Anschlägen verhalten soll. "Laufen und verstecken, nicht totstellen", empfiehlt die Behörde.


13:25 Uhr: Nach dem Terroralarm in Hannover ermittelt nun der Generalbundesanwalt in Karlsruhe. Das sagt ein Sprecher der Bundesanwaltschaft und bestätigt Informationen von "Bild.de". "Wir haben die Ermittlungen übernommen."

Es gehe um den Verdacht auf Bildung einer terroristischen Vereinigung. Zu weiteren Einzelheiten macht der Sprecher der Bundesanwaltschaft keine Angaben.

13:05 Uhr: Die französische Nationalversammlung hat die Verlängerung des Ausnahmezustands um drei Monate beschlossen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Der Gesetzentwurf wird am Freitag dem französischen Senat vorgelegt, der ihn aller Wahrscheinlichkeit nach billigen wird.


12:41 Uhr: BKA-Chef Holger Münch lehnt einen verstärkten Einsatz der Bundeswehr in Deutschland im Kampf gegen Terror ab. "Ich glaube, dass uns das aktuell nicht weiterhelfen würde", sagt der Präsident des Bundeskriminalamts bei der BKA-Herbsttagung in Mainz. "Das halte ich nicht für einen klugen Schritt." Die Polizei wisse auf Knopfdruck, was zu tun sei. Für die Bundeswehr sei auch mehr Koordinierungsbedarf notwendig.

12:16 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuhalten. Nach einem Treffen mit ihrem österreichischen Kollegen Werner Faymann sprach Merkel von einer "angespannten Zeit". Sie versicherte Frankreich erneut, dass Deutschland nach den Anschlägen von Paris an seiner Seite stehe. Dazu, wie das konkret aussehen wird, sagte sie nichts.

Merkel erklärte: "Wir wissen, dies ist ein Anschlag auf unsere Grundwerte, unsere Art zu leben, auf die Freiheit." Europa und "die freiheitsliebenden Länder dieser Erde" müssten nun in allen Bereichen zusammenstehen, um gemeinsam die Täter finden und die eigenen Werte zu schützen.

12:00 Uhr: Die Terrorangst greift einer Umfrage zufolge auch in Deutschland um sich. 59 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass es in den nächsten Monaten auch hierzulande Anschläge der IS-Terrormiliz geben wird, wie eine repräsentative Umfrage für die Sat.1-Sondersendung "AKTE" ergab. 61 Prozent gaben an, sie fühlten sich unsicherer als vor den Pariser Attentaten.

Fast jeder zweite Befragte befürwortet eine deutsche Beteiligung an Militäreinsätzen gegen den IS - Männer eher als Frauen.

Für Grenzkontrollen von jedem Fahrzeug und jeder Person sprachen sich sogar 69 Prozent aus.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte im Auftrag von ProSiebenSat.1 Media insgesamt 1036 Menschen befragt.

11:55 Uhr: In Frankreich gibt es Gedankenspiele zur Bewaffnung von Polizisten außerhalb der Dienstzeiten. Die Leitung der französischen Polizei will dazu "rasch" einen detaillierten Vorschlag dazu machen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Beamte könnten sich freiwillig dafür melden. Polizeigewerkschaften hatten nach den Anschlägen mit mindestens 129 Toten entsprechende Forderungen gestellt.

Jean-Marc Falcone, der Generaldirektor der nationalen Polizei, sagt dem Sender RTL: "Das ist notwendig, damit die Polizisten eine wirksame Präsenz auf dem ganzen Staatsgebiet sicherstellen können."

Damit könnten Beamte auch an ihrem Wohnort oder unterwegs zum "Kampf gegen den Terrorismus und die Sicherheit unseres Landes" beitragen.

Die Polizeigewerkschaften verweisen in der Debatte unter anderem auf den Fall eines Polizisten, der sich zum Zeitpunkt des Angriffs am Freitagabend im Musiksaal "Bataclan" befand.

Er war unbewaffnet und wurde demnach beim Versuch einzuschreiten durch Schüsse der Angreifer schwer verletzt.

11:52 Uhr: Das Schicksal des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, ist weiter ungewiss. Ob der 28-jährige Belgier am Mittwoch bei dem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis nördlich von Paris getötet wurde, bleibt offen. Die französische Polizei hatte bei dem dramatischen Einsatz acht Verdächtige festgenommen, mindestens zwei weitere Terrorverdächtige kamen ums Leben.

11:28 Uhr: Premierminister Manuel Valls fasst zusammen: Während des Ausnahmezustands soll es weitere Hausdurchsuchungen und Anweisungen des Aufenthaltsortes geben. Außerdem sollen radikale Moscheen geschlossen werden.

11:25 Uhr: Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), hat einen verstärkten Einsatz der Bundeswehr im Inneren im Zuge der Anschläge von Paris erneut abgelehnt. Die Bundeswehr entlaste die Behörden bereits bei "ordnenden Aufgaben", etwa bei der "Bewältigung der Antragswelle" im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), so Bartels im "Morgenmagazin" der ARD. "Polizeiaufgaben sind nicht ihre Sache."

10:57 Uhr: Frankreich verschärft seine Sicherheitsgesetze. Die Nationalversammlung berät heute unter anderem darüber, den Ausnahmezustand im Land über den 26. November hinaus um drei Monate zu verlängern.

Während des Ausnahmezustands sollen Gruppierungen, die als "schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung" eingestuft werden, aufgelöst werden können.

10:48 Uhr: Der Brüsseler Stadtbezirk Molenbeek gilt schon länger als eine Drehscheibe für Terroristen. Nun setzten die Bewohner ein Zeichen gegen den Terror. Sie gingen zu einer Demonstration auf die Straße.

10:34 Uhr: Medienberichten zufolge wird offenbar auch nach einem gewissen Mohamed K. gefahndet. Es heißt, er soll die Bomben für die Paris-Attentäter gebaut haben, schreibt die französische Tageszeitung "Le Parisien".

Einen offiziellen Fahndungsaufruf der Polizei gibt es bisher nicht.

10:32 Uhr: Bei einem Anti-Terror-Einsatz hat die Polizei im Großraum Brüssel wieder mehrere Häuser durchsucht.

Nach Informationen der belgischen Nachrichtenagentur Belga handelte es sich dabei um Häuser von Freunden und Familienangehörigen des gesuchten Selbstmordattentäters Bilal Hadfi.

Die Aktion steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht direkt mit den jüngsten Anschlägen in Paris in Zusammenhang.

Die Untersuchung habe bereits Anfang 2015 begonnen, als Hadfi nach Syrien ausgereist war. Die Fahnder nahmen eine Person fest.

Der 20-jährige Bilal Hadfi war einer der Selbstmordattentäter von Paris. Er ist französischer Staatsangehöriger, der in Belgien lebte, und soll sich in Syrien dem IS angeschlossen haben.


09:57 Frankreichs Premier Manuel Valls warnt vor Angriffen mit chemischen und biologischen Stoffen. "Wir dürfen nichts ausschließen", sagt Valls vor der Nationalversammlung.

09:43 Uhr: Das Engagement Moskaus im Kampf gegen die IS-Terrormiliz wird von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius begrüßt.

"Es gibt eine Öffnung Russlands", so der Politiker im Sender France Inter. Im Kampf gegen den IS müssten alle Kräfte zusammenstehen.

Die gehackte Internet-Seite des Weihnachtsmarktes Friedrichsdorf.

09:33 Uhr: Der FC Bayern München wird bei seinen Heimspielen auf die neue Sicherheitslage reagieren. In Abstimmung mit der Polizei wird es in der Allianz Arena zusätzliche und veränderte Sicherheitsvorkehrungen geben. "Ich kann bestätigen, dass es künftig intensivere und umfassende Personenkontrollen geben wird", erklärt Jan-Christian Dreesen, der beim FCB für das Thema Sicherheit zuständig ist.

09:12 Uhr: Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann spricht sich für eine bessere Koordination der Sicherheitsbehörden zwischen den europäischen Ländern aus. Es komme auf Standfestigkeit an: "In Sachen Terror müssen wir zeigen, dass wir nicht zurückweichen."

09:02 Uhr: Trotz einer neuen Videobotschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), in der indirekt ein Anschlag auf New York in Aussicht gestellt wird, sehen die Behörden keine akute Bedrohung für die Millionenmetropole.

Es gebe keine konkrete Gefahr, betonen Bürgermeister Bill de Blasio und Polizeichef Bill Bratton bei einer Pressekonferenz am Times Square, wie der Sender CBS News berichtet.

Das Video enthält auch eine Bildsequenz aus New York und dann, offenbar an einem anderen Ort aufgenommen, die Aufnahme eines Selbstmordattentäters.

Das Video sei offensichtlich in den vergangenen Tagen - nach den Terrorattacken von Paris - hastig zusammengeschnitten worden, hieß es. Es gebe darauf keine konkreten, glaubwürdigen Hinweise auf eine aktuelle Bedrohung, sagte De Blasio.

08:50 Uhr: Der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen ist wegen eines verdächtigen Snackwagens in einem ICE geräumt worden, berichtet die "Frankfurter Rundschau" online. Nachdem sich herausgestellt habe, dass keine Gefahr besteht, sei der Bahnhof und Zug wieder freigegeben worden.

08:33 Uhr: Update: Bei dem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis am Mittwoch sind acht Männer festgenommen worden, zwei Verdächtige starben. Ob sich die gesuchten Terroristen Abdelhamid Abaaoud und Salah Abdeslam unter den Toten befinden, ist derzeit noch unklar. US-Medien berichten unter Berufung auf Geheimdienste, dass der Drahtzieher Abdelhamid Abaaoud getötet worden sein soll. Die französische Justiz hält sich dazu bedeckt.

08:30 Uhr: US-Präsident Barack Obama hält eine Lösung des Syrien-Konflikt nur ohne Machthaber Baschar al-Assad für möglich.

08:25 Uhr: Der unter Kritik geratene Kurzmitteilungsdienst Telegram hat nach eigenen Angaben 78 Kommunikations-Kanäle mit Verbindungen zur Terrorgruppe IS gesperrt.

In Zukunft solle es zudem einfacher werden, solche Inhalte zu melden, erklärt die Firma. Nach den Terroranschlägen von Paris war der Dienst unter anderem von der Internet-Analysefirma Flashpoint als ein wichtiges Kommunikationsmittel der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet worden.

08:23 Uhr: Nach der französischen Beistands-Anforderung an die EU-Partner fordern Verteidigungspolitiker der Koalition Bundeswehr-Unterstützung für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

"Deutschland muss bereit sein, auch militärisch gegen ISIS vorzugehen. Das Wo und Wie hängt aber von der Abstimmung mit unseren Partnern ab", sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler der "Bild"-Zeitung.

Der CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter forderte, die Luftwaffe zur Aufklärung von IS-Stellungen in Syrien einzusetzen. Widerstand kommt von den Grünen.

08:20 Uhr: Mohamed Abdeslam, Bruder des flüchtigen Terrorverdächtigen Salah, sagt in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFMTV: "Das Beste wäre, sich zu stellen, damit die Justiz diese ganze Geschichte aufklären kann. Meine Familie und ich verurteilen entschieden jede Form von Gewalt."

08:12 Uhr: Mutmaßliche Islamisten haben offenkundig die Internet-Seite des Weihnachtsmarktes Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) gehackt.

Statt der Seite des Weihnachtsmarktes erscheint eine Seite mit einer Drohbotschaft. Für den Hacker-Angriff zeichnet eine "Mujahidin Cyber Army" verantwortlich.

Die Hacker behaupten auf der Seite, der Terrororganisation Al-Kaida nahezustehen, und fordern auf Englisch dazu auf, "Muslime und Mujahidin" in Syrien in Ruhe zu lassen. Im Hintergrund ist arabische Musik zu hören.

08:04 Uhr: Ein polnisches Flugzeug muss nach einer Bombendrohung in Bulgarien notlanden. Die Maschine war auf dem Weg von Warschau ins ägyptische Hurghada.

Ein polnischer Passagier habe während des Flugs darauf hingewiesen, dass eine Bombe an Bord sei. Die Maschine sei dann am Flughafen der Schwarzmeerstadt Burgas am Donnerstagmorgen sicher notgelandet, berichtet das bulgarische Staatsfernsehen. Welche Fluggesellschaft betroffen war, wurde nicht mitgeteilt.

Bulgarische Sicherheitskräfte kontrollierten das Flugzeug auf eine mögliche Bombe. Die polnischen Fluggäste seien aus der Maschine gebracht worden. Der Flughafen Burgas wurde geschlossen.

07:25 Uhr: Die britische "Daily Mail" hat Videomaterial veröffentlicht, auf dem man sieht, wie einer der Attentäter in ein Café schießt und sich Menschen verzweifelt in Sicherheit bringen.

Bei dem Attentäter, der zu sehen ist, soll es sich um den weiterhin flüchtigen Salah Abdeslam handeln.

Das Video zeigt deutlich mit welcher Kaltblütigkeit der Mann vorgegangen ist. Eine Frau verdankt ihr Leben allein der Tatsache, dass die Waffe des Angreifers für einen kurzen Moment blockiert und sie flüchten kann.

ACHTUNG: Das Video zeigt Szenen von Gewalt und kann verstören. Bitte klicken Sie nicht auf den Link, wenn Sie sich dafür nicht gewappnet fühlen oder Kinder in der Nähe sind.

07:04 Uhr: Die Titelblätter der französischen Zeitungen an diesem Donnerstagmorgen. "Tot oder auf der Flucht?" titelt "Sud Ouest", "Neutralisiert" überschreibt "Var-matin" die Bilder aus Saint-Denis und "La Voix du Nord" berichtet von "Kriegsszenen in Saint-Denis".


06:45 Uhr: Wie der britische "Guardian" berichtet, soll es sich bei der Frau, die sich am Mittwoch vor der Razzia in Saint-Denis in die Luft sprengte, um die 26-jährige Halbmarokkanerin Hasna Aitboulahcen handeln. Sie soll die Cousine des mutmaßlichen Drahtziehers der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, sein.

Wie der "Guardian" weiter schreibt, soll die Frau, kurz bevor sie sich in die Luft sprengte, telefoniert haben. Möglicherweise um weitere Komplizen zu warnen.

Noch ist nicht klar, wie viele Menschen bei dem Einsatz in Saint-Denis ums Leben gekommen sind. Laut Staatsanwalt Francois Molins seien es "mindestens zwei".

06:43 Uhr: Die bei der Razzia in Saint-Denis am Mittwoch gestorbenen Terrorverdächtigen konnten noch immer nicht identifiziert werden. Das meldet der französische Sender Europe 1.

Damit ist auch weiter unklar, ob sich der Drahtzieher der Attentate von Paris, Abdelhamid Abaaoud, unter den Toten befindet.

06:35 Uhr: Die USA, China und fast 20 weitere Staaten sehen dringenden Bedarf für eine engere Zusammenarbeit und mehr Solidarität im Kampf gegen den Terror. Das geht aus dem jüngsten Entwurf der Abschlusserklärung des Apec-Gipfels der Pazifikanrainerstaaten hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Wir lassen es nicht zu, dass der Terrorismus die Grundwerte bedroht, die unsere freien und offenen Volkswirtschaften stützen", heißt es in dem Entwurf. "Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Chancen im Leben gehören zu den wichtigsten Werkzeugen, um die Ursachen von Terrorismus und Radikalisierung anzugehen. Wir betonen die dringende Notwendigkeit größerer internationaler Kooperation und Solidarität, um den Terrorismus zu bekämpfen."


06:31 Uhr: Ein Lehrer einer jüdischen Schule im südfranzösischen Marseille ist Opfer einer Messerattacke geworden. Die Angreifer hätten sich am Mittwochabend als Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgegeben, berichtete der Sender France24 unter Berufung auf Ermittler. Am gleichen Tag wurde in der Stadt auch eine muslimische Frau angegriffen. Innenminister Bernard Cazeneuve verurteilte beide "unvertretbaren Handlungen" am späten Abend scharf.

06:28 Uhr: Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat Forderungen aus der Union nach schärferen Anti-Terror-Gesetzen zurückgewiesen. "Wir dürfen den Leuten nicht vorgaukeln, dass wir durch weitere gesetzliche Verschärfungen die Sicherheit erhöhen würden", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland habe bereits eines der schärfsten Anti-Terror-Gesetze überhaupt. "Wir haben unser Strafrecht gerade noch einmal zur besseren Bekämpfung des Terrors verschärft."

06:22 Uhr: In Italien sind laut Medienberichten fünf Terrorverdächtige identifiziert worden, die Anschläge auf Sehenswürdigkeiten geplant haben könnten. Die US-Bundespolizei FBI habe die italienischen Behörden auf diese Personen mit arabischen Namen hingewiesen, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Bisher seien sie aber noch auf freiem Fuß.


Nach einem Bericht der Onlineausgabe der Zeitung "La Repubblica" könnten sie Anschläge auf den Petersdom in Rom sowie auf den Mailänder Dom und das Mailänder Opernhaus Scala geplant haben. Der IS hatte schon in der Vergangenheit in seiner Propaganda geprahlt, er wolle Rom erobern.

Mit Material der dpa/AFP