• Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, beim FC Bayern München seinen Vertrag zu verlängern oder zu erfüllen - siehe David Alaba, Niklas Süle oder jetzt Robert Lewandowski.
  • Auch mit Serge Gnabry bahnt sich für den deutschen Rekordmeister eine Hängepartie an.
  • Nur aufs Geld aus zu sein, weist der Nationalstürmer aber von sich.
  • Damit widerspricht er Uli Hoeneß.

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Nationalspieler Serge Gnabry hat Aussagen zum Stand seiner Verhandlungen über einen neuen Vertrag beim FC Bayern München vermieden.

Dazu wolle er sich "hier nicht äußern", sagte der 26 Jahre alte Offensivspieler am Donnerstag im Teamquartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Herzogenaurach.

Gnabrys Vertrag beim deutschen Meister läuft noch bis zum Sommer 2023. Zu einer vorzeitigen Verlängerung ist es bislang nicht gekommen. Medienberichten zufolge liegen beide Partien bei den finanziellen Konditionen für eine Verlängerung auseinander.

Serge Gnabry, Benjamin Pavard, FC Bayern München, VfB Stuttgart, 33. Spieltag, Bundesliga, 2021/22
Serge Gnabry (li.) bejubelt am 8. Mai 2022, dem 33. Spieltag der Bundesliga, sein Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 beim 2:2 gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart. Benjamin Pavard, ebenfalls früherer Stuttgarter, eilt zum Gratulieren heran.

Serge Gnabry ist nicht der Meinung von Uli Hoeneß

Zur Wertschätzung im Profifußball äußerte der Außenstürmer allgemein, das sei "nicht nur das, was von vielen berichtet wird, dass jeder von uns nur ans Geld denkt". Es sei viel mehr "ein Mix aus allem", der von beiden Seiten kommen müsse. "Da sind im Arbeitsverhältnis noch andere Dinge, die eine große Rolle spielen", sagte Gnabry.

Bayern Münchens ehemaliger Spieler, Manager und Präsident Uli Hoeneß hatte kürzlich die Einstellung der Spieler beklagt: "Die Wertschätzung heißt Euro, zu 99 Prozent. Bei Alaba war es nur das Geld, bei Süle war es nur das Geld, und bei Robert Lewandowski weiß ich das nicht."

Gnabry hofft auf eine "friedliche Einigung" des FC Bayern mit Lewandowski

Die Umstände der Situation um den Weltfußballer, der den FC Bayern im Sommer trotz seines Vertrags bis 2023 unbedingt verlassen will, finde er "schade", sagte Gnabry. "Ich hoffe, dass da eine friedliche Einigung stattfinden wird." Die Bayern-Führung hatte einen Wechsel des Polen zuletzt ausgeschlossen, dem Vernehmen nach zieht es Lewandowski nach Spanien zum FC Barcelona. (dpa/hau)

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