Jemen

Im Schutze der Nacht greifen Drohnen die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens an, das Flammenmeer verursacht einen drastischen Produktionseinbruch. Rasch folgt ein Bekenntnis zu den Attacken - doch die US-Regierung mag dem keinen Glauben schenken.

Flammen erleuchten den Nachthimmel über dem größten Ölkomplex in Saudi-Arabien. Die Einrichtung des staatlichen Ölkonzerns wurde mit Drohnen angegriffen. Die Attacke droht den Konflikt auf der arabischen Halbinsel weiter eskalieren zu lassen.

Seit 2015 wütet der Bürgerkrieg im Jemen. Das Stockholmer Abkommen vom 13. Dezember 2018 weckte die Hoffnung, einen langsamen Friedensprozess in Gang zu setzen. Die Konfliktparteien verständigten sich auf eine Waffenruhe in der Hafenstadt Hudaida und einen Gefangenenaustausch. Doch die Erwartung, die Gewalt im Jemen zu reduzieren, hat sich zerschlagen, die Lage kaum verbessert. Im Gegenteil: Sie ist so schlecht, dass eine erneute Hungersnot droht.

Der US-Kongress ist dagegen, dass die USA weiter Waffen an Saudi-Arabien verkaufen, die dann im Jemen-Krieg zum Einsatz kommen. Präsident Donald Trump hat dennoch einen milliardenschweren Rüstungsdeal geschlossen - mit einem Winkelzug am Parlament vorbei. 

Die Lage am Arabischen Golf spitzt sich dramatisch zu. Mehrere bewaffnete Drohnen greifen nach Regierungsangaben eine Ölpipeline in Saudi-Arabien an. Für den Angriff könnte ein Akteur aus der Nachbarschaft Saudi-Arabiens verantwortlich sein.

Seit Mittwoch gilt in Brunei für offen lebende Homosexuelle die Todesstrafe. Die Monarchie ist nicht das einzige Land, in dem gleichgeschlechtliche Beziehungen hart bestraft werden.

Die SPD wollte die Rüstungslieferungen an die von Saudi-Arabien geführte Kriegsallianz im Jemen eigentlich ganz stoppen. Der Koalitionsvertrag mit der Union ließ aber Hintertüren offen. Die wurden auch ausgiebig genutzt.

Im US-Abgeordnetenhaus machen die Demokraten Präsident Trump das Leben schwer. Im US-Senat haben dagegen Trumps Republikaner die Mehrheit. Dennoch beschert sogar diese Kammer Trump nun eine weitere politische Niederlage - mit den Stimmen zahlreicher Republikaner.

Syrien, Afghanistan, Jemen, Nordkorea - doch der gefährlichste Konflikt wird zwischen den Atommächten Indien und Pakistan ausgetragen. Warum eigentlich?

Im Norden des Jemens haben Huthi-Rebellen eine abgestürzte deutsche Aufklärungsdrohne vom Typ Luna präsentiert. Die unbemannte Drohne sei von Saudi-Arabien in der Grenzregion zum Jemen eingesetzt und in der Region Nadschran abgeschossen worden, heißt es.

Die Bundesregierung will lebensrettende Maßnahmen der Vereinten Nationen für die teils hungernde Bevölkerung im Bürgerkriegsland Jemen mit 100 Millionen Euro unterstützen. Das teilte Bundesaußenminister Heiko Maas am Dienstag vor dem Auftakt der Genfer Geberkonferenz mit.

In Syrien und im Jemen toben Bürgerkriege, in Gaza fallen Bomben, die Situation im Irak ist fragil - und doch spricht ein Nahost-Experte von einer historischen Chance auf Frieden in der Region. Wie passt das zusammen? 

Netflix hat sich selbst zensiert und nach massiver Kritik aus Saudi-Arabien die Folge einer Comedy-Show gelöscht. Darin waren Kronprinz Mohammed bin Salman, Jamal Khashoggi und der Krieg im Jemen thematisiert worden.

Saudi-Arabiens Führung ist sauer auf den US-Senat. Stein des Anstoßes sind zwei Resolutionen, mit denen sich das Gremium von der Haltung Donald Trumps zu Riad distanziert hatte. 

Im Jemen haben sich Regierung und Rebellen auf den Austausch hunderter Gefangener vor den geplanten Friedensgesprächen in Schweden geeinigt.

Der Bürgerkrieg im Jemen läuft größtenteils unter dem Radar der Öffentlichkeit. Doch nun soll es Hinweise auf Friedensgespräche geben. Das zumindest heißt es aus Kreisen der UN.