Neymar möchte in seiner dritten Saison in Paris ein neues Kapitel aufschlagen. Die Fans des französischen Meisters haben jedoch nicht vergessen, dass der Superstar aus Brasilien nach Barcelona zurückkehren wollte. Neymar antwortet auf die Pfiffe auf seine Weise.

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Dass diese Rückkehr keine leichte werden würde, war allen Beteiligten klar. "Jeder weiß, dass ich gehen wollte. Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Heute bin ich ein PSG-Spieler und werde alles auf dem Platz geben", sagte Neymar vor den 90 Minuten gegen den RC Straßburg.

Als der Superstar erstmals seit mehr als drei Monaten wieder für seinen Verein Paris Saint-Germain auflief, musste er sich laute und wütende Pfiffe der eigenen Fans anhören.

Auch einige Banner mit - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade netten Worten waren im Prinzenpark-Stadion zu sehen. Das Transfertheater des Sommers hat Spuren hinterlassen.

Neymar lässt sich nicht beeindrucken

Die gewünschte und forcierte Rückkehr nach Spanien kam bekanntlich nicht zustande, Neymar musste bleiben - und meldete sich gegen Racing Straßburg mit einem Traumtor per Fallrückzieher zurück. "Neymar widersetzte sich allem", titelte die "L'Équipe" nach dem 1:0-Erfolg, den Neymar in der zweiten Minute der Nachspielzeit perfekt machte.

Vor dem Spiel hatte er angekündigt: "Renne, als wäre es der letzte Tag deines Lebens." Nach dem Spiel verbalisierte er sein Verständnis für die Fans: "Wir wissen, was los war, ich verstehe, dass es schwierig ist für sie. Ich habe deutlich gemacht, dass ich nichts gegen die Fans habe, nichts gegen Paris St. Germain als Verein."

Trainer Thomas Tuchel gab sich als Mediator. "Es war nicht leicht für ihn, weil er ein sensibler Mensch ist", sagte Tuchel. "Es war aber auch nicht leicht für die Fans während des Transferfensters. Deshalb müssen wir ihre Reaktion akzeptieren. So ist es nun mal." (hau/dpa/AFP)


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