• Holstein Kiel bringt eine 2:0-Führung daheim gegen den 1. FC Heidenheim nicht über die Zeit.
  • Nutznießer SC Paderborn klettert vorübergehend auf Rang zwei hinter dem Hamburger SV.
  • Der Karlsruher SC gewinnt zum zweiten Mal in Folge auswärts und setzt sich ins Mittelfeld ab.
  • Einen Punkt vor dem KSC rangiert nach dem dritten Spiel nacheinander ohne Niederlage Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf.

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Holstein Kiel tritt auf der Stelle und bleibt auch im vierten Spiel in Folge sieglos. Die Störche kamen zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim trotz eines 2:0-Vorsprungs über ein 2:2 (1:0) nicht hinaus. Jonas Föhrenbach (45., Eigentor) und Alexander Mühling (68., Foulelfmeter), der zum vierten Mal in dieser Saison zu Hause traf, trafen für die Kieler.

Christian Kühlwetter (87., Foulelfmeter/90.+4) sorgte mit einem Doppelpack noch für den Ausgleich. Kiels Johannes van den Bergh sah an seinem 34. Geburtstag wegen groben Foulspiels die Rote Karte (90.+2).

Mit 13 Punkten rangieren die Kieler damit vier Punkte hinter Spitzenreiter Hamburger SV auf Platz vier. Der FCH rangiert mit neun Punkten im Tabellenmittelfeld.

Die erste Großchance hatten die Norddeutschen. Mühling lupfte in der 23. Minute den Ball in den Sechzehnmeterraum, Fin Bartels scheiterte aber an FCH-Torwart Kevin Müller. Auch im Nachschuss konnte Kiel den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen.

Heidenheim agierte sehr kompakt, machte die Räume eng und ließ die Kieler nur gelegentlich zu Entfaltung kommen. Kiel versuchte zwar immer wieder, das Spiel mit Diagonalpässen zu verlagern, aber die Gäste verschoben geschickt und behielten die Spielkontrolle.

Van den Bergh war dann kurz vor der Halbzeit der Passgeber von der linken Seite, Föhrenbach drückte die Hereingabe zum 1:0 über die eigene Torlinie. Kühlwetter (62.) besaß die erste gute Chance für die Gäste, fand allerdings in Torwart Ioannis Gelios seinen Meister. Am Ende war aber Kühlwetter der umjubelte Gästespieler.

Paderborn klettert durch Sieg gegen St. Pauli vorerst auf Rang zwei

Der SC Paderborn hingegen hat seine Serie ausgebaut und profitierte von Kiels neuerlichem Patzer. Paderborn ist vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz vorgestoßen.

Nach einem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli ist der Vorjahres-Bundesligist bereits seit sechs Begegnungen ungeschlagen. Dennis Srbeny (39. Minute) brachte mit einem im Nachschuss verwandelten Foulelfmeter die Gastgeber in Führung, in der zweiten Hälfte erhöhte Chris Führich (56.) auf 2:0.

Dabei zeigte der Tabellen-17. St. Pauli eine spielerisch gute Leistung, setzte die Paderboner immer wieder unter Druck, hatte deutlich mehr Ballbesitz und in der 21. Minute die große Chance zur Führung. Jedoch scheiterte Rodrigo Zalazar nach einem Handspiel vom Elfmeterpunkt an Gastgeber-Torhüter Leopold Zingerle.

Mehr Torgefahr strahlten in dieser Partie die Paderborner aus, die neben ihren beiden Treffern auch noch zweimal am Pfosten scheiterten - zunächst Führich (36.) und später auch noch Srbeny (54.).

Bundesliga-Absteiger Düsseldorf setzt seine Serie fort

Fortuna Düsseldorf hat seine Startschwierigkeiten überwunden. Durch das 1:0 (0:0) gegen den SV Sandhausen ist das Team von Trainer Uwe Rösler erstmals seit drei Spielen in Serie ungeschlagen und zu Hause weiterhin ohne Punktverlust.

Rouwen Hennings bescherte dem Bundesligaabsteiger den knappen Sieg, verwandelte in der 59. Minute einen Foulelfmeter und sorgte für den dritten 1:0-Erfolg im vierten Saisonheimspiel. Sandhausen kassierte hingegen in der vierten Auswärtspartie schon die vierte Niederlage.

Hennings' zweites Saisontor war aber einer der ganz wenigen Höhepunkte in dieser Partie. Beide Mannschaften boten über 90 Minuten zwar zumeist eine solide Defensivarbeit, offenbarten aber in der Offensive einige Unzulänglichkeiten. Sowohl die Düsseldorfer als auch die Gäste agierten im Angriff oftmals sehr harmlos und leisteten sich viele Fehlpässe.

Der KSC düpiert Gastgeber Braunschweig im Kellerduell

Eintracht Braunschweig ist auf Platz 15 abgerutscht. Der Deutsche Meister von 1967 unterlag gegen den Karlsruher SC mit 1:3 (1:2) und kassierte die zweite Heimpleite der Saison.

Robin Ziegele (14., Eigentor) und Marvin Wanitzek (18.) per Freistoß stellten per Doppelschlag frühzeitig die Weichen auf Sieg für die Badener, die bereits den dritten Saisonerfolg landen konnten. In der Tabelle kletterte der KSC auf Position acht. Nick Proschwitz (31.) nutzte die erste Chance der Gastgeber zu seinem vierten Saisontreffer. Der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (63.) stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Karlsruhe war das gestärkte Selbstvertrauen aufgrund des 3:0-Erfolgs vor der Länderspielpause beim FC St. Pauli anzumerken. Die Gäste wirkten reifer in der Spielanlage, ließen den Ball immer wieder geschickt laufen und fanden auch immer mal wieder mit Pässen in die Tiefe einen Abnehmer.

Die Braunschweiger hatten hingegen Probleme, ihren Spielrhythmus zu finden. Die Niedersachsen wirkten wenig inspiriert, agierten viel zu statisch und machten so den Karlsruhern die Abwehrarbeit einfach. Erst mit dem Anschlusstreffer kamen die Gastgeber im zweiten Durchgang besser ins Spiel. (AFP/dpa/hau)

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