Saisonstart in der österreichischen Bundesliga - und der geht mit einigen Überraschungen und Kuriositäten über die Bühne. Wir fassen zusammen, was es außer Ergebnis- und Torschützenmeldungen noch zu wissen gibt über die erste Runde der neuen Spielzeit.

Die Überraschung des Spieltags

Damit hat man in Salzburg nun wahrlich nicht gerechnet - und in Mattersburg schon gleich zweimal nicht. Denn der Aufsteiger gewinnt völlig überraschend sein Auftaktmatch gegen den Meister aus der Mozartstadt. Dabei versetzte das Team von Coach Ivica Vastic den Favoriten in der ersten Minute den ersten Schlag - und machte in der letzten Minute den ersten Dreier der Spielzeit klar.

Der Start von Salzburgs Neo-Coach Peter Zeidler geht damit schwer in die Hose - für die Bullen ist es erst die zweite Auftaktniederlage seit Beginn der Red Bull-Ära 2005. Die Niederlage des Meisters beim Aufsteiger - zweifellos die Überraschung der ersten Runde.

Der Mann des Spieltags

Alexander Ibser hat sich seinen Platz in den Mattersburger Geschichtsbüchern schon im ersten Saisonspiel gesichert. Nach seiner Einwechslung macht Ibser in der SVM-Offensive richtig Radau und belohnt die couragierte Leistung seines Teams gegen Red Bull mit dem am Ende verdienten Siegtreffer in der 93. Minute.

Ebenfalls einen Platz in den Geschichtsbüchern seines Klubs hat auch der zweite Torschütze des Vereins: Markus Pink trifft nach sage und schreibe 16 gespielten Sekunden zur Führung - absoluter Vereinsrekord. Für einen Bundesligarekord war Pink dennoch zu langsam: Dieser Spitzenwert liegt bei Red Bull Salzburg, das vor drei Jahren schon nach zehn Sekunden jubeln durfte.

Der Aufreger des Spieltags

Das Ergebnis in der Partie Rapid Wien gegen den SV Ried fiel mit 3:0 klar und deutlich aus. Richtig Stimmung in die Bude kommt allerdings, als Ried-Verteidiger Oliver Kragl nach 28 Minuten eher stolpert als rennt - und als letzter Mann Rapid-Mann Philipp Schobesberger mit sich zu Boden reißt. Für den Schiedsrichter ist der Fall klar: Er schickte Kragl nach weniger als einer halben Stunde unter die Dusche. Unter den Anhängern der Gäste löst die rote Karte heftige Empörung hervor - die Analysten aber sind sich einig: Glatt Rot für Kragl war die richtige Entscheidung. Debattiert wurde natürlich trotzdem.