Bei einem Terroranschlag am späten Abend des französischen Nationalfeiertags kommen in der Küstenstadt Nizza mindestens 84 Menschen ums Leben. Der Attentäter war mit einem Lkw in eine feiernde Menschenmenge gerast. Die aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker.

+++ Zwei Schüler*innen und eine Lehrerin von Berliner Schule tot (16:28 Uhr) +++

+++ Hollande: Noch 50 Menschen befinden sich in Lebensgefahr (15:20 Uhr) +++

+++ Mindestens 84 Menschen sterben nach einem Terroranschlag mit Lkw in Nizza +++

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16:26 Uhr: Drei Deutsche bei Anschlag getötet

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat den Tod von drei Personen bestätigt. Dabei handelt es sich um zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Schule. Diese galten seit gestern Nacht als vermisst.

"Wir sind zutiefst bestürzt über den Tod zweier Schüler*innen und einer Lehrerin des ersten Abitur-Jahrgangs der Paula-Fürst-Schule und trauern mit den Eltern, der gesamten Schule, Angehörigen und Freunden der Opfer. Wir stehen mit Ihnen Seite an Seite und sichern entsprechende Unterstützung zu. Als ein Zeichen der tiefen Trauer wurden die Dienstgebäude des Bezirksamtes auf Halbmast geflaggt", teilte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) mit.

Durch die Formulierung ist aber nicht klar, ob es sich wie vom RBB und dem "Tagesspiegel" berichtet um zwei Schülerinnen handelt oder um einen Schüler und eine Schülerin.

15:33 Uhr: Keine Querverbindung zu Deutschland

Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière gibt es bei dem Attentäter von Nizza keine Querverbindungen nach Deutschland. "Ein Deutschland-Bezug auf der Täterseite liegt nach den uns vorliegenden Ermittlungsergebnissen nicht vor", sagt de Maizière in Berlin. Bislang habe sich auch noch keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat hätten die Attacke in sozialen Netzwerken aber bereits "zynischerweise" gefeiert.

"Wir sind in großer Sorge, dass sich unter den Todesopfern auch deutsche Staatsbürger befinden", sagt der Minister. Mehr könne er dazu nicht sagen. Bislang gelten zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin als vermisst.

15:20 Uhr: Noch 50 Menschen in Lebensgefahr

Noch immer schweben nach Angaben von Frankreichs Präsident François Hollande noch rund 50 Menschen in Lebensgefahr. Sie seien "zwischen Leben und Tod", sagte Hollande am Freitag nach einem Besuch in einem Krankenhaus in Nizza. Der Anschlag am Nationalfeiertag habe sich gegen Frankreich gerichtet.

"Warum der 14. Juli? Weil er das Fest der Freiheit ist", so Hollande. Er sagte weiter, dass unter den Opfern auch viele Ausländer und viele Kinder seien.

15:15 Uhr: Auch Deutschland Terrorziel

Nach dem Anschlag von Nizza hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf die Terrorgefahr auch in Deutschland hingewiesen. "Auch Deutschland steht im Fokus solcher islamistischer Terrorakte", sagte de Maizière. Die Ereignisse belegten, dass Europa ein "gemeinsamer Gefahrenraum für den internationalen Terrorismus" sei.

De Maizière versicherte: "Die Sicherheitsbehörden in Deutschland tun alles in ihrer Macht Stehende, um Anschläge in Deutschland zu verhindern." Er fügte hinzu: "Eine Garantie dafür, dass es immer gelingt, gibt es nicht. Das wissen wir."

14:44 Uhr: Die Faktenlage

In diesem Stück haben wir noch einmal die wichtigsten Fakten und noch offene Fragen zu dem Anschlag in Nizza zusammengetragen:

Mindestens 84 Menschen sind in Nizza in Südfrankreich ums Leben gekommen, als ein Mann am französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge raste. Noch sind viele Fragen zu dem Terroranschlag offen.

14:35 Uhr: Entwarnung am Flughafen von Nizza

Laut Nachrichtenagentur "AP" dürfen Passagiere wieder in den Flughafen in Nizza zurückkehren, um ihr Gepäck abzuholen.

14:32 Uhr: Berliner Bürgermeister Müller rechnet mit deutschen Opfern

Berlins Regierender Bürgermeister Müller rechnet damit, dass unter den Opfern des Terroranschlags von Nizza auch Berliner sind.

14:24 Uhr: Flughafen Nizza wegen Paket geräumt

Ein Reporter von "CBC-News" berichtete auf Twitter davon, dass der Flughafen in Nizza geräumt wurde. Die Evakuierung wurde demnach wegen eines Pakets durchgeführt.

14:05 Uhr: Frankreichs Präsident Hollande in Nizza eingetroffen

Der französische Präsident François Hollande ist nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Paris in Nizza eingetroffen. Dort werde er unter anderem die Präfektur besuchen sowie das Krankenhaus Pasteur, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. In dem Krankenhaus befinden sich viele Menschen, die am Donnerstag bei dem Anschlag mit einem Laster auf eine feiernde Menschenmenge verletzt worden waren.

13:45 Uhr: Keine neuen Informationen zu vermissten Schülerinnen und Schülern

Bezüglich der 28 Schülerinnen und Schüler der Berliner Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule hat Schulrätin Ilse Rudnick keine weiteren Informationen. "Wir können Ihnen noch keine weiteren Informationen geben. Wir warten auch auf Informationen, wir möchten natürlich erst die Eltern informieren, bevor sie es über die Presse erfahren", sagte Rudnick. Rudnick ist Referatsleiterin bei der Berliner Schulaufsicht.

13:25 Uhr: Rat der Muslime in Frankreich verurteilt Anschlag

Der Rat der Muslime in Frankreich hat den Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten als "widerlich" verurteilt. Er habe das Land an dem Tag getroffen, an dem Frankreich seine Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert habe, teilte die Organisation am Freitag mit.

13:08 Uhr: Bundespolizei kontrolliert verstärkt an Grenze zu Frankreich

Betroffen sind Grenzübergänge an Autobahnen und anderen Straßen sowie an Flughäfen. Zudem wird auch in Zügen strenger kontrolliert, wie die Bundespolizei am Freitag in Potsdam mitteilte. Weitere Details könnten aus einsatztaktischen Gründen nicht genannt werden.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich um sogenannte Schleierfahndung. Dies habe es auch bei früheren Anschlägen in Nachbarstaaten gegeben.

12:45 Uhr: Zwei Schülerinnen und eine Lehrerin von Berliner Schule vermisst

Nach dem Terroranschlag in Nizza werden zwei Schülerinnen und eine Lehrerin einer Berliner Schule vermisst. Das sagte ein Lehrer der Paula-Fürst-Schule. Schon in der Nacht habe die Schule in Frankreich eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

12:01 Uhr: Europol bietet Unterstützung an

Das Anti-Terrorismus-Zentrum von Europol hat Frankreich alle Unterstützung bei den Ermittlungen angeboten. "Dieser Anschlag ist erneut eine Erinnerung an die aktive Terrorismus-Bedrohung, mit der wir in Europa konfrontiert sind", erklärte der Direktor der europäischen Polizeibehörde, Rob Wainwright, in Den Haag.

11:58 Uhr: 54 Kinder ins Krankenhaus eingeliefert

Laut "Nice Matin" sind seit Donnerstagabend 54 Kinder in das Lenval-Krankenhaus in Nizza zur Behandlung eingeliefert worden. Zwei Kinder wären am Freitagmorgen bei Not-Operationen gestorben, erklärte das Kinderkrankenhauses Lanval. Der Zustand weiterer Kinder sei nach wie vor äußerst kritisch. Unter den bislang 84 Todesopfern sollen sich ebenfalls mehrere Kinder befinden.

11:54 Uhr: Animation von "Zeit Online": Was ist gestern Abend passiert?

Die Kollegen von "Zeit Online" haben eine Animation erstellt und auf Facebook geteilt, anhand derer sich der grobe Ablauf des Anschlags nachvollziehen lässt:

11:50 Uhr: Drei Tage Staatstrauer in Frankreich

Nach dem Anschlag hat Frankreichs Präsident François Hollande eine dreitätige Staatstrauer angeordnet. Das verkündete Premierminister Manuel Valls am Freitag nach einem Treffen des Sicherheitskabinetts im Pariser Élysée-Palast. Von Samstag bis Montag sollen die Flaggen auf Halbmast hängen.

11:42 Uhr: Schweizerin unter den Opfern

Laut "20min" ist bei dem Anschlag in Nizza eine 54 Jahre alte Schweizerin vom Lkw erfasst und getötet worden. Das Opfer stamme aus dem Tessin.

11:41 Uhr: Wohnung des Attentäters durchsucht

Französische Sicherheitskräfte haben die Wohnung des Attentäters durchsucht, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Nachbarn. Die Polizisten sollen gegen 9:30 Uhr in das Appartement des 31-jährigen Franko-Tunesiers gegangen sein. Laut AFP liegt die Wohnung in einem Viertel im Osten der südfranzösischen Küstenstadt.

11:33 Uhr: Schüler der Berliner Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in Nizza

Zum Zeitpunkt des Anschlags befanden sich auch Schüler der Berliner Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in der südfranzösischen Stadt. Das sagte Schulrätin Ilse Rudnick. Insgesamt hätten sich seit Montag 28 Schülerinnen und Schüler auf Kursfahrt in Nizza befunden. "Wir können Ihnen noch keine weiteren Informationen geben", sagte sie vor Journalisten.

11:28 Uhr: Fünf Berliner Schulen geben Entwarnung

Zwei Schulen der Hauptstadt, deren Klassen sich zum Zeitpunkt des Anschlags in Nizza aufhielten, haben bestätigt, dass die Schüler "in Sicherheit" seien. Bei den Schulen handelt es sich um die Wilma-Rudolph-Oberschule aus Steglitz-Zehlendorf und um das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Friedrichshagen. Drei weitere Schulen gaben inzwischen Entwarnung.

11:10 Uhr: Frankreich ruft Gendarmerie-Reservisten zur Hilfe

Um die Polizei zu entlasten, setzt Frankreich auf Reservisten der Gendarmerie. Das Land will die operationelle Reserve der Truppe einsetzen, wie Premierminister Manuel Valls nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts sagte.

Dabei handelt es sich um ehemalige Gendarmen. Die Gendarmerie gehört zwar zum Militär, übernimmt aber Polizeiaufgaben und untersteht deshalb auch dem Innenministerium.

11:07 Uhr: Terrorexperte: Ziel und Zeitpunkt des Anschlags waren perfide gewählt

Der Terrorexperte Rolf Tophoven sieht in dem Anschlag klare Strategien und wiederkehrende Muster. Der Zeitpunkt des Anschlags sei "kalkuliert und perfide gewählt", sagte Tophoven am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Mit dem Fest zum Nationalfeiertag habe der Täter ein Symbol der Franzosen getroffen. Und wieder einmal habe sich die Attacke gegen feiernde Menschen gerichtet.

Ziel solcher Anschläge sei es, Freiräume in der Gesellschaft immer mehr einzuschränken. Der Täter habe zudem einen "Überraschungsmoment" genutzt, nachdem ein größerer Anschlag während der Fußball-EM in Frankreich ausgeblieben sei und das Land den Ausnahmezustand gerade erst wieder habe beenden wollen.

10:44 Uhr: Polizei ermittelt wegen möglicher Opfer aus Berlin

Das Landeskriminalamt in der Hauptstadt prüft derzeit, ob unter den Opfern des Terroranschlags von Nizza auch Berliner sind. Das teilte die Polizei am Freitag per Twitter mit.

10:33 Uhr: Karte des Anschlags:

10:22 Uhr: AFP: Täter von Nizza identifiziert

Der Attentäter von Nizza ist nach Medienberichten identifiziert. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise am Freitag berichtete, soll es sich um einen 31 Jahre alten Franzosen tunesischer Abstammung handeln.

10:17 Uhr: Medien: Berliner Lehrerin und zwei Schüler sollen unter Opfern sein

"RBB-Online" berichtet nach bisher unbestätigten Informationen von dem möglichen Tod dreier Deutscher bei dem Anschlag. Demnach sei möglicherweise eine Schulklasse von der Terrorattacke betroffen. Die Klasse habe sich auf Abi-Fahrt befunden.

10:16 Uhr: Putin verurteilt Anschlag in Nizza als grausam und zynisch

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Anschlag in Nizza als grausam und zynisch verurteilt. "Wir haben einmal mehr gesehen, dass dem Terrorismus die menschliche Moral absolut fremd ist: Seine Opfer sind unschuldige Zivilisten, darunter Frauen und Kinder", schrieb Putin in einem Beileidstelegramm an den französischen Präsidenten François Hollande.

Putin rief zu einem umfassenden Kampf gegen den Terrorismus auf.

10:05 Uhr: Sitzung des Sicherheitskabinetts in Paris begonnen

Frankreichs Präsident François Hollande hat im Elysée-Palast die Mitglieder seines Sicherheitskabinetts empfangen. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Elysée-Palast.

Nach der Sitzung werde Hollande nach Nizza fliegen.

09:47 Uhr: Papst spricht Opfern des Anschlags von Nizza Solidarität aus

Papst Franziskus hat den Opfern des Anschlags seine Solidarität ausgesprochen. Der Pontifex verurteile "jeden Ausdruck von Amok, Hass, Terrorismus und jeden Angriff gegen den Frieden" auf das Schärfste, erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi laut Radio Vatikan am Freitag.

"Wir bringen vonseiten von Papst Franziskus unsere Anteilnahme und Solidarität am Leid der Opfer und des gesamtes französischen Volkes zum Ausdruck", ergänzte er. Der Papst habe mit "großer Sorge" die "schrecklichen Nachrichten" aus Nizza verfolgt.

09:33 Uhr: Rihanna-Konzert und Jazz-Festival in Nizza abgesagt

Ein für Freitagabend in der französischen Stadt geplantes Konzert von US-Superstar Rihanna (28) fällt aus. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien", schrieb die Sängerin auf Instagram.

Auch ein Jazz-Festival in Nizza ist abgesagt, wie der Verwaltungsbezirk Alpes-Maritimes am Freitag mitteilte. Die berühmte Promenade des Anglais bleibt zunächst geschlossen, ebenso wie der Strand entlang der Flaniermeile.

Die südfranzösische Stadt Marseille sagte ein für Freitagabend geplantes Feuerwerk ab.

09:22 Uhr: Auswärtiges Amt schließt deutsche Opfer in Nizza nicht aus

Das Auswärtige Amt schließt nicht aus, dass unter den Opfern des Anschlags von Nizza auch Deutsche sein könnten. "Nach Auswertung aller bisher vorliegenden Informationen können wir nicht ausschließen, dass auch Deutsche betroffen sind", teilte eine Sprecherin am Freitag in Berlin mit. Ein Konsularteam des Generalkonsulats Marseille sei auf dem Weg in die südfranzösische Küstenstadt, um vor Ort die Lage aufzuklären und gegebenenfalls betroffenen Deutschen Hilfe und Beistand zu leisten.

09:01 Uhr: Fahrer änderte mindestens einmal die Richtung

Der Lastwagen habe auf seiner zwei Kilometer langen Fahrt durch die Menge mindestens einmal die Richtung geändert. Der Fahrer habe eindeutig versucht, so viele Menschen wie möglich zu erfassen. Nach einem Bericht der Zeitung "Le Figaro" war der Fahrer allein in dem Fahrzeug.

08:59 Uhr: Medien: Lastwagen in Nizza war gemietet

Der bei dem Anschlag in Nizza benutzte Lastwagen war Medienberichten zufolge gemietet. Das weiße Fahrzeug sei vor einigen Tagen in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur gemietet worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

08:14 Uhr: Steinmeier: "Gedanken und Mitgefühl bei den Opfern"

Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Vizekanzler Sigmar Gabriel (beide SPD) haben den Franzosen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Steinmeier erklärte: "Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen und hat viele Menschen sinnlos in den Tod gerissen.‎ Friedlich feiernde Menschen mussten sterben oder ringen ums Überleben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen französischen Volk."

08:08 Uhr: Mutmaßlicher Attentäter 1985 in Nizza geboren

Die Identität des Fahrers ist bislang unbekannt. Fest steht, dass der Mann 1985 in Nizza geboren wurde.

08:00 Uhr: Angela Merkel: Deutschland steht an der Seite Frankreichs

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Frankreich die volle Solidarität Deutschlands zugesichert. "Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs", sagte sie am Freitag am Rande des Asem-Gipfels im mongolischen Ulan Bator.

07:56 Uhr: Zahl der Toten erhöht sich auf 84

Bei der Attacke mit einem Lastwagen auf Passanten in Nizza sind nach neuen Angaben von Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen. 18 Menschen seien sehr schwer verletzt worden, sagte Cazeneuve am Freitagmorgen in Nizza. Zuletzt war von 80 Opfern die Rede gewesen. Hotels wurden in der Nähe zu Not-Lazaretten umfunktioniert.

07:53 Uhr: Waffenattrappen in Lastwagen in Nizza gefunden

In dem Lastwagen, der in eine Menschenmenge in Nizza gerast ist, wurden eine funktionsunfähige Granate und Feuerwaffen-Attrappen gefunden.

Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Ermittler, der Fahrer habe mehrmals mit einer Pistole geschossen, bevor er von der Polizei getötet wurde.

07:50 Uhr: Medienbericht: Fahrer des Lastwagens in Nizza war nicht radikalisiert

Der Fahrer des Lastwagens, der in Nizza in eine feiernde Menschenmenge gerast ist, soll nach ersten Erkenntnissen der französischen Polizei nicht politisch radikalisiert gewesen sein. Das berichtete der Nachrichtensender BFMTV am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

In dem Lastwagen wurden Papiere eines franko-tunesischen Mannes gefunden. Die Behörden versuchen, die Identität des Fahrers festzustellen.

07:48 Uhr: Die Faktenlage:

  • Gegen 23 Uhr am Donnerstagabend rast ein Mann mit einem Lastwagen (19-Tonner) in eine feiernde Menschenmenge auf der Flaniermeile Promenade des Anglais. Er kommt zwei Kilometer weit.
  • Die Polizei tötet den Fahrer. Auf Bildern sind Einschusslöcher in der Windschutzscheibe zu sehen.
  • Mindestens 84 Menschen sterben, darunter auch Kinder. Zudem gibt es 18 Schwerverletzte.
  • Es gibt keine Geiselnahme. Entsprechenden Medienberichten widerspricht das französische Innenministerium.
  • Frankreichs Präsident François Hollande verlängert den Ausnahmezustand in Frankreich, der am 26. Juli hätte enden sollen, um drei Monate. Zusätzliche Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
  • Hollande spricht vom "terroristischen Charakter" der Tat, Innenminister Bernard Cazeneuve nennt den Fahrer des Lastwagens einen Terroristen.
  • Der Attentäter ist nach Angaben der Nachrichtenagentur "AFP" identifiziert. Nähere Informationen liegen noch nicht vor. Demnach ist bestätigt, dass es sich um einen 31 Jahre alten Franzosen tunesischer Abstammung handelt. Er sei 1985 in Nizza geboren worden.

07:45 Uhr: Was ist geschehen?

Einen Überblick über den verheerenden Anschlag in Nizza finden Sie hier.

Mit Material von afp und dpa