Zehn Runden ist die laufende Bundesliga-Saison alt – Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Wer sind die Gewinner der ersten Spieltage, wer ist bisher noch nicht in Tritt gekommen? Wir zeigen, wie die Saison bislang gelaufen ist.

Die Gewinner

Thorsten Fink und Austria Wien

Nach einer enttäuschenden vergangenen Spielzeit hat der Deutsche Thorsten Fink im Sommer bei der Wiener Austria den Trainerstuhl übernommen – und dem Team neues Leben eingehaucht. Nach zwei Niederlagen brachte er die Austria vergangene Woche mit einem Sieg gegen den WAC zurück in die Erfolgsspur. Nach der Schmach der Saison 2014/15 ist der aktuelle Tabellenplatz drei Balsam für die Austria-Seele.

Wiener Fußball-Fans

Überhaupt sind die Fans der Hauptstadt-Klubs die Gewinner der ersten zehn Spieltage: Beide Teams spielen in diesem Jahr oben mit – zumindest bisher. Der SK Rapid steht aktuell an der Tabellenspitze. Erster gegen Dritter – wenn das so bleibt, dürften die Duelle zwischen Rapid und der Austria heuer besondere Brisanz erhalten: Derbys, die gleichzeitig absolute Spitzenspiele sind.

SV Mattersburg

Die meisten Experten hatten dem Aufsteiger aus dem Burgenland einen Abstiegskampf bis zum Schluss prophezeit. Nach zehn Runden sieht die Sache ganz anders aus: Das Team von Fußball-Legende Ivica Vastic steht völlig überraschend auf Platz fünf und hat die Hälfte seiner Spiele für sich entschieden – genauso viele wie der FK Austria Wien oder der FC Red Bull Salzburg. Legen die Mattersburger weiterhin so eine konstante Leistung an den Tag, ist der Verbleib in der Bundesliga sicher.

Die Verlierer

Red Bull Salzburg

Ja, mittlerweile stehen die Mozartstädter wieder auf Platz zwei – man hat sich gefangen bei Red Bull Salzburg. Trotzdem würde wohl jeder, der in Salzburg Verantwortung trägt, die erste Saisonphase als Enttäuschung bezeichnen. Neben dem Fehlstart in der Bundesliga wurden die Fans auch einmal mehr auf europäischer Ebene enttäuscht – der klare Aufwärtstrend der vergangenen Wochen kommt da reichlich spät. Besonders, weil Red Bull schon vier Punkte Rückstand auf Platz eins hat. Für den Dauermeister muss es jetzt heißen: Die ersten zehn Spiele abhaken und wieder angreifen.

Wolfsberger AC

Für den Vorjahresfünften waren die ersten zehn Runden eine Rückkehr in die unteren Ränge der Tabelle. Nach dem beinahe nicht für möglich gehaltenen Erfolg der letzten Saison erwischten die Kärntner um Coach Dietmar Kühbauer einen klassischen Fehlstart – und stehen jetzt ganz am Ende der Tabelle. Nach zehn Spieltagen sagt sich für die Wolfsberger das an, womit sie in er vergangenen Saison eigentlich gerechnet hatten: der Kampf gegen den Abstieg.