Der FC Bayern München schwitzt im Trainingslager in Katar

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Von
Jörg Hausmann

Titelverteidiger FC Bayern München geht mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund in die Rückrunde der Bundesliga. Da es zwischenzeitlich mal neun waren, befindet sich Trainer Niko Kovac vorläufig nicht mehr auf dem Weg in die Entlassung. Kovac stimmt seine Jungs im Trainingslager in Katars Hauptstadt Doha darauf ein, während der kommenden 17 Spieltage auf der Überholspur unterwegs zu sein, um letztlich vor Dortmund ins Ziel einzulaufen.

Alles hört auf sein Kommando: Bayern Münchens neuer Cheftrainer Niko Kovac hat in einer anstrengenden Hinrunde 2018/19 die Kurve bekommen und mit fünf Siegen in Serie (zuletzt einem 3:0 in Frankfurt) die Jagd auf Tabellenführer Borussia Dortmund eröffnet.
Niko Kovac erläutert, was er in der Trainingseinheit von seinen Profis sehen will. Ob das ankommt? Jerome Boateng, ganz links, wirkt kritisch, Neuzugang Alphonso Davies steht zur kanadischen Nationalhymne stramm, und Mats Hummels versucht sichtlich verzweifelt, Kovac zu folgen.
Letzten Endes ist die erste Aufgabe denkbar simpel: warmlaufen.
... und warmlaufen ...
Die Scheichs schauen der schwitzenden Prominenz interessiert zu und schießen Erinnerungsfotos.
Thiago konzentriert sich auf seine Aufgabe.
Dann wird Kraft getankt.
Ganz schön beweglich, dieser Neue aus Kanada: Alphonso Davies, gerade 18 Jahre alt, noch ohne Ball.
Endlich kommt der Ball ins Spiel: Davies bringt seinen mit.
Bayerns Urgesteine Thomas Müller, vorne, und David Alaba kämpfen um die Kugel.
Kingsley Coman, links, versucht, Mats Hummels stehenzulassen. So manchem Gegenspieler Hummels' war das in der Hinrunde der laufenden Saison 2018/19 schon geglückt.
Dann taucht Robert Lewandowski auf - und scheitert kläglich am Versuch, schneller zu sein als Mats Hummels.
Jeder Zweikampf ist auch einer um einen Platz in der Mannschaft: Edel-Reservist Sandro Wagner, Mitte, arbeitet sich an Jerome Boateng ab. Niklas Süle, rechts, schaut zu.
Besonders reizvoll sind die Duelle Jung gegen Alt: Lars Lukas Mai, links, muss anerkennen, wie fit der 16 Jahre ältere Franck Ribéry noch ist.
Ribéry braucht aber seine Pausen. Er nutzt sie, indem er die Festigkeit des Hinterteils seines Teamkollegen James Rodriguez überprüft. Sie sollte in den Tagen von Katar zunehmen.
Bei der Quälerei.
Respekt, lieber Franck! David Alaba, rechts, spendet Anerkennung. Robert Lewandowski freut sich mit.
Und dann: Ein Päuschen einlegen.
Cheftrainer Niko Kovac beginnt allmählich, sich um Franck Ribéry zu sorgen.
Schon bald aber ist alles wieder gut.