Marcell Jansen beendete im Sommer mit nur 29 Jahren seine Karriere. Heute wird er 30 und wir haben nach ehemaligen Profis geschaut, die es ähnlich gemacht haben, wie der Ex-Hamburger.

Marcell Jansen: Der frühere HSV-Spieler beendete seine Karriere mit nur 29 Jahren, weil ihm der HSV keinen neuen Vertrag angeboten hat. Zu einem neuen Verein wollte Jansen trotz einiger Angebote nicht wechseln, weil die sieben Jahre bei den Hamburgern für ihn sehr emotional waren und er keinem anderen Verein etwas vormachen wolle, wie er selbst sagt. Ganz anders als ein Ailton beispielsweise, der nach gefühlt 20 Vereinswechseln seine Karriere beendete.

Claudio Taffarel: Auf dem Weg zur Vertragsunterschrift in Empoli hatte die brasilianische Torwartlegende einen Motorschaden. In diesem Moment sah er angeblich Gott vor sich, was er zum Anlass nahm, seine Karriere zu beenden. Er eröffnete ein Restaurant, bevor er Torwarttrainer und Spielervermittler wurde.

Jan Schlaudraff: Heimlich, still und leise beendete Jan Schlaudraff seine Karriere. Der Ex-Bayern-Profi und langjährige Hannover-Stürmer erhielt keinen neuen Vertrag in Hannover. Es gab zwar andere Interessenten in der Bundesliga, doch stattdessen schrieb er sich für den Trainerlehrgang ein.

Lars Elstrup: 1992 wurde Elstrup Europameister mit Dänemark. Ein Jahr später beendete er seine Karriere und trat der Sekte "Herz der Sonne" bei. Daraufhin änderte er auch seinen Namen in Darando, was "Fluss, der ins Meer fließt" bedeutet. Als er einem Schuljungen Kunststücke mit seinem Penis zeigte, wurde er aus der Sekte geschmissen.

Sebastian Deisler: Seine Karriere war geprägt von zahlreichen Verletzungen. Hinzu kam, dass Deisler auch unter Depression litt. Anfang 2007 beendete der damals 27- jährige seine Karriere, weil ihm aufgrund seiner vielen Probleme die Lust am Fußball vergangen war.

Carlos Roa: Auf ein Angebot von Manchester United über zehn Millionen Dollar reagierte der Spieler von RCD Mallorca mit den Worten: "Gott ist mehr wert als zehn Millionen Dollar". Kurz darauf trat den "Siebenten-Tags-Adventisten" bei und beendete er seine Karriere. Zum einen, weil diese Freikirche den Samstag als heilig betrachtet, zum anderen, weil er glaubte, die Welt würde am 31.12.1999 untergehen. Nach der Jahrtausend-Wende und der ausgebliebenen Apokalypse fing Roa dann wieder an, Fußball zu spielen.