• Mohamed Salah ist derzeit einer der besten Spieler der Welt.
  • Unter Jürgen Klopp hat der Ägypter eine überragende Entwicklung hingelegt.
  • Sein Vertrag beim FC Liverpool läuft noch bis 2023, wohin ihn sein Weg noch führt, ist bislang offen.

Mehr Fußballthemen finden Sie hier

In den letzten Jahren gehörte Mohamed Salah immer zu den besten Spielern in der Premier League. Der Ägypter ist ein herausragender Torjäger, ein fantastischer Fußballer und passt auch charakterlich hervorragend zum FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp. Schon die letzten Jahre spielte er nahe an der Perfektion, ein weiterer Schritt nach vorne erschien kaum möglich. Doch genau das ist in den letzten Monaten passiert.

Mohamed Salah: Über Umwege zum Weltklasse-Spieler

Der Weg zum Topspieler war alles andere als einfach, Mohamed Salah musste viel Arbeit investieren. 2012 wechselte er aus Ägypten zum FC Basel, wo er prompt für Furore sorgte. Eineinhalb Jahre spielte er beim damaligen Branchenprimus der Schweiz, ehe der FC Chelsea auf den Ägypter aufmerksam wurde und mehr als 15 Millionen Euro überwies. Der Wechsel nach England kam rückblickend etwas zu früh, denn Salah war dort lediglich Ergänzungsspieler.

Nach einer Leihe zur Fiorentina in der Rückrunde 2014/15 zog es Salah zum AS Rom. Dieses eine Jahr in Rom sollte die Karriere des Offensivspielers nachhaltig verändern. 19 Tore und 15 Vorlagen für die Giallorossi waren eine Bewerbung für größere Aufgaben. Der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp verpflichtete Salah für rund 42 Millionen Euro im Jahr 2017.

2021/22 legt Salah noch einmal einen Gang zu

Was folgte, war eine Geschichte wie im Märchen. Salah spielte sich in die Herzen der Fans, bildete mit Roberto Firmino und Sadio Mané schnell eine der gefürchtetsten Offensivreihen im Weltfußball. Mit den "Reds" gewann der Ägypter die Champions League 2018/19, feierte die langersehnte Meisterschaft in der Premier League und schoss Tor um Tor. Quasi in jeder Saison gab es Phasen, in denen Salah kaum zu stoppen war. Dabei ist es dem Spieler völlig egal, ob er gegen einen Underdog spielt oder in einem Topspiel gefordert ist.

Aktuell ist Mohamed Salah aber omnipräsent, denn die Leistungen zu Beginn der neuen Saison sind noch einmal beeindruckender als das, was der Ägypter in den letzten Jahren spielte. 15 Tore und fünf Vorlagen steuerte er in den ersten zwölf Saisonspielen bei, traf alleine fünfmal in drei Spielen in der Champions League. Dabei ist der 29-Jährige keineswegs eine reine Tormaschine, sondern er überall im offensiven Drittel zu finden. Er initiiert Angriffe auch aus der Tiefe heraus und ist für die Gegner kaum zu verteidigen. Zuletzt hat Salah mit seinen Toren gegen Manchester United sogar Didier Drogba als erfolgreichsten afrikanischen Schützen in der Premier League überholt.

Jürgen Klopp kreiert das ideale Umfeld

Neben der eigenen Klasse profitiert Salah natürlich auch von Trainer Jürgen Klopp. Dieser hat es schon in Dortmund geschafft, ein Umfeld zu kreieren, das die Spieler besser machen kann. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist groß und die Spieler werden bestmöglich nach ihren Stärken eingesetzt. Für Salah bedeutet das, dass er im Offensivbereich Freiheiten genießt, nicht stur auf der Außenbahn klebt und Mitspieler hat, mit denen er kombinieren kann.

Dazu legt Klopp in seinem 4-3-3 extrem viel Wert auf situatives, aggressives Pressing. Nach Ballgewinnen stellt sich bei Liverpool, das im Kern schon seit vielen Jahren zusammen spielt, sofort ein Automatismus des schnellen Umschaltens ein. Jeder Spieler weiß, welche Räume zu besetzen sind. Die einstudierten Angriffsmuster sorgen dafür, dass die Angreifer häufig in sehr gute Abschlusspositionen kommen. Der Rest ist Formsache.

Chancen auf den Ballon D’or?

Derzeit kann man Mohamed Salah also ohne große Widersprüche als einen der drei, vier besten Spieler der Welt bezeichnen. Robert Lewandowski, Lionel Messi, Karim Benzema & Co. haben hier natürlich auch immer ein Wort mitzureden, doch die Konstanz und die Effizienz von Salah ist beeindruckend. Auch der Ballon D’or, der am 29. November verliehen wird, scheint plötzlich greifbar. Was Salah allerdings fehlt, ist ein große Titel in der vergangenen Saison, den andere Kontrahenten einheimsen konnten.

Während Salah derzeit von allen Seiten Lob einstreicht, gestalten sich die Vertragsgespräche mit dem FC Liverpool schwierig. Noch ist keine Eile geboten, denn bis 2023 steht Salah unter Vertrag und der Spieler selbst teilte zuletzt mit, dass er gerne für immer bei Liverpool bleiben würde, eine Einigung steht jedoch aus. Mehr noch, die beiden Gesprächsparteien bewegen sich auch nicht wirklich aufeinander zu. Sollte bis zum Sommer 2022 noch keine Verlängerung erfolgt sein und Salah möglicherweise in sein letztes Vertragsjahr gehen, wird dieses Thema noch einmal besonders interessant.

Verwendete Quellen:

  • Transfermarkt: Mohamed Salah - Leistungsdaten
  • Neunzigplus: Salah überholt Drogba als erfolgreichster afrikanischer Torjäger in der Premier League
  • SkySports: Mohamed Salah: Liverpool forward says he never wants to leave the club
Interessiert Sie, wie unsere Redaktion arbeitet? In unserer Rubrik "Einblick" finden Sie unter anderem Informationen dazu, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte kommen.

Klopp vergleicht Impfverweigerer mit betrunkenen Autofahrern

Für Jürgen Klopp ist die Verweigerung einer Corona-Impfung wie Alkohol am Steuer. Er habe sich nicht nur impfen lassen, um sich gegen das Virus abzusichern, sondern auch die Menschen um ihn herum, fügte Klopp hinzu.
JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.