Hundertstel-Krimi in Crans Montana: Federica Brignone verhindert um 0,03 Sekunden einen Heimsieg. Doch auch Platz drei liegt nur 0,09 Sekunden zurück. Wendy Holdener reicht indes Platz vier für die Kombi-Kugel.

Wendy Holdener hat die Weltcup-Disziplinwertung der Alpinen Kombination gewonnen. Der 24-jährigen Schweizerin reichte am Sonntag in Crans-Montana ein vierter Platz (+ 0,26 Sekunden), um die kleine Kristallkugel nach nur zwei Saisonrennen in der Disziplin zu sichern.

Der Tagessieg in einem spannenden Rennen ging an Federica Brignone. Für die Italienerin ist es der achte Weltcupsieg. "Ich liebe Crans Montana, der Slalom hier ist der Beste", schwärmte die 27-Jährige nach dem Rennen.

"Es waren schon viele Spuren und Schläge drinnen - aber so bin ich im Slalom immer schon gefahren, da war es immer schwierig mit hohen Nummern."

Dritte wurde Slalom-Spezialistin Petra Vlhova aus der Slowakei mit einem Rückstand von 0,09 Sekunden.

Sofia Goggia fiel deutlich zurück

Brignone war als Fünfte nach dem Super-G in den entscheidenden Slalom gegangen, wo sie ihren Vorsprung verteidigte. Die schnellsten Vier des Super-G angeführt von Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia fielen im Finale noch zurück.

Als eine der besten Slalom-Fahrerinnen im Weltcup war Holdener die Favoritin auf den Tagessieg, nach Platz sieben im Super-G fehlten ihr aber 0,26 Sekunden auf Brignone.

Trösten kann sich die Schweizerin, die bei Olympia Gold im Team, Silber im Slalom und Bronze in der Kombination gewonnen hatte, mit ihrer zweiten Kombi-Kugel nach 2016.

Michelle Gisin hochzufrieden

Michelle Gisin freute sich riesig über ihren zweiten Platz. "Mit so einem Slalomlauf bin ich jederzeit und überall glücklich. Eine Slalom-Bestzeit in dieser Saison öffnet mir das Herz."

Beste Österreicherin wurde Stephanie Brunner auf Rang fünf (+ 0,38 Sekunden). Für sie ist es gleichzeitig ihr bestes Ergebnis in einer Kombination. Ricarda Haaser wurde mit 1,48 Sekunden Rückstand Neunte.

Womöglich war das eine der letzten Kombinationen im alpinen Skiweltcup. Die Disziplin steht nämlich vor der Streichung: Der zweitgeteilte Event gilt als nicht attraktiv genug.

Sowohl bei Männern als auch Frauen wurden in dieser Saison nur je zwei Rennen ausgefahren, beim Weltcup-Finale in der übernächsten Woche in Are (Schweden) wird es keinen Kombinations-Wettkampf geben. (ank/dpa)