Sandro Wagner möchte nach zwei Jahren als Trainer der SpVgg Unterhaching die Perspektive wechseln. Der ehemalige Nationalstürmer verlängert seinen Vertrag beim Spitzenreiter der Regionalliga Bayern nicht. Dessen Zukunft ist ohnehin ungewiss.

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Ex-Nationalspieler Sandro Wagner wird seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Trainer bei Regionalliga-Spitzenreiter SpVgg Unterhaching nicht verlängern. Dies gab der Klub am 23. März bekannt. "WIR sagen jetzt schon DANKE Sandro Wagner, wollen aber mit dir in dieser Saison noch vieles erreichen", hieß es in einem Post auf Instagram.

Wagner selbst äußerte sich auch: "Ich habe immer betont, dass ich als Trainer ein Lernender und längst nicht perfekt bin. Genau aus diesem Grund möchte ich im Sommer die Perspektive wechseln und einen Schritt in eine andere Richtung gehen. Wie dieser genau aussieht, das werde ich demnächst bekannt geben", sagte der 35-Jährige. "Ich möchte dem Verein durch die frühzeitige Kommunikation die Möglichkeit geben, in Ruhe einen Nachfolger zu finden."

Sandro Wagner begann 2021 seine Trainerkarriere in Unterhaching

Der frühere Nationalstürmer, der als Profi für Bayern München, den MSV Duisburg, den 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen, Hertha BSC, Darmstadt 98, die TSG Hoffenheim und die Tianjin Jinmen Tiger in China spielte, hatte den Ex-Bundesligisten zum Start der Saison 2021/22 übernommen. Zudem ist Wagner als TV-Experte für das ZDF und DAZN tätig.

Unterhachings Trainer Sandro Wagner schreit ins das Spiel gegen Würzburg am 18. März 2023 hinein
Gewohnt engagiert verfolgt Unterhachings Cheftrainer Sandro Wagner das 3:0 des Regionalliga-Spitzenreiters gegen den Tabellen-Zweiten Würzburg am 18. März 2023. Nach dem 28. Spieltag beträgt der Vorsprung Unterhachings auf Würzburg sieben Punkte. Wagner aber verkündet sein Ausscheiden zum Ende der Saison. © IMAGO/foto2press/Frank Scheuring

"Manfred Schwabl (Präsident) hatte im Frühjahr 2021 den Mut, mich als Trainer zu holen und mir dann sogar die 1. Mannschaft anzuvertrauen, obwohl ich bis dahin kaum Erfahrung hatte. Für dieses Vertrauen werde ich ihm und dem Klub immer dankbar sein", äußerte Wagner in einer Vereinsmitteilung.

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Sandro Wagner betont seinen laufenden Lernprozess

Mit der U19 schaffte der ehemalige Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim und des FC Bayern München den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga. "Ich habe in dieser Zeit unfassbar viel gelernt: Über mich, über die Arbeit mit einer großartigen Mannschaft und über das, was ich als Trainer noch lernen möchte", ließ Wagner wissen.

"Es ist natürlich enorm schade, dass Sandro uns im Sommer verlässt. Auf der anderen Seite macht es mich auch stolz, dass wir dieses Trainertalent entdecken und mitentwickeln konnten, was klarer Teil des Hachinger Wegs ist", sagte Hachings Präsident Manfred Schwabl zum Abschied seines prominenten Trainers.

Unterhaching plagen finanzielle Probleme

Offen ist derzeit, wie es in Haching weitergeht. Der ehemalige Bundesligist hat offenbar erhebliche finanzielle Probleme, zum Teil konnten Gehälter nicht pünktlich gezahlt werden. Ob die SpVgg überhaupt eine Lizenz für die 3. Liga beantragt, ist fraglich. (sid/dpa/hau)

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