Vier Punkte aus drei Spielen: Den Auftakt in die WM-Qualifikation hatte sich die ÖFB-Elf anders vorgestellt. Die Spieler wollen nun ihre Fehler analysieren - und sparen auch nicht mit Selbstkritik.

Marko Arnautovic ist nach dem 2:3 gegen Serbien hart mit der Mannschaft ins Gericht gegangen. "Wenn man in Serbien spielt und in drei Konter läuft, muss man sich ein bisschen hinterfragen", urteilte der Stürmer.

Sonntagabend ließ "Arni" auch selbst mehrere Chancen liegen. "Normalerweise muss ich die machen. Die Aktionen davor waren super und dann willst du natürlich das Tor auch noch machen", sagte Arnautovic Reportern nach dem Spiel. "Dann ärgerst du dich, wenn der Ball nicht reinfliegt. Ich glaube, ich hatte drei, vier Chancen, die ich machen kann. Es wollte einfach nicht sein."

Allerdings wandte sich der Doppelpack-Torschütze aus dem vorangegangenen Match gegen Wales auch mit klaren Worten an die Kritiker des ÖFB-Teams: "Es war das dritte Spiel. Ich weiß, dass unsere Freunde, die Zeitungen, jetzt schreiben werden: 'Es ist vorbei!' Und wir sind wieder im alten Schema zurück. So ist es nicht!", wetterte der 27-Jährige. "Es ist nicht vorbei! Es wird weitergehen und wir werden alles dafür geben!"

Alaba: "Es ist noch alles drin"

Bayern-Star David Alaba ruft dazu auf, Ruhe zu bewahren. "Natürlich hatten wir unsere Ziele, die wir in diesen zwei Spielen gemeinsam erreichen wollten. Am Ende ist es nicht so gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben", gab der 24-Jährige zu. "Wir dürfen jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Es ist noch alles drinnen."

Nach Ansicht von Alaba hatte das Team gute Phasen - "in denen wir das Spiel kontrolliert haben und auch den Ball gut haben laufen lassen". Sich Kontertore einzufangen, sei ärgerlich.

"Serbien ist immer wieder gekommen und hatte die gefährlicheren Aktionen. Sie haben auf unsere Fehler gewartet und waren dann vorne eiskalt", sagte Alaba. Nun gelte es, diese Fehler zu analysieren. "Wir wollen es beim nächsten Spiel besser machen."

Wimmer lobt Dusan Tadic

Kevin Wimmer stellte die überragende Leistung seines Gegenspielers Dusan Tadic heraus. "Er hat wieder gezeigt, dass du am besten mit zwei Mann auf ihm drauf sein und ihn immer doppeln musst", betonte der Tottenham-Legionär. "Denn wenn er ein bisschen zu viel Platz bekommt, ist er immer brandgefährlich."

Die Schuld für das schwache Ergebnis sieht er beim ganzen Team. "Wenn wir Ballverluste hatten, sind die Serben relativ schnell nach vorne gekommen. Das ist zu einfach gegangen. Wir hatten zu große Lücken, haben zu langsam von Offensive auf Defensive umgeschaltet. Das darf natürlich in so einem Spiel auswärts in Serbien nicht passieren."

Das nächste WM-Qualifikationsspiel steht in knapp einem Monat an: Am 12. November empfängt das ÖFB-Team Irland. (ank)