Paukenschlag beim SV Grödig: Wie vorab gemunkelt wurde, ziehen sich die Salzburger komplett aus dem Profigeschäft zurück. Der Kapitalbedarf für die Erste Liga sei zu groß, sagt Manager Christian Haas.

Bundesliga-Absteiger SV Grödig spielt kommende Saison nicht Erste Liga, sondern verabschiedet sich gleich ganz vom Profi-Fußball. Das hat Manager Christian Haas auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt gegeben.

"Wir nehmen die Lizenz für die Sky Go Erste Liga nicht an", sagte Haas. "Unser Fußball wurde leider von der Wirtschaft und den Zuschauern in Salzburg nicht angenommen." Es sei "ein schmerzvoller Tag" für den SV Grödig.

Haas zufolge benötigt der Salzburger Verein rund zwei Millionen Euro, um in der Ersten Liga spielen zu können. Diese Summe sei nicht zu stemmen.

Wechsel in die Regionalliga

Damit spielt der Verein nach drei Jahren in Österreichs höchster Spielklasse kommende Saison in der dritten Leistungsstufe, der Regionalliga West - und damit im Amateurbereich. Der Vorstand werde dennoch weitermachen, sagte Haas.

Es ist das erste Mal in der Geschichte des heimischen Fußballs, dass ein Verein auf eine Lizenz verzichtet.

Wer abgesehen der eigenen Amateure für Grödig spielen wird, ist unklar: Die Verträge der Profis sind nach dem Rückzug aus dem Profi-Fußball ungültig. Als Trainer wird in jedem Fall der bisherige Coach von Eugendorf, Andreas Fötschl, fungieren.

Der bisherige Grödig-Trainer Peter Schöttel hatte schon vor dem letzten Spiel der Saison seinen Rücktritt angekündigt. Wie es für ihn weitergeht, ist noch unklar. (ank)