Bis fünf Minuten vor Schluss im Spiel gegen Krasnodar wahrten die Salzburger die Chance auf den Aufstieg ins Sechzehntel-Finale der Europa League. Ein bitterer Ausgleichstreffer bedeutete jedoch das Ausscheiden. Das abschließende Spiel gegen Schalke 04 wird nur noch Formsache sein.

Die Salzburger traten beim FK Krasnodar ohne den gesperrten Konrad Laimer und den verletzten Jonatan Soriano an. Eine ziemliche Schwächung der Offensive schon im Vorfeld. Davon zeigten sich die Mozartstädter jedoch nicht beeindruckt und stürmten drauf los. Die starken Leistungen der jüngeren Vergangenheit, etwa bei den Siegen gegen Nizza und Rapid Wien, gaben den Spielern von Oscar Garcia offensichtlich viel Selbstvertrauen. Die Salzburger waren die bessere Mannschaft, vergaben aber zu viele Chancen. Das rächte sich in der 85. Minute. Nach einem Einwurf der Russen ging es schnell. Eine abgerissene Flanke ging an die Stange, Smolov staubte zum 1:1 ab. Ein bitteres Aus, das sich in die zahlreichen internationalen Misserfolge der Salzburger (Stichwort: Champions League Qualifikation) einreiht.

  • Die Salzburger spielten von Beginn an auf Sieg und zeigten sofort ein starkes Pressing. In Minute sieben vergab Gulbrandsen eine riesige Chance. Eine Viertelstunde später hämmerte Berisha den Ball mit voller Wucht an die Latte.
  • In der 37. Minute erzielte Munas Dabbur nach guter Flanke von Josip Radosevic per Kopf den wichtigen Führungstreffer für die Salzburger. Der israelische Topstürmer kommt nach viel Kritik und einem schlechten Start bei seinem neuen Verein immer besser in Form und wird zu einem wichtigen Ersatz für Jonatan Soriano.
  • Die Salzburger zeigten in der ersten Hälfte wie zuletzt auch in der Bundesliga viel Selbstvertrauen und hatten den russischen Gegner sehr gut im Griff.
  • In Minute 85 erzielte Smolov den Ausgleich. Eine bittere Pille für die Salzburger, die viel mehr vom Spiel hatten und trotzdem nicht ins Sechzehntel-Finale der Europa League einziehen konnten.