Selbst mit Rückenproblemen reicht es für Claudia Pechstein immer noch zum Sieg bei deutschen Meisterschaften. Mit 35 Goldmedaillen ist die 46-Jährige nun alleinige Titel-Rekordhalterin.

Claudia Pechstein beherrscht weiter die nationale Eisschnelllauf-Konkurrenz. Die 46 Jahre alte Berlinerin gewann am Samstag bei den deutschen Meisterschaften in Inzell die 3000 Meter in 4:08,70 Minuten und ist nun mit ihrem 35. Titel alleinige Rekordhalterin.

Bisher hatte Pechstein in der Titel-Rangliste mit der Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann gleichauf gelegen.

"Etwas Besonderes, wenn man Geschichte schreibt"

In den zurückliegenden zwei Wochen hatte die fünfmalige Olympiasiegerin mit Rückenproblemen zu kämpfen, so dass sie auf den Start über 1500 Meter am Freitag verzichtete. "Ich musste noch kurz vor dem Start behandelt werden", berichtete sie.

"Es ist etwas Besonderes, wenn man Geschichte schreibt, und das in meinem Alter. Den Rekord dürften nicht mehr viele übertreffen", sagte Pechstein. Ihre gesamte Vorbereitung schätzte sie als schwierig ein: "OP im Mai, Thrombose, und vor drei Wochen konnte ich aufgrund der Rückenbeschwerden kaum laufen."

Über 1500 Meter der Herren holte sich Patrick Beckert nach den 5000 Metern seinen zweiten Titel bei diesen Meisterschaften und setzte sich in 1:46,96 Minuten durch. Es war der 19. Meistertitel für den Erfurter. "Das ist meine beste Zeit bei Meisterschaften. Bei der DM kommt die Form für die Weltcups", sagte der Erfurter.

Meisterin im 500-Meter-Sprint wurde Gabi Hirschbichler in 39,24 Sekunden. Wie schon tags zuvor über 1500 Meter kam Victoria Stirnemann, die 16-jährige Tochter von Gunda Niemann-Stirnemann, auf Platz vier. (dpa/fte)

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