Rapid kommt zum Ende der Saison zwar besser in Tritt, leistet sich aber immer noch Ausrutscher. Stadtrivale Austria kassiert eine weitere Niederlage in einer bisher sehr verkorksten Saison. Das spektakulärste Spiel der Runde findet überraschenderweise am unteren Tabellenende statt. Unsere Erkenntnisse des Spieltags.

Erkenntnis 1. Besser spät in Tritt als nie

Das muss man sich beim SK Rapid Wien denken. Zwar reichte es im Spiel gegen die Admira nur zu einem 1:1-Unentschieden - die Rapid-Formkurve der letzten Wochen zeigt dennoch klar nach oben. Doch weil auch Red Bull Salzburg mit 2:1 gegen Ried die Nerven behält, kommt die Aufholjagd der Wiener wahrscheinlich zu spät, um noch ernsthaft ins Meisterschaftsrennen eingreifen zu können. Schafft es Rapid aber, in der kommenden Saison von Beginn an so konstant zu spielen, dürften sie ein ernsthafter Titelkandidat sein.

Erkenntnis 2. Die Austria verärgert die Fans

Zugegeben: Frustrierend ist die Spielzeit für die Anhänger der Violetten ohnehin schon seit Monaten. Doch die 2:0-Niederlage der Austria in Altach setzte der verkorksten Saison für die Fans die Krone auf. Denn jetzt sind auch die allerletzten, kleinen Hoffnungen auf das internationale Geschäft verflogen. Die Austria ist Tabellensiebter - und der Blick geht ins Nirgendwo - eigentlich eher nach unten als nach oben. Im kleinen Altach dagegen kann man sich freuen. Der Sieg gegen die Austria hievt den SCR wieder auf Platz drei, das internationale Geschäft winkt - nicht schlecht für den Aufsteiger, dem Experten eigentlich den direkten Wiederabstieg prophezeit hatten.

Erkenntnis 3. Wolfsberg bleibt dran

So ganz hat man beim WAC die Hoffnung auf die Überraschung noch nicht aufgegeben. Und nach dem 2:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Grödig lebt die Hoffnung auf die Europa League in Wolfsberg weiter. Dank des Unentschiedens von Sturm Graz sind die Ränge noch in Sichtweite - und das Tabellenmittelfeld bleibt auch dank WAC die spannendste Tabellenregion der Liga.

Erkenntnis 4. Die Spannung liegt im Mittelfeld

Der wirklich Kampf und die wahre Action findet in dieser Saison im Tabellenmittelfeld statt. Das zeigt auch die unfassbar spannende Partie zwischen Abstiegskandidat Wiener Neustadt und Sturm Graz. Am Ende einer nervenaufreibenden Partie stand ein unglaubliches 4:4-Remis. Wiener Neustadt wahrt damit die Chance auf den Klassenerhalt - Graz verliert die internationalen Ränge nicht aus den Augen. Die Meisterschaft verspricht nicht mehr allzu viel Spannung - in der Mitte und im Keller ist dagegen noch richtig Feuer drin.