Mit einem torreicheichen Unentschieden im Spitzenspiel geht ein spektakulärer Spieltag zu Ende. Der Kampf gegen den Abstieg wird zum erbitterten Zweikampf, und Sturm Graz katapultiert sich mit einem Kantersieg auf den höchsten Tabellenplatz der Saison. Die Erkenntnisse der 28. Runde der Bundesliga.

1. Das Spitzenspiel hat viele Tore, aber keinen Sieger

Zum Schluss des Spieltages hatte die Bundesliga einen echten Kracher zu bieten. Erster gegen Zweiter - und bei einem Sieg der Verfolger womöglich der Startschuss zu einer spannenden Schlussphase im Kampf um die Schale. Rapid Wien kämpfte im Heimspiel gegen Salzburg, der SK traf drei Mal - und musste sich am Ende trotzdem mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. Dabei ging es denkbar schlecht los für die Hausherren. Nach 32 Minuten lagen die Bullen mit 3:0 vorne - die rote Karte für Außenverteidiger Ulmer kurz vor dem Halbzeitpfiff aber gab dem SK Rapid neuen Mut, und das Team kämpfte sich eindrucksvoll wieder ran. In der 92. Minute belohnten sich die Gastgeber mit dem verdienten Ausgleich für eine couragierte Leistung. Um in der Tabelle noch einmal ernsthaft an Salzburg heranrücken zu können, war das Unentschieden im direkten Duell aber wahrscheinlich zu wenig - der Vorsprung des Tabellenführers beträgt weiter beruhigende sechs Punkte.

2. Sturm Graz katapultiert sich nach vorne

Mit einer beeindruckenden Leistung meldet Sturm Graz seine Ambitionen im Kampf um die internationalen Plätze an. 5:0 schlugen sie den direkten Konkurrenten aus Altach im Heimspiel und katapultierten sich damit bis auf Rang drei vor - nach dem langen Dümpeln im Tabellenniemandsland ein lange vermisstes Hochgefühl für die Fans. Für den SCR Altach heißt es in den letzten Wochen jetzt: Kämpfen und siegen - dann ist auch für die Vorarlberger das internationale Geschäft drin.

3. Der Abstiegskampf wird zum Zweikampf

Immer deutlicher kristallisieren sich zwei Kandidaten heraus, von denen einer im kommenden Jahr zweitklassig spielen wird. Entweder trifft es die Mödlinger Admira oder den SC Wiener Neustadt. Beide Teams verloren an diesem Wochenende ihre Spiele: Wiener Neustadt verlor Zuhause gegen den SV Ried mit 0:1, die Admira zog mit 2:0 in Wolfsberg den kürzeren. Der Abstand zu Platz acht beträgt stattliche acht Punkte, Mödling und Wiener Neustadt trennt nur ein magerer Punkt. Ab jetzt zählt jeder Punktgewinn, um den Abstieg zu vermeiden.